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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Allein gestellt bei Baufinanzierung

Das eigene Zuhause können Singles auch alleine finanzieren. Dabei sollten sie aber einen finanziellen Puffer einplanen. FOTO: MARKUS SCHOLZ, MAG


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Als Single ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren, ist eine große Herausforderung - aber nicht unmöglich. „Entscheidend für die Finanzierung ist die individuelle Einkommens- und Vermögenssituation. Wir sind bei Singles nicht kritischer als sonst“, versichert Markus Gütler-Ungerer, Bezirksdirektor bei der Landesbausparkasse LBS Südwest. „Die Kapitaldienstprüfung muss positiv ausfallen, da gibt es für Alleinstehende keinen Malus und auch keinen Bonus.“ 

Auch Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen macht die Erfahrung, dass die Geldinstitute im Wesentlichen einheitliche Kriterien anlegen. „Die können Singles aber manchmal schwerer erfüllen, weil sie eben auf sich allein gestellt sind.“

Hentschel nennt ein Beispiel: Die Grundvoraussetzung für ein Immobiliendarlehen sei ein festes Arbeitsverhältnis. „Wer selbstständig oder nur befristet angestellt ist, fällt schon mal raus. Hätte der potenzielle Käufer einen Partner, sähe die Sache unter Umständen schon anders aus.“

Für alle Käufer, aber vor allem für Singles ist es wichtig, dass die Belastung durch Abzahlung der Schulden nicht zu hoch ist. „Monatlich 1000 Euro sollten schon zum Leben übrig bleiben“, meint Hentschel.

Singles müssen auch das Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung allein aufbringen. „Da verlangen die Banken durchaus höhere Summen als bei Paaren“, beobachtet Christoph Brechtel, Spezialist für Baufinanzierung bei der Dr.-Klein-Baufinanzierung, einem bundesweit tätigen Finanzdienstleister. „Das hat aber auch einen Vorteil, denn mit dem höheren Eigenkapital reduziert sich die Darlehenssumme und damit auch Zinssatz und Monatsrate.“

Da Singles die Immobilienfinanzierung allein stemmen, müssen sie auch für eventuelle Engpässe und Notfälle vorsorgen. Dazu kann gehören, sich rechtzeitig günstige Zinsen für die Zeit nach dem Ablauf der Zinsfestschreibung zu sichern. „Statt Sondertilgungen zu vereinbaren, sollten Alleinstehende lieber einen finanziellen Puffer aufbauen, über den sie kurzfristig verfügen können“, rät Brechtel.

Auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann sinnvoll sein, um im Notfall die Raten weiterbezahlen zu können. „Allerdings scheitert das bei nicht mehr ganz jungen Käufern oft an Vorerkrankungen. Dann bekommen sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr oder nur eine zu sehr ungünstigen Konditionen“, weiß Hentschel.

Beabsichtigte Veränderungen sollten Alleinstehende ebenso frühzeitig im Blick haben. „Lage, Umfeld und Infrastruktur spielen bei der Entscheidung für eine Immobilie immer eine wesentliche Rolle. Besonders junge Alleinstehende, die erstmals ein Objekt kaufen, sollten mit Blick auf die Wiederverkaufbarkeit mehr als andere Käufer auf die Lage achten“, rät Gütler-Ungerer. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie später eine Familie gründen oder umziehen, ist hoch.“ (mag)

Steuervorteile beim Sanieren der Fassade

Dämmen mit EPS lohnt sich jetzt noch mehr – dank der steuerlichen Förderung aus dem Klimapaket. FOTO: DJD/FSDE/BASF
Dämmen mit EPS lohnt sich jetzt noch mehr – dank der steuerlichen Förderung aus dem Klimapaket. FOTO: DJD/FSDE/BASF
Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland geht auf das Konto privater Eigenheime. Viele Altbauten sind noch nicht oder nicht ausreichend gedämmt und vergeuden somit unnötig Energie. Der Gebäudebereich wird daher in den kommenden Jahren einen wesentlichen Teil dazu beitragen müssen, die Klimaschutzziele zu erreichen.

Um der dringend benötigten Sanierungswelle einen Anschub zu geben, hat die Bundesregierung in ihrem Klimapaket beschlossen, energetische Einzelmaßnahmen an selbst genutztem Wohnraum steuerlich zu fördern. Bei allen Maßnahmen, die mit Jahresstart begannen, können Immobilienbesitzer von finanziellen Vorteilen profitieren.

Verteilt über drei Jahre werden 20 Prozent der Investitionen über die Einkommensteuer zurückerstattet, die mögliche Förderung beträgt maximal 40 000 Euro. Absetzbar ist die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken. Eine wichtige Voraussetzung: Die Arbeiten müssen von einem Fachunternehmen durchgeführt werden, das die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an die Wärmedämmung bescheinigt. Eine umweltbewusste Gebäudedämmung ist beispielsweise mit dem bewährten Dämmstoff EPS möglich. Das Material ist besonders langlebig und effizient in der Dämmwirkung. Bei EPS bleibt die Dämmwirkung während der gesamten Nutzungsphase über konstant. Auf diese Weise werden über mehrere Jahrzehnte Wärmeverluste über die Gebäudefassade verringert. Ein geringerer Energiebedarf für das Heizen bedeutet nicht nur geringere Heizkosten, sondern spart auch Kohlendioxidemissionen (CO2) ein. Die Dämmung der Fassade ist somit ein sinnvoller erster Schritt zu einer umfassenden Sanierung. Anschließend können Fenster, Türen und Heiztechnik erneuert werden.

Die Steuerförderung ist eine attraktive und einfache Alternative zu den bestehenden Förderprogrammen von KfW und BAFA. Aber auch diese sind im Jahr 2020 attraktiver geworden: Hauseigentümer, die energetisch sanieren - ob Komplettsanierung oder Einzelmaßnahme -, profitieren bei der KfW von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen. Um die Programme zu nutzen, ist zwingend in der Planung ein Energieberater einzuschalten. Bei der Steuerförderung ist das Verfahren einfach; die Bestätigung des Fachunternehmens reicht aus. Wichtig zu wissen: Die steuerliche Förderung ist nur für Einzelmaßnahmen anwendbar und nicht mit anderen Ermäßigungen oder Zuschüssen kombinierbar. Das Programm ist auf zehn Jahre befristet. (djd)