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Sonderveröffentlichung

Würzburg

Bootwandern: Natur erleben und die Langsamkeit entdecken

Der Fluss führt an einem der landschaftlichen Höhepunkte des Altmühltals vorbei: Die Felsgruppe „Zwölf Apostel“, mächtig aufragende Dolomitfelsen zwischen Solnhofen und Eßlingen, grüßen die Bootsfahrer. FOTO: SEBASTIAN STIPHOUT, TOURISMUSVERBAND NATURPARK ALTMÜHLTAL


Pfeffer´s GmbH Monika & Rainer Pfeffer
Donau Touristik GMBH
Almresort GK Betriebs GmbH
Biolandhaus Arche
Tagsüber gemächlich auf dem Fluss gleiten und nachts den Sternenhimmel bewundern, während das Lagerfeuer knistert – die Vorstellung, frei wie Huckleberry Finn flussabwärts zu fahren, begeistert nicht nur Kinder. Eine schöne Möglichkeit, dieses Abenteuer in die Realität umzusetzen, ist das Bootwandern.

Bei diesem Freizeitspaß verbinden sich Natur, Sport und Entspannung zu einem intensiven Erlebnis. Besonders geeignet für eine Familien-Kanutour ist die Altmühl in Franken, die als langsamster Fluss Bayerns gilt und damit optimale Voraussetzungen bietet, um hinter jeder Flussbiegung etwas Neues zu entdecken. Insgesamt 120 Kilometer lang ist die Bootwanderstrecke von Gunzenhausen bis Töging bei Dietfurt, auf der sich zahlreiche Wasserfreunde tummeln, während Paddler wochentags die Ruhe auf dem Fluss genießen.

Schätze aus vergangenen Zeiten entdecken: In Fossiliensteinbrüchen lassen sich mit Hammer und Meißel versteinerte Urzeittiere und -pflanzen aus dem Gestein holen. FOTO: DIETMAR DENGER
Schätze aus vergangenen Zeiten entdecken: In Fossiliensteinbrüchen lassen sich mit Hammer und Meißel versteinerte Urzeittiere und -pflanzen aus dem Gestein holen. FOTO: DIETMAR DENGER
Wahlweise mit dem Kajak, Kanu oder Kanadier geht es vorbei an einem abwechslungsreichen Gebiet, von einem der landschaftlichen Höhepunkte des Altmühltals – der Felsgruppe „Zwölf Apostel“ – bis zu sonnigen Wacholderheiden. Auch das kühle Nass selbst hält Naturschauspiele bereit: Man kann Fische beobachten oder Libellen beim Tanz auf dem Wasser zugucken. Das langsame Gleiten auf dem Fluss entschleunigt, im Einklang mit der Natur erlebt man Außergewöhnliches – mit etwas Glück streckt sogar ein Biber neugierig den Kopf aus dem Wasser.

Doch Bewegung an frischer Luft tut ja bekanntlich nicht nur gut, sondern macht auch hungrig. Ein Glück, dass sich Urlauber während der wohlverdienten Ruderpausen in den gemütlichen Gasthäusern des Altmühltals kulinarisch verwöhnen lassen können. Paddelwilligen Naturfreunden stehen an der Altmühl viele Möglichkeiten zur Verfügung: Man kann sowohl Tagestouren als auch mehrtägige Kanuabenteuer buchen – Boote sowie Ausrüstung können vor Ort ausgeliehen werden.

