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Würzburg

Autoclub rät: Bereits bei niedrigen Temperaturen Winterreifen aufziehen

Auf dieses Symbol sollte man bei Winterreifen achten. FOTO: WOLFGANG GRUBEL, ADA

Autohaus Georg Rüthlein GmbH & Co.KG
Autohaus Schürer GmbH
Für Autofahrer gilt die sogenannte Winterreifenverordnung, die auf deutschen Straßen vorsieht, dass Autofahrer bei Schnee, Schneematsch oder Eisglätte mit Winterreifen unterwegs sein müssen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei Behinderung drohen 80 Euro und ein Punkt.

„Wintertaugliche Reifen sind nicht nur bei Eis und Schnee vorgeschrieben, sondern auch schon bei Reifglätte“, erklärt Ulrich Buckmann, Technikexperte des ADAC Hessen-Thüringen. Bereits bei niedrigen Außentemperaturen haben die Sommerreifen ausgedient. „Wer dann noch mit dieser Bereifung unterwegs ist, riskiert zum Teil erheblich längere Bremswege oder unkontrollierbares Fahrverhalten des Wagens“, erklärt Buckmann.

„Kommt es aufgrund falscher Bereifung zu einem Unfall, kann dies zu einer erheblichen Leistungskürzung durch die Kaskoversicherung führen – dem Fahrer kann grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden“, sagt Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen- Thüringen. Bei einer Regulierung des Schadens mit der Haftpflichtversicherung der Gegenseite drohe dem mit Sommerreifen fahrenden Verkehrsteilnehmer unter Umständen eine Mithaftung, erklärt Blanke.

Winterreifen sind durch das Symbol „M+S“ (Matsch + Schnee) gekennzeichnet. Auch Allwetter- oder Ganzjahresreifen mit Wintereigenschaften werden so beschriftet. Darüber hinaus weist eine Schneeflocke umrahmt von einem Bergpiktogramm auf spezielle Winterqualitäten hin. Beim Kauf sollten Autofahrer bei zulässigen Winterreifen also auf eine der folgenden Kennzeichnungen achten: „M+S“, „M&S“ oder „M.S.“, das Bergpiktogramm mit Schneeflocke ist jedoch noch kein Muss.

Im Gegensatz zu Winterreifen sind Allwetter- oder Ganzjahresreifen immer nur ein Kompromiss. Dennoch gelten auch diese wegen des M+S-Symbols offiziell als Winterreifen. Meistens kommen sie allerdings bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht an die Leistungen der Winterspezialisten, also an „echte Winterreifen“, heran.

Winterreifen wie auch Ganzjahresreifen sollten nicht älter als acht Jahre sein. Mit der Zeit härtet die Gummimischung des Reifens aus, was insbesondere Grip und Bremsweg bei Nässe verschlechtert. Aufschluss über das Alter der Reifen gibt die DOT-Nummer. Sie ist an einer der Reifenflanken notiert. Die ersten beiden Stellen stehen für die Produktionswoche, die Stellen 3 und 4 für das Produktionsjahr. Cornelius Blanke empfiehlt: „Die Mindestprofiltiefe von 4 mm sollte nicht unterschritten werden, sie ist ein wesentliches Sicherheitselement eines Winterreifens.“

Vor dem Räderwechsel sollten die Reifen auf Schäden oder spröde Stellen geprüft werden. Die Kontaktfläche zwischen Radnabe und Felge sollte zudem vor der Montage gereinigt und die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel festgezogen werden.

Das empfohlene Drehmoment steht in der Betriebsanleitung. Wenn der Wechsel in einer Werkstatt erfolgt, sollten Autofahrer auf eine frühzeitige Terminplanung achten, um Engpässe in der Hochsaison zu vermeiden.

