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Würzburg

Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe prüfen


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Einige Ausbildungen können Azubis nicht überall absolvieren. Vielleicht ist der neue Betrieb zu weit vom Wohnort entfernt, um bei den Eltern wohnen zu bleiben. Azubis müssen dann den neuen Alltag in der ersten eigenen Wohnung meistern. „Auszubildende, die für ihre neue Lehrstellen umziehen, sollten prüfen, ob sie Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben“, rät Sabrina Schittel vom Azubi-Beratungsbüro Azuro in München. Mit der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Auszubildende, die in einer eigenen Wohnung leben. Wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann zum Beispiel Zuschüsse für Miete, für Fahrten zur Arbeit oder nach Hause zur Familie bekommen.

Ob jemand Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe hat und wie hoch der Zuschuss voraussichtlich ausfällt, können Interessierte mit Hilfe des BAB-Rechners unter www.babrechner.arbeitsagentur.de ermitteln. mag

In diesen Berufen winken hohe Gehälter

Wer Maurer werden will, macht eine duale Ausbildung. Danach – und insbesondere mit einem Meistertitel – verdienen die Fachkräfte oftmals sehr gut. FOTO: INA FASSBENDER, MAG
Wer Maurer werden will, macht eine duale Ausbildung. Danach – und insbesondere mit einem Meistertitel – verdienen die Fachkräfte oftmals sehr gut. FOTO: INA FASSBENDER, MAG
Viele junge Leute glauben, dass sie nur mit einem Studium ein gutes bis sehr gutes Einkommen erzielen können. Ein Trugschluss. Berufstätige, die eine Ausbildung durchlaufen haben, haben mitunter ebenso Top-Gehälter. Vier Beispiele:

Fluglotsen: Sie gehören zu den Spitzenverdienern unter den Nichtakademikern: Fluglotsen sorgen vom Tower oder vom Kontrollzentrum aus für einen reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs in ihrem Sektor. Bewerber müssen das Abitur haben und fließend Englisch sprechen. „Außerdem müssen sie verschiedene Eignungstests durchlaufen“, sagt Thomas Röser vom Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung.

Mechatroniker: Sie arbeiten beispielsweise im Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbau oder im Maschinen- und Anlagenbau. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 3100 bis 3600 Euro.

Handelsfachwirt: Vergleichsweise hohe Gehälter erzielen auch Handelsfachwirte. Sie planen und steuern Geschäftsprozesse. „Nach der Ausbildung haben Handelsfachwirte gleich zwei Abschlüsse in der Tasche“, sagt Röser.

Matse: Anforderungen analysieren, Software entwerfen, programmieren, testen – das sind die Kernaufgaben von mathematisch-technischen Softwareentwicklern. Für eine Ausbildung stellen die Betriebe nach Angaben der BA meist Leute mit Abitur ein. mag

Wie digital ist mein Job?

Die Digitalisierung macht viele Jobs überflüssig – behaupten zumindest manche Forscher und Studien. Doch angehende Lehrlinge müssen deshalb keine Angst haben, dass ihr Ausbildungsberuf in 20 Jahren nicht mehr existiert.

„Dass Berufe wegfallen, sehen wir eher nicht“, sagte Torben Padur vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kürzlich.

Was aber nicht heißt, dass sich Jobs nicht komplett neu erfinden: Die Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik kommen heute zum Beispiel nicht mehr nur, wenn im Bad etwas überläuft oder nicht funktioniert. Stattdessen kümmern sie sich auch um die Installation von Smart-Home-Technik für ein vernetztes Zuhause.

In der Praxis sind solche neuen Technologien meist Zusatzqualifikationen: Betriebe, die damit schon arbeiten, können ihre Azubis bereits darin ausbilden. Darauf sollten angehende Auszubildende ruhig achten, rät Torben Padur. „Als Azubi ist die Frage gar nicht so sehr, ob mein Ausbildungsberuf zukunftssicher ist. Was ich aber machen kann ist zu schauen, wie der Betrieb aufgestellt ist, welche Qualifikationen der vermittelt.“ tmn

Lernstrategien für die Prüfungsphase

Verschiedene Medien zu nutzen, hilft, Lerninhalte besser zu behalten. Mit Laptop und handschriftlichen Zusammenfassungen kommt man gut durch die Prüfungsphase. FOTO: GABBERT, MAG
Verschiedene Medien zu nutzen, hilft, Lerninhalte besser zu behalten. Mit Laptop und handschriftlichen Zusammenfassungen kommt man gut durch die Prüfungsphase. FOTO: GABBERT, MAG
Vor der Prüfung ist nach der Prüfung: In der Klausurenphase oder kurz vor dem Abschluss kommen viele ins Schwitzen – egal ob Azubis oder Berufsschüler.

Mit guten Lernstrategien lässt sich aber ein kühler Kopf bewahren. Dazu: Erstmal einen Überblick über den Stoff verschaffen. „Wer einfach daraufloslernt, bei dem besteht die große Gefahr, sich zu verzetteln“, sagt Martin Krengel, Lerncoach und Buchautor aus Berlin.

Wer einen Überblick hat, orientiert sich an Leitfragen. Was wird verlangt und worin liegt das Ziel der Prüfung? Welche Methoden brauche ich, um mich dem jeweiligen Ziel zu nähern? „Die Lernschritte beim Vokabellernen sind ganz andere als wenn sich ein Studierender auf eine Logik-Klausur vorbereitet“, sagt Lerncoach Krengel. Es kann sich lohnen, bereits im Vorhinein bei anderen nachzufragen, wie Fragestellungen in den Prüfungen aufgebaut sind.

