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Sonderveröffentlichung

Schweinfurt

Den Lebenslauf überzeugend gestalten

Ein Lebenslauf ist schnell erstellt? Nicht ganz. Gerade wer schon in jungen Jahren auf viel Erfahrung zurückblickt, muss selektieren. FOTO: CHRISTIN KLOSE, TMN

Eure Chance für unsere Zukunft

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Die Beschreibung des Ausbildungsplatzes klingt attraktiv. Jetzt geht es darum, mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen, sprich: sich zu bewerben. Neben einem überzeugenden Anschreiben muss auch ein perfekt gestalteter Lebenslauf her. Doch wer dabei die aktuellen Standards und Vorgaben nicht beachtet, läuft Gefahr, dass die Bewerbung schnell aussortieren.

Was sich gut macht: „Die erste Seite des Lebenslaufs als Deckblatt mit einem Foto des Bewerbers gestalten“, erklärt Jutta Boenig. Sie ist Inhaberin einer Beratungsgesellschaft in Überlingen und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK).

Auf dem Deckblatt platziert der Bewerber zuoberst sein Foto, darunter seinen Namen, dann das Geburtsdatum und die Anschrift. „Ein solches Deckblatt ist stilvoll, aber kein Muss“, findet Boenig.

Ratsam ist es, auf dem Deckblatt ein prägnantes Kompetenzprofil hinzuzufügen und dabei mit Stichpunkten zu arbeiten. Dafür sollte man Fakten auflisten (Mitarbeit in einer Jugendgruppe, Mitgliedschaft in einem Sportverein – am besten mit persönlichen Erfolgen garniert) und nicht Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft oder Kreativität.
  
Zuletzt zählt der Bewerber seine weiteren Kenntnisse, Sprachen, IT-Fähigkeiten sowie Hobbys auf.

Vorlagen für Lebensläufe gibt es im Internet ohne Ende. Boenig rät davon ab, sie zu verwenden: „Es macht einen besseren Eindruck, einen Lebenslauf individuell anzulegen.“ Wer dennoch auf Vorlagen aus dem Internet setzt, sollte sie zumindest teilweise abändern, um dem Ganzen wenigstens ein bisschen eine persönliche Note zu geben. tmn

Ausbildung in der Medienproduktion neu geordnet

Die duale Berufsausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton bekommt eine neue Ausbildungsordnung. Das teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit.

Die wichtigste Änderung: Die bislang eigenständigen Ausbildungen zum Film- und Videoeditor sowie zum Mediengestalter Bild und Ton werden zusammengeführt.

Von August 2020 an gibt es damit nur noch einen einheitlichen Ausbildungsweg in der technischen Medienproduktion. Auszubildende sollen sich laut den BIBB-Infos verstärkt mit der Aufbereitung von Inhalten für Online-Plattformen und Social Media befassen. mag

Konto für Azubis oft ohne Gebühren

Die meisten Konten kosten mittlerweile Geld. Ausnahmen gibt es teilweise für Studenten und Auszubildende: Banken und Sparkassen bieten ihnen häufig gebührenfreie Kontomodelle an, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Dafür müssen die jungen Kunden Nachweise vorlegen, zum Beispiel den Ausbildungsvertrag.

Ist die Ausbildung oder das Studium abgeschlossen, fallen allerdings Gebühren an. tmn

Döpfner Betriebs-GmbH + Co. KG

Schulabgänger haben die Qual der Wahl

Immer häufiger haben Jugendliche keine Ahnung, wie es nach der Schule weitergehen soll. Über Ausbildungsmöglichkeiten informieren sich junge Leute immer später.

Um eine passende Lehrstelle zu finden, müssen Jugendliche sich frühzeitig über ihre Wünsche klarwerden. Der erste Schritt ist daher, die eigenen Interessen und Stärken zu analysieren. Danach raten Experten zum Praxistest im Wunschberuf. Nicht immer steckt dahinter, was man sich vorstellt. Ein Jugendlicher braucht in dieser Phase Helfer. Das könnten Eltern, Freunde oder Berufsberater sein. Auch ein Praktikum, ein Schülerjob oder der Besuch von Berufsmessen könnten Aufschluss geben. Es hilft auch, mit Leuten zu reden, die den vermeintlichen Traumjob schon haben. Der Beruf der Erzieherin z.B. besteht nicht nur aus Spielen mit Kindern, sondern auch aus Büroarbeit oder dem Erstellen pädagogischer Konzepte.

Hat Jugendliche nach dem Probetag im Kindergarten die Realität eingeholt, sollten sie das als Schritt nach vorn verstehen. Immerhin haben Jugendliche heute bei der Ausbildungssuche im wahrsten Sinne die Qual der Wahl: Es gibt etwa 360 Ausbildungsberufe. Das Ranking führen Einzelhandelskaufleute an, auf Platz zwei stehen Verkäufer, dann kommen Bürokaufleute. tmn

Es muss nicht immer der Großkonzern sein

In manchen Regionen finden Jugendliche eher in Kleinbetrieben einen Ausbildungsplatz als in großen Unternehmen. Vorteilhaft ist vor allem, dass Auszubildende von Anfang an in die Betriebspraxis einbezogen werden. Das erklärt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „planet-beruf.de“. In einem kleinen Handwerksbetrieb etwa können Lehrlinge früh eigenverantwortlich Tätigkeiten übernehmen. Entscheidungen fallen bei weniger Mitarbeitern oft schneller, das Betriebsklima ist familiär - und der Meister oder die Firmeninhaberin selbst kümmert sich um die Auszubildenden. Wer darauf Wert legt, fühlt sich in einem Kleinbetrieb wohl.

Wichtig sei aber, sich vorab ein möglichst gutes Bild vom Ausbildungsunternehmen zu machen. Gibt es geregelte Abläufe, gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, wie stehen die Chance auf eine Übernahme? Zu bedenken ist, dass die Aufstiegsmöglichkeiten in Kleinbetrieben nicht so gut sind wie in großen Unternehmen. tmn

IT-Berufe werden neu geregelt

Für vier Ausbildungen im IT-Bereich gibt es ab August 2020 eine neue Ausbildungsordnung. Darüber informiert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Es geht um angehende Fachinformatiker, IT-System-Elektroniker, Kaufleute für Digitalisierungs-Management und Kaufleute für IT-System-Management. Wer eine Ausbildung zum Fachinformatiker anstrebt, kann demnach künftig zwei weitere Fachrichtungen wählen: Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung. Angehende IT-System-Elektroniker beschäftigen sich ab August noch intensiver mit Elektrotechnik.

Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Digitalisierungs-Management ersetzt die bisherige Ausbildung zum Informatikkaufmann oder -frau. Ihre Aufgabe wird es sein, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf der operativen Ebene zu fördern.

Bei den Kaufleuten für IT-System-Management liegt der Schwerpunkt auf der Vermarktung von IT-Dienstleistungen sowie dem Management und der Administration von IT-Systemen. mag