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Sonderveröffentlichung

Main-Spessart

Hilfe in Zeiten von Corona

Regionale Anbieter leisten mit Lieferdiensten ihren Beitrag für die Nahversorgung der Bevölkerung. FOTO: GETTY IMAGES

Öffnungszeiten, Sondervereinbarungen, Lieferservices

GWF Winzerkeller Stetten
Getränke Ott
Elviras Bauernladen
Reformhaus Weber
Franz Metzgerei
Walter & Pascal Müller GbR
Fischer & Kümmert GbR
Weimann Nachfolger GmbH
In Zeiten von Corona müssen vor allem ältere Menschen und solche, die zur Risikogruppe gehören, zuhause bleiben. Wenn keine Familienangehörigen da sind, die Einkäufe und andere Besorgungen erledigen können, brauchen diese Menschen schnelle Unterstützung, die beispielsweise von einer ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe kommen kann. 

So startet die Stadtverwaltung in Marktheidenfeld laut einer Pressemitteilung ein Servicetelefon für Bürger, das Helfer und Hilfesuchende in der Coronavirus-Krise zusammenbringen soll.

Bürger, die ihre Hilfe anbieten möchten, können sich dort melden und mit ihren Kontaktdaten in eine Liste eintragen lassen. Ältere, kranke oder hilfsbedürftige Menschen können sich melden, wenn sie Unterstützung beim Einkaufen von Lebensmitteln, bei der Besorgung von Medikamenten, bei Botengängen oder sonstige Hilfe benötigen.

Die Vermittlungsstelle für nachbarschaftliche Unterstützung ist von montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter ü(09391) 500425 und per E-Mail an coronahilfe@marktheidenfeld.de erreichbar.

Auch in den Grunddörfern rund um Bischbrunn, Oberndorf und Esselbach hat sich eine Nachbarschaftshilfe gebildet. Iris Schreck aus Esselbach, Heiko Winkler aus Oberndorf und Karolin Dinkel aus Kredenbach fanden sich über facebook zusammen und gründeten die „Nochberschofdshilfen im Grund“. Bereits nach kurzer Zeit kamen die ersten Hilfeanfragen, die die drei Initiatoren entgegennahmen und über die Gruppe an die Helfer weiterleiteten.

Die Hilfsbereitschaft ist so groß, dass die erste Hilfe-Anfrage nach dem Einstellen in die facebook-Gruppe innerhalb einer Minute drei Hilfsangebote aufweisen konnte. Der Oberndorfer Heiko Winkler rief die Gruppe ins Leben: „Das war eine spontane Aktion. Mir ging es darum, wenn jemand nicht aus dem Haus kann oder darf, dass man ihm hilft. Diejenigen, die können, helfen denen, die es nicht mehr können oder dürfen. Das ist die Idee der Sache“.

Schnell wuchs die facebook-Gruppe an und damit war auch klar, dass es viele hilfsbereite wie auch einige hilfsbedürftige Menschen gibt. Auch die Kredenbacherin Karolin Dinkel ist mit Herzblut bei der Sache: „Nur gemeinsam ist man stark und deswegen helfen wir alle zusammen. Zu sehen, wie in einer Krisensituation zusammen geholfen wird, ist toll. Keiner muss und sollte sich hier alleine fühlen.“

Iris Schreck aus Esselbach engagiert sich bisher in ihrer Gemeinde für den Kindergarten, die Kinderfeuerwehr und die Kirche. „Mir sind meine Mitmenschen wichtig. In der derzeitigen Situation soll sich niemand allein gelassen fühlen. Wir wollen für die Menschen da sein und ihnen in diesen turbulenten Zeiten zur Seite stehen.“ In der ersten Zeit gingen vor allem Hilfsanfragen bezüglich Einkaufen ein. Es scheint also durchaus viele Menschen zu geben, die die alltäglichen Dinge alleine nicht mehr bewerkstelligen können.

Da gerade ältere Menschen häufig nicht über das Internet erreichbar sind, wurden mittlerweile Flyer ausgeteilt sowie Plakate aufgehängt. Die Hilfsangebote beschränken sich momentan auf den kostenlosen, ehrenamtlichen Einkaufsservice, wobei die Initiatoren auch für andere Hilfsbedürftigkeiten offen sind.

Auch regionale Anbieter leisten gerade jetzt durch Lieferdienste ihren Beitrag für die Nahversorgung, egal ob Getränke, Fleisch und Wurst direkt vom Bauernhof, Bio-Lebensmittel, Käsespezialitäten, frische und geräucherte Fische, Wein und sogar Heimtier- und Gartenbedarf. Einige der Betriebe aus Ihrer Region finden Sie auf dieser Seite.

Weitere Unternehmen mit Lieferservice gibt es in einer Broschüre des Landratsamtes Main Spessart unter www.main-spessart.de/themen/regionalmanagement. ww