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Würzburg

Die Alpen-Skigebiete rüsten weiter auf

32 Prozent der Deutschen geben laut Umfrage an, innerhalb der letzten drei Jahre Probleme mit einem Telekommunikationsunternehmen gehabt zu haben. FOTO: ULI DECK, DPA

Jede Wintersaison bringt neue Gondeln und Lifte in den Alpen. Im Wettbewerb um Gäste versprechen die Skigebiete kürzere Wartezeiten, mehr Komfort oder bessere Einstiege für Kinder und Menschen mit Behinderungen. Die Zahl der neuen Anlagen ist immens, laut dem Portal „Skiresort.de“ sind es diesmal mehr als 80. Hier einige Bemerkenswerte:

Barrierefreiheit am Jenner

Vom Königssee im Berchtesgadener Land fährt in diesem Winter eine neue Gondelbahn zur Bergstation auf den Jenner. Sie ersetzt die rund 65 Jahre alte Seilbahn. Neben der kürzeren Wartezeit und einer um 20 Prozent höheren Kapazität verspricht die neue Anlage vor allem auch mehr Barrierefreiheit.

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Wegweisende neue Verbindung im Salzburger Land

Mit der Fertigstellung des „zellamseeXpress“ können Wintersportler direkt vom Glemmtal in das Skigebiet Schmittenhöhe bei Zell am See fahren. Doch das ist nicht das Ende: Verläuft alles nach den Plänen der örtlichen Seilbahnbetreiber, wird gegenüber der neuen Talstation im Glemmtal bald ein weiterer Lift gebaut. Der soll direkt in den Skicircus Saalbach-Hinterglemm führen. Mit dieser Verbindung würde das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs entstehen. 347 Pistenkilometer wären dann über die Lifte und Gondeln erfahrbar. Bis dahin bleibt die Möglichkeit, von der Talstation des „zellamseeXpress“ in Viehhofen mit dem Bus nach Saalbach zu fahren und dort in den Skicircus einzusteigen.

Direkt von Kaprun zum Kitzsteinhorn

Bisher gab es nur einen Weg von Kaprun im Salzburger Land zum Gletscher am Kitzsteinhorn: per Auto oder Bus zu den beiden Seilbahnen außerhalb des Orts fahren und dann hinauf auf den Berg. Das ändert sich nun: Mit der neuen „3K K-onnection“ gelangt man – mit Zwischenstopp auf dem Kapruner Hausberg Maiskogel – direkt vom Ort zum Gletscherskigebiet.

Gondeln statt Sessellift am Arlberg

Bekannt für seine Aussicht war der Schindlergrat-Sessellift in St. Anton am Arlberg. Doch nach 40 Jahren hat die Anlage ausgedient und wird von einer Zehner-Gondelbahn ersetzt. Die bietet einen Ausstieg an der bisherigen Bergstation, führt dann aber neu noch rund 400 Meter weiter und bringt Wintersportler zu drei weiteren Abfahrten.

Aus der Steiermark nach Argentinien

An der Planai in Schladming wird die Hauptseilbahn durch eine neue ersetzt. Diese bringt 3800 Wintersportler pro Stunde – und damit 70 Prozent mehr als bisher – auf den Hausberg der Skihochburg in der Steiermark, heißt es von der örtlichen Tourimusagentur. Für die alte Gondelbahn geht es nach 33 Jahren Einsatz auf eine große Reise: Sie wird nach Südamerika verschifft, wo sie im Sommer 2021 im Skigebiet Las Lenas ˜ in den argentinischen Anden wieder in Betrieb gehen soll.

Bahnhof mit Seilbahnanschluss in Grindelwald

Am Eigergletscher in der Schweiz steht ein Großprojekt vor dem Abschluss. Mitte Dezember eröffnen in Grindelwald eine Bahnstation und ein Teil eines neues Seilbahnterminals: Die Männlichenbahn nimmt den Betrieb auf und fährt in 19 Minuten ins gleichnamige Skigebiet. Ab Winter 2020 soll der Eiger Express folgen, der von Grindelwald binnen einer Viertelstunde zur Station Eigergletscher fährt.

Neue Kabinenbahnen im Verbund Dolomiti Superski

Gleich neun alte Lifte wurden im Verbund Dolomiti Superski in Südtirol ersetzt, zu dem zum Beispiel Cortina d’Ampezzo, Alta Badia, Kronplatz und Gröden zählen.

Am Kronplatz nimmt die Zehner-Gondelbahn Rara ihren Betrieb anstelle des gleichnamigen Vierer-Sessellifts auf. Ebenfalls zehn Sitze haben die neuen Gondeln der Kabinenbahn La Crusc 2 im Skigebiet Alta Badia. Dolomiti Superski versammelt 12 Südtiroler Skigebiete, die 452 Lifte und 1200 Kilometer Pisten bieten. tmn

Skifahren lernen beim Olympiasieger

Bei Olympiasieger Gustav Thöni entdecken auch die Kleinen die Liebe zum Skifahren. FOTO: BELLA VISTA (ENNO KAPITZA)
Bei Olympiasieger Gustav Thöni entdecken auch die Kleinen die Liebe zum Skifahren. FOTO: BELLA VISTA (ENNO KAPITZA)
Im Südtiroler Trafoi gehört Skifahren zur Kindererziehung dazu. Und wer könnte bessere Tipps geben als ein Olympiasieger und fünffacher Weltmeister? So wie Gustav Thöni (68), Seniorchef im altehrwürdigen Hotel „Bella Vista“. Das versteckt sich im hintersten Winkel des Oberen Vinschgaus, in der ersten von siebenundvierzig Kehren hinauf zum Stilfser Joch.

Die höchste Passstraße der Ostalpen ist im Winter natürlich tief verschneit und für den Verkehr gesperrt. Dafür öffnet das kleine, aber feine Skigebiet von Trafoi seine Naturschneepisten. Die Talstation befindet sich in Schneeballwurfentfernung zum Belle-Epoque-Hotel. ´ Und gleich hinter dem Hotel haben die Thönis einen Übungshang mit Anfängerlift geschaffen.

Wer die Bretter schon beherrscht, findet jede Menge Pistenkilometer im nahen Sulden und in der Ortler Skiarena, einem Zusammenschluss von 15 Skigebieten im Umkreis von nur 50 Kilometern: Ski-Spaß zwischen den Palmen Merans und den Almen Trafois. tt