Wer Kompletträder zuhause lagert, sollte den Reifenfülldruck um ca. 0,5 bar erhöhen. Die Räder übereinander sowie trocken, kühl und im Dunkeln, am besten auf Felgenbäumen oder an Wandhalterungen lagern. ADAC


Auto Löffler GmbH & Co. KG

So hält Ihr Auto der Kälte stand: Tipps für einen sorgenfreien Winter

Eisige Kälte und rutschige Straßen: Mit geeigneten Maßnahmen lässt sich das Fahrzeug auf den Winter vorbereiten. FOTO: A.T.U.
Eisige Kälte und rutschige Straßen: Mit geeigneten Maßnahmen lässt sich das Fahrzeug auf den Winter vorbereiten. FOTO: A.T.U.
Der kommende Winter wird uns wieder eisige Kälte, rutschige Straßen und schlechte Sichtverhältnisse bescheren. Da liegen nicht nur die Nerven der Autofahrer blank – Frost und Streusalz gehen auch dem Wagen an die Substanz. So schützen Sie Ihr Fahrzeug, damit es den winterlichen Härtest übersteht.

Autobatterie überprüfen: Ist die Autobatterie verbraucht, wird sie auch schneller überlastet und tritt in den Streik. Das kann vor allem im Winter durch die niedrigen Temperaturen schneller passieren, wenn Licht, Gebläse, Scheibenwischer und diverse Heizungen zeitgleich laufen und so den Strombedarf zusätzlich in die Höhe jagen. Bei älteren Batterien ab fünf Jahren ist es ratsam, diese vor dem Kälteeinbruch in einer Werkstatt überprüfen zu lassen. Kurzstrecken-Fahrer sollten zudem daran denken, ihre Batterien von Zeit zu Zeit durch eine längere Fahrt wieder vollständig aufzuladen.

Scheibenwischer und Waschanlage: Auch für Scheibenwischer ist der Winter ein Härtetest. Falls sie Risse aufweisen oder Schlieren hinterlassen, ist ein Austausch fällig. Um den schmierigen Film aus Salz, Schnee und Schmutz zuverlässig von der Windschutzscheibe zu entfernen, bedarf es zudem einer funktionierenden Scheibenwaschanlage. Mit einem frostsicheren Reinigungsmittel bis minus 25 Grad vereisen die Sprühdüsen nicht und das Wischwasser gefriert nicht auf der Scheibe. Beim Auffüllen sollte man die korrekte Dosierung beachten und danach sofort den Sprühknopf betätigen, um den Frostschutz in Zuleitungen und Düsen zu verteilen.

Kühler-Frostschutz auffüllen: Fehlt es im Kühler an Frostschutz, kann der Motor bei Minustemperaturen seinen Dienst versagen und unter Umständen sogar einen gravierenden Schaden erleiden. Ein Schutz bis minus 30 Grad genügt, damit in unseren Breitengraden das Kühlwasser flüssig bleibt und Kalkablagerungen und Korrosion verhindert werden.

Beschlagene Scheiben vermeiden: Regelmäßige Reinigung reduziert den Schmierfilm auf den Innenseiten der Scheiben und verringert so die Blendgefahr durch entgegenkommende Fahrzeuge. Saubere Fenster neigen deutlich weniger zum Beschlagen, gänzlich vermeiden lässt sich das im Winter nicht. Heizung, Lüftung und Klimaanlage sorgen jedoch in der Regel schnell für Abhilfe. Zudem bietet der Fachhandel spezielle Antibeschlagsprays und -tücher sowie Luftentfeuchter fürs Auto.

Beleuchtung testen: Für die Verkehrssicherheit ist es wichtig, dass Abblend-, Fern- und Tagfahrlicht ebenso funktionsfähig sind wie Nebel- und Bremsleuchten oder Blinker. Die Lichtanlage sollte daher regelmäßig überprüft und auch gereinigt werden. Bei schwerer Beladung ist die Leuchtweite entsprechend anzupassen, damit der Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge nicht geblendet werden.

Lack schützen: Kleine Lackschäden durch Steinschlag oder Kratzer können sich im Winter schnell ausbreiten. Streusalz und Wasser greifen dann das Metall an und verursachen hässliche Rostflecken. Den besten Schutz vor bösen Überraschungen bietet das Ausbessern dieser Stellen vor Beginn der Frostperiode.

Garagen aus Stoff: Zum Schutz von Autos haben sich sogenannte Halb- und Vollgaragen aus Nylon oder Polyester bewährt. Ausgestattet mit einer solchen Mütze können Schnee, Eis und Regen dem Auto nichts mehr anhaben. Der Fahrer profitiert ebenfalls: Er spart sich das lästige Eiskratzen am Morgen und darf länger frühstücken.

