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Ab 1002 war Horhausen im Besitz des Klosters Theres

  

Der Kirchenpatron von Horhausen ist der heilige Borromäus.

In Horhausen wird am kommenden Wochenende das Kirchweihfest gefeiert. 

Die Ortschaft liegt 800 Meter südlich des Mains. Im Osten liegt der allseits bekannte Horhäuser See, der über den nördlich vorbeifließenden Seebach in den Main entwässert wird. Horhausen liegt sehr verkehrsgünstig mit einer Auffahrt nach Haßfurt und zur Bundesautobahn A70.

Am 1. Januar 1974 ließ sich Horhausen im Zuge der bayerischen Gebietsreform in die Gemeinde Obertheres eingliedern, die wiederum 1978 mit den Nachbargemeinden zur Gemeinde Theres zusammengefasst wurde.
   

Der Spielplatz am Ortseingang wurde mit neuen Elementen aufgewertet. FOTOS: CHRISTIANE REUTHER
Der Spielplatz am Ortseingang wurde mit neuen Elementen aufgewertet. FOTOS: CHRISTIANE REUTHER
Das Kriegerdenkmal erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege.
Das Kriegerdenkmal erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege.
Der Friedhof von Horhausen liegt eingebettet im Kirchenumfeld.
Der Friedhof von Horhausen liegt eingebettet im Kirchenumfeld.

Die Geschichte Horhausens besagt, dass die Gemeinde ab 1002 zum Besitz des Klosters Theres gehörte. Es verblieb dort bis zur Säkularisation im Jahre 1803. In einer kaiserlichen Urkunde von Heinrich II wird Horhausen erstmals 1023 erwähnt. Das alte „Kapellchen“ wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts von einem Martin Bernhard mit seinem Sohn Karl Bernhard errichtet. Dieser kam von „Weteringen“ nach Horhausen. Es gab keinen Altar, sondern aus Stein gemeißelte Figuren des Gekreuzigten, der Heiligen Jungfrau Maria und des Apostels Johannes. Diese Bildnisse sind jetzt in der Außenmauer der heutigen St. Borromäus-Kirche eingelassen und wurden vom Stifter der Kapelle aus seiner Heimat mitgebracht. Die Kapelle fasste höchstens 15 bis 20 Gläubige, die Vorderseite war offen und mit hölzernen Schranken geschlossen.

Die zur Pfarrei Obertheres gehörende Filialkirche St. Borromäus wurde 1773 bis 1774 vom Thereser Abt Bernhard Breunig unter der Bauleitung von Pater Gallus Hahn vom Kloster Theres errichtet. Die Erlaubnis zum Bau dieser Kirche wurde unter der Bedingung erteilt, „dass sie zu keiner Zeit und auf keinerlei Weise das Vorrecht des Klosters, der Marienkapelle Obertheres, oder des Oberthereser Pfarrherrn beeinträchtige“. Der Bau kostete 1165 Gulden fränkischer Währung. Zur Kostendeckung der neuen Kirche wurden auch die knapp 1200 Gulden herangezogen, die das alte „Kapellchen“ noch einbrachte. Den Rest trugen verschiedene Wohltäter bei. Das Kloster Theres stellte zu Beginn leihweise einen silbernen Kelch zur Verfügung. Über dem Ostportal der im Rokokostil gehaltenen Kirche prangt das Wappen der Abtei Theres. Das weiße um das Jahr 1753 und das rote Kreuz stammen aus den Zeiten des Klosters Theres. (cr)
  

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