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Als Snack und im Salat: Winterzeit ist Nusszeit

Im Herbst und Winter haben viele Nuss-Sorten Saison. FOTO: STOCK.ADOBE.COM/NESTLÉ

Besonders in der kalten Jahreszeit stehen in vielen Haushalten Walnuss, Haselnuss & Co. auf dem Tisch. Das ist nicht verwunderlich, denn jeder Vierte (25,3 Prozent) in Deutschland isst vor allem im Winter Nüsse. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der GfK – Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Nestlé Ernährungsstudios. „Gerade im Herbst und Winter haben viele Nusssorten Saison. Aber auch in den anderen Monaten des Jahres sind die kleinen runden ,Früchte‘, zum Beispiel als Snack zwischendurch, in Salaten oder in süßen sowie herzhaften Speisen, beliebt“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert.

Botanisch gesehen sind nur Haselnüsse, Walnüsse, Macadamianüsse und Esskastanien „echte Nüsse“ und zählen zu der Gattung Schalenobst. Erdnüsse gehören hingegen zu den Hülsenfrüchten, Mandeln zu den Steinfrüchten und Cashews sind eigentlich Kerne. „Ungeachtet ihrer botanischen Bezeichnungen enthalten ,Nüsse‘ wertvolle Fettsäuren, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe“, fügt Dr. Annette Neubert hinzu. An dunklen, trockenen Orten und getrennt von Lebensmitteln mit intensivem Geruch gelagert, halten sich Nüsse recht lang und können süßen sowie herzhaften Gerichten den besonderen Biss verleihen.

Haselnuss und Walnuss – die Klassiker

Haselnuss und Walnuss dürften fast jedem bekannt sein. Keine Überraschung – so zählt beispielsweise die Haselnuss zu den ältesten, bei uns heimischen Obstarten. „Mit circa 64 Gramm pro 100 Gramm weist sie einen hohen Fettgehalt auf. Auch die Walnuss ist mit rund 71 Prozent sehr fettreich und enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie wertvolle Omega-3-Fettsäuren“, verrät Dr. Annette Neubert.

„Darüber hinaus decken 100 Gramm Haselnüsse oder Walnüsse bereits mehr als 15 Prozent der empfohlenen Tageszufuhr an Eiweiß, Ballaststoffen, Eisen, Zink und Folsäure sowie mehr als 30 Prozent der empfohlenen täglichen Zufuhr an Vitamin E, B1, B6, Biotin und Magnesium.“ Beide Sorten schmecken besonders gut in Obstsalaten, Müslis oder Backwaren.

Bei Mandeln wird zwischen Bittermandeln und süßen Mandeln unterschieden. Viele Leute haben bei Bittermandeln Bedenken bezüglich der enthaltenen Blausäure, die sich allerdings beim Kochen oder Backen verflüchtigt. In der Küche werden jedoch meistens süße Mandeln verwendet, welche im Handel mit Samenhaut, blanchiert, gehackt, gemahlen, gehobelt, geraspelt, gestiftelt oder als Grieß erhältlich sind.

Mandeln und Erdnüsse – die Alleskönner

Auch Milchersatzprodukte, die unter anderem aus Mandeln hergestellt werden, haben sich als vegane Alternativen zur klassischen Kuhmilch etabliert. Im Gegensatz zu Hasel- und Walnüssen enthalten Mandeln weniger Fett, sind dafür aber mit 24 Gramm pro 100 Gramm recht eiweißreich und weisen einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Magnesium, Zink sowie Vitamin E auf.

Den höchsten Eiweißgehalt von allen „Nüssen“ haben mit rund 30 Gramm pro 100 Gramm jedoch Erdnüsse. Die Hülsenfrucht erhielt übrigens ihren Namen, weil sie unter der Erde wächst und aufgrund ihrer geschlossenen, nussanmutenden Gestalt. Neben wertvollen ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie der Ölsäure und Linolsäure, ist die Erdnuss eine gute Quelle für sekundäre Pflanzenstoffe und Folsäure.

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