500 Jahre Stadtpfarrkirche Sankt Johannes in Hofheim Image 1
Sonderveröffentlichung

Haßberge

500 Jahre Stadtpfarrkirche Sankt Johannes in Hofheim

Große Banner weisen auf das Jubiläum „500 Jahre Stadtpfarrkirche in Hofheim“ hin. FOTO: MARTIN SCHWEIGER


Genau 500 Jahre alt ist die Stadtpfarrkirche St. Johannes in ihrer heutigen Größe.

Dieses Jubiläum feiern die katholischen Gläubigen unter anderem mit einem Pontifikalgottesdienst mit Weihbischof Ulrich Boom am Sonntag, 20. September, um 10 Uhr.


Urkundlich erwähnt wurde die Stadtpfarrkirche bereits im Jahr 1170, als von ihr als Mutterkirche die Filialkirche von Schweinshaupten abgetrennt wurde, schreibt der ehemalige Pfarrer Robert Lechner in seinem Kirchenführer wenige Wochen vor seinem Tod im Jahr 1990.

Das hintere Langhaus der Kirche gehört der Spätgotik an. Nach der Chronik von Pfarrer Seikel soll die Kirche im Jahr 1520 erweitert worden sein. Eine beabsichtigte Wölbung kam nie zur Ausführung.

1593 begann der Bau des dreigeschossigen Glockenturms. Er kostete 969 Gulden. Baumeister war vermutlich Wolf Behringer aus Würzburg. Im Jahr 1600 weihte Weihbischof Sang drei Altäre.

Die alte Sakristei nördlich des Turms war 1620 noch nicht fertiggestellt, wie der Bericht über Baumängel an das Bischöfliche Ordinariat vermeldet. 1614 wurde das Kirchendach erneuert.

In den Jahren 1739 und 1740 wurde die Kirche baulich weitgehend im Zeitstil umgestaltet. Sie erhielt damals eine barocke Westfassade, und den Dachfirst in der Nähe des Westgiebels zierte ein Dachreiter. Baumeister war Johann Georg Biertümpfel aus Goßmannsdorf.

Die Fassade erhielt drei Nischen: eine rechts aus der Mitte gerückt mit „plumpen Muttergottesbild mit der Inschrift auf dem Sockel: S. Maria, Dei Mater Alma“ (Chronik Seikel), und eine links, ebenfalls aus rohem Sandstein gehauen, eine St. Josefs- Statue mit Jesusknaben. Im Giebelfeld befand sich eine große Nische mit dem kolossalen Standbild Johannes des Täufers, das der Bildhauer Thomas Wagner aus Theres, der Vater des bekannten Würzburger Bildhauers Peter Wagner, geschaffen hatte.

Die Kirche hatte drei Altäre, unter anderem mit Figuren der St. Anna und des Heiligen Petrus, die ebenso von Thomas Wagner geschaffen wurden wie auch eine Kanzel mit den vier Evangelisten und mit Johannes dem Täufer auf dem Kanzeldeckel.

Weitere Informationen zur Geschichte der Stadtpfarrkirche auf der nächsten Seite. (msch)