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Sonderveröffentlichung

Würzburg

Die rechte Hand des Pharmazeuten

Als PTA sind vielfältige Aufgaben in der Apotheke zu bewältigen. FOTO: ABDA


MainRadiologie
Uniklinikum Würzburg
Gemeinschaftspraxis Dr. W. Barina und Dr. H. Reh - Innere Medizin/Gastroenterologie
für Innere Medizin, Dialysezentrum Prof. Dr. Schramm, Dr. Zimmermann, PD Dr. Netzer, Dr. Heyd-Schramm
Dr. Harald Simmel, MSc Zahnarzt
PTA Berufsfachschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten
Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) arbeiten zumeist in der Apotheke. Hauptsächlich informieren und beraten sie dort – unter der Aufsicht eines Apothekers – den Patienten bei der Arzneimittelabgabe und stellen Rezepturen her. Sie sind u. a. auch im Krankenhaus oder der Industrie tätig. Die Ausbildung ist medizinisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet und dauert zweieinhalb Jahre.

Voraussetzung für die Ausbildung als PTA ist ein Realschul- oder gleichwertiger Abschluss. Daneben sollten gut schulische Leistungen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern nachgewiesen worden sein. Manuelle Geschicklichkeit, die Fähigkeit zu sorgfältigem und verantwortungsvollem Arbeiten sind ebenso unerlässlich wie Kontaktfreude und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen.

Die PTA-Ausbildung dauert 2,5 Jahre: eine zweijährige schulische Ausbildung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten privaten Berufsfachschule und eine sechsmonatige praktische Ausbildung in der Apotheke. An der Schule erhalten die angehenden PTA Unterricht in Fächern, wie Chemie, Galenik, Botanik, Drogenkunde, Arzneimittelkunde, Ernährungskunde, Diätetik und Körperpflegekunde. Daneben stehen praktische Übungen zur Untersuchung von Körperflüssigkeiten, Erkennung von Arzneipflanzen, Herstellung verschiedener Arzneiformen auf dem Lehrplan. In den Ferien müssen die PTA-Schüler ein vierwöchiges Praktikum in einer Apotheke ableisten. Die schulische Ausbildung endet mit schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen.

An die Ausbildung in der PTA-Schule schließt sich die praktische Ausbildung in der Apotheke an. Die Bearbeitung ärztlicher Verschreibungen, Beschaffung von Informationen sowie Beratung von Patienten zur ordnungsgemäßen Anwendung und Aufbewahrung von Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren gehört zu den Aufgaben einer zukünftigen PTA.

Weiterhin werden die PTA mit der Prüfung von Arzneimitteln, Arznei- und Hilfsstoffen sowie der Herstellung von Arzneimitteln und deren Preisberechnung vertraut gemacht.

Aber auch Kenntnisse über die für die Apotheke wichtigsten Rechtsvorschriften werden vermittelt. Während der Ausbildung in der Apotheke ist ein Tagebuch zu führen. Die praktische Ausbildung endet mit der mündlichen Prüfung im Fach „Apothekenpraxis“. ABDA

Zahnarzt benötigt kompetentes Fachpersonal

Zahnmedizinische Fachangestellte kümmern sich z.B. auch um die Mundhygiene der Patienten. FOTO: OBS/ABVIRIS/ ROBERT KNESCHKE
Zahnmedizinische Fachangestellte kümmern sich z.B. auch um die Mundhygiene der Patienten. FOTO: OBS/ABVIRIS/ ROBERT KNESCHKE
Praxisabläufe koordinieren, bei der Behandlung assistieren oder auch mal einen ängstlichen Patienten beruhigen – so vielseitig wie die spätere Tätigkeit ist auch die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die Inhalte werden im dualen System vermittelt. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden nicht nur in der Zahnarztpraxis, sondern auch in der Berufsschule lernen.

Als erster Anlaufpunkt für Patienten werden angehende Zahnmedizinische Fachangestellte in Hinblick auf Kommunikation, Beratung und Betreuung geschult. Hierunter fallen beispielsweise das Verhalten in Konfliktsituationen. Das Arbeiten im Team sowie Qualitäts- und Zeitmanagement sind ebenso Lerninhalte der Ausbildung wie rechtliche Grundlagen, die Vermittlung von Wissen zu Praxisorganisation und Verwaltung inklusive Rechnungswesen sowie die Abrechnung von Leistungen.

Aber auch das zahnmedizinische Wissen und