Wer das alles herausgefunden hat, teilt sich den Lernstoff am besten in Themenblöcke ein. „Umfangreiche Stoffmengen sind leichter verdaulich, wenn sie in kleinere Portionen aufgeteilt werden“, sagt Sabine Köster, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studierendenwerkes Karlsruhe.

Schüler und Studenten sollten von vornherein am Ball bleiben, indem sie Vorlesungen oder den Unterricht vor- und nachbereiten. Idealerweise markiert man Texte, und erstellt eigene Zusammenfassungen. Was zunächst nach viel Arbeit klinge, spare an anderer Stelle Frust und Zeit.

Beim Lernen ist es zudem wichtig, verschiedene Methoden zu kombinieren. Nur über den Büchern sitzen und auswendig lernen – das wird monoton. „Das Gehirn ist von Hause aus sehr neugierig und eher gelangweilt, wenn man Lernstoff nur gebetsmühlenartig wiederholt“, so Werner Heister, der Professor ein Buch zum Lernen geschrieben hat.

Das Gehirn lerne richtig gut, wenn die zu lernenden Aspekte von unterschiedlichen Seiten, in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichen Medien beleuchtet würden. tmn

Wie viele Stunden dürfen Auszubildende arbeiten?

Wer eine Ausbildung beginnt, sollte die wichtigsten Regeln zur Arbeitszeit kennen. Diese unterscheiden sich – abhängig davon, ob Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt sind. FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Wer eine Ausbildung beginnt, sollte die wichtigsten Regeln zur Arbeitszeit kennen. Diese unterscheiden sich – abhängig davon, ob Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt sind. FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Wer eine Ausbildung beginnt, macht oft zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Arbeitswelt. Da ist es gut, die wichtigsten Regeln zu kennen: Zum Beispiel zur Arbeitszeit. Wie viele Stunden dürfen Auszubildende maximal arbeiten? Wie sind hier die Regeln? Das unterscheidet sich – je nachdem, ob der Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt ist, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin.

Für Volljährige gelte wie für alle anderen Arbeitnehmer das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Sie dürfen also acht Stunden täglich und an sechs Tagen in der Woche arbeiten – das sind 48 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeit kann auf zehn Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich verlängert werden. Dann muss allerdings sichergestellt sein, dass Auszubildende innerhalb von sechs Monaten im Schnitt nicht mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten.

Für Jugendliche gelten dagegen andere Regeln. Bei Minderjährigen greift das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), wie Bredereck erläutert. Demnach darf der Arbeitgeber Jugendliche nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigen, erklärt der Fachanwalt.

Außerdem regelt das Gesetz, dass Jugendliche nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr beschäftigt werden dürfen. „Für bestimmte Branchen kann es aber Ausnahmeregelungen geben“, so Bredereck. Das trifft etwa für die Gastronomie zu. Auch die Arbeit an Wochenenden sowie an Feiertagen ist nur dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber dafür Ausgleichstage sicherstellt. mag

Das Azubi-Einmaleins: Wissenswertes zum Start in die Ausbildung

Mit der Ausbildung beginnen Berufsanfänger einen neuen Lebensabschnitt. Besonders die erste Zeit ist voller neuer Erfahrungen und Herausforderungen. Damit der Start gut klappt, ist einiges zu beachten – auf persönlicher wie auf rechtlicher Ebene.

- Sie oder Du?: „Damit haben immer noch ganz viele Azubis am Anfang Probleme“, sagt Sabine Bleumortier, Ausbildungstrainerin aus München. „Das geht soweit, dass sie es manchmal wochenlang direkt vermeiden, ihren Ausbilder anzusprechen.“ Um unangenehmes Rumgedruckse zu vermeiden, sollten Azubis sich trauen, einfach nachzufragen.

- Smartphone: Auch das Handy ist ein großes Thema, wenn man frisch ins Arbeitsleben startet. «Man sollte generell versuchen, einen guten Eindruck zu hinterlassen», empfiehlt Bleumortier. Erstmal bleibt das Telefon in der Tasche, im Zweifel orientiert man sich an Kollegen.

- Anschluss finden: Gerade hatte man noch seine Schulfreunde um sich, auf einmal sind da viele neue Kollegen – und die sind vielleicht alle viel älter als man selbst. Bleumortier rät, sich als Azubi in die Gespräche einzubringen und die Kollegen in die Mittagspause zu begleiten. „Nur sich in den Mittelpunkt drängeln, das sollten Auszubildende vermeiden.“

- Ausbildungsvertrag: Ohne einen schriftlichen Vertrag sollte kein Azubi eine neue Stelle anfangen. „Darin sollte alles Wichtige festgehalten sein. Also zum Beispiel: Wer ist der verantwortliche Ausbilder? Was ist das Ziel der Ausbildung, wie ist sie gegliedert?“, sagt Daniel Gimpel, Referent für Berufsausbildung bei der DGB Jugend.

- Ausbildungsinhalte: Neben einem Vertrag gibt es im Optimalfall auch einen betrieblichen Ausbildungsplan. „Der Plan bietet den Auszubildenden Orientierung, welche Aufgaben sie erwarten“, sagt Gimpel. Liegt kein Plan vom Betrieb vor, können Auszubildende immer den Ausbildungsrahmenplan angucken. mag