Ein Highlight, nicht nur für Kinder, ist die Übernachtung im Zelt direkt am Fluss – ausgewiesene Bootsrastplätze machen es möglich. Apropos Kinder: Für kleine Entdecker gibt es entlang der Altmühl noch mehr Interessantes. In Fossiliensteinbrüchen können sie die Jurazeit quasi anfassen, denn mit Hammer und Meißel lassen sich hier echte versteinerte Urzeittiere und -pflanzen aus dem Stein holen. epr

www.naturparkaltmuehltal.de

Natur- und Wellnesshotel Höflehner GmbH

Operngenuss in Australiens Outback

Zur unsterblichen Musik von Verdi, Puccini, Bizet und Rossini taucht der Sonnenuntergang den wohl berühmtesten Felsen der Welt in ein tiefes Rot: Am 2. November gastiert Opera Australia erstmals am einst Ayers Rock genannten Uluru, dem spirituellen Herzen der Aborigine- Kultur im Australiens Northern Territory. Vor dem Hintergrund des spektakulären Uluru-Kata-Tjuta-Nationalparks sowie der Kunstinstallation „Field of Light“ von Bruce Munro lockt ein exklusiver und einzigartiger Konzertabend. Die Solisten der Opera Australia begleitet ein Kammerorchester unter der Leitung von Tahu Matheson. Dabei erwacht das „Field of Light“ zum Leben, eine riesige Kunstinstallation aus 50000 bunten Glaskugeln unter freiem Himmel. Seit 2016 erleuchtet das Werk von Bruce Munro die Nacht im Outback. jpb

www.northernterritory.com/de
www.ayersrockresort.com.au

Der Zauberwald von Brocéliande

Wer Fantasie mitbringt, wird reich belohnt – der Zauberwald von Brocéliande lebt von und in der Vorstellungswelt der Besucher. FOTO: YVON BOELLE/BRTC
Wer Fantasie mitbringt, wird reich belohnt – der Zauberwald von Brocéliande lebt von und in der Vorstellungswelt der Besucher. FOTO: YVON BOELLE/BRTC
König Artus, Merlin und Excalibur sind nicht nur auf den Britischen Inseln zuhause, sondern auch in der keltisch geprägten Bretagne. Dort breitet sich der Zauberwald Brocéliande aus. Hier sollen bis heute unglaubliche Dinge geschehen.

Dieser Zauberwald gilt seit Menschengedenken als magischer Ort. Hier erstreckt sich das Tal ohne Wiederkehr, in dem die Fee Morgana ihre untreuen Liebhaber für alle Zeiten gefangen hält. Hier liegt der See von Comper, in dem Ritter Lanzelot in einem Unterwasserschloss aufwuchs und aus dem König Artus das Schwert Excalibur empfing. Hier liegt das Grab des Zauberers Merlin, dessen Mutter eine Heilige und dessen Vater der Teufel gewesen sein soll.

Die meisten dürften diesen Wald irgendwo in Britannien vermuten. Doch die Artus-Sage ist keltischen Ursprungs und damit auch in der Bretagne zuhause. Und eben hier, in der Hochbretagne westlich von Rennes, befindet er sich: La forêt de Brocéliande.

Ein Wald, der früher weite Teile der bretonischen Halbinsel bedeckte und jetzt noch etwa 7000 Hektar umfasst. Ein Wald von dem man sagt, dass man aus ihm herauskomme wie aus einem Traum. Der Zauberwald von Brocéliande ist so real, dass man ihn sogar ins Navi eingeben kann. „Paimpont, Frankreich“ ist die Adresse.

Die meisten Besucher dürften den verwunschenen Wald von einem der Ferienorte an der bretonischen Küste aus ansteuern. Es ist eine leicht hügelige Landschaft mit Feldern, kleinen Wäldchen und eingestreuten Ortschaften. Lange ist nichts ausgeschildert, so dass man meinen könnte, einem Mythos aufgesessen zu sein.

Doch dann plötzlich erreicht man eine Anhöhe und blickt auf einen ausgedehnten Wald herab. Ein Startpunkt ist das effektvoll gestaltete Themenzentrum La Porte des Secrets in den Nebengebäuden einer alten Abtei im verträumten Dorf Paimpont. Dort werden vor allem junge Besucher in den Sagenkreis von Brocéliande eingeführt. tmn