Türdichtungen pflegen: Mit regelmäßigem Einschmieren kann man Fahrzeugtüren und Kofferraumklappe vor dem Einfrieren schützen. Im Fachhandel sind spezielle Pflegestifte auf Silikon- oder Hirschtalgbasis erhältlich. Sie sorgen dafür, dass die Dichtungen geschmeidig bleiben und nicht so schnell am Blech festfrieren.

Notgepäck bei Schnee und Eis: Zum winterlichen Notgepäck gehören Eiskratzer, Schneebesen und Türschloss- Enteiser. Als hilfreich erweisen kann sich aber auch ein Starthilfekabel oder ein Spray, das die Autoscheiben in wenigen Sekunden vom Eis befreit. A.T.U.


Schneeketten richtig anlegen

Wer das Anlegen von Schneeketten trainiert hat, hat im Ernstfall keine Probleme damit. FOTO: CONTI
Wer das Anlegen von Schneeketten trainiert hat, hat im Ernstfall keine Probleme damit. FOTO: CONTI
Winterreifen sind auf Schnee eine prima Sache. Doch an starken Steigungen können auch sie manchmal nichts mehr ausrichten. Ohne Schneeketten im Kofferraum hat man dann ganz schlechte Karten weiterzukommen. Zudem sind diese in vielen Regionen der Alpenländer zeitweise vorgeschrieben.

Damit ihre Montage im Ernstfall möglichst zügig und problemlos über die Bühne geht, ist es ratsam, frühzeitig eine Trockenübung zu absolvieren. Wer schon seit längerem eigene Ketten besitzt und diese zwischenzeitlich in Keller oder Garage eingemottet hat, kann bei dieser Gelegenheit gleich prüfen, ob sie noch in Ordnung sind und zu den aufgezogenen Reifen passen. Sind sie nicht mehr zu gebrauchen, beschafft man sich am besten umgehend ein paar neue.

Übrigens: Diese Antirutschhilfen lohnen sich auch dann, wenn man ein Fahrzeug lenkt, das mit Antiblockiersystem (ABS) oder elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet ist. Da Schneeketten nämlich im Vergleich zu Winterreifen einen besseren Grip bieten, können ABS bzw. ESP im Bedarfsfall noch effektiver arbeiten. GP


Abschleppseil bis Warndreieck

Verbandkasten, Warndreieck oder Reservekanister – wenn es um das Thema Autozubehör geht, halten sich die meisten Fahrer für gut ausgestattet. Doch gibt es neben der gesetzlich vorgeschriebenen Ausrüstung noch weitere hilfreiche Gegenstände. Besonders für die Wintermonate sollten einige Artikel zur Grundausstattung gehören.

Zum gesetzlich vorgeschriebenen Zubehör gehört der Verbandkasten, dabei ist das Haltbarkeitsdatum wichtig. Von Zeit zu Zeit muss der Inhalt ausgetauscht werden. Pflaster und Mullbinden sollten regelmäßig erneuert werden.

Vorgeschrieben ist auch ein Warndreieck. Hier kommt es auf die Standfestigkeit und das reflektierende Material an. Wer keinen Verbandkasten oder kein Warndreieck mitführt, dem droht ein Verwarnungsgeld.

Weitere Zubehörteile, wie ein Starter- oder Überbrückungskabel, sind empfehlenswert. Das sollte in keinem Auto fehIen, da das Kabel bei entladener Batterie Gold wert sein kann. Vor der Starthilfe empfiehlt sich jedoch ein Blick in die Gebrauchsanweisung: Ein falsches Anklemmen der Pole an der Autobatterie kann zu teuren Schäden an der Fahrzeugelektronik führen.

Beim Thema Werkzeug verweist die Deutsche Verkehrswacht auf das mitgelieferte Bordzubehör. Zusätzliches Werkzeug ist durchaus hilfreich, allerdings sollte man sich damit auskennen.

Im Winter stehen auf der Liste der sinnvollen Zubehörteile Eiskratzer, Arbeitshandschuhe, Eisfeger und Tür-Enteiser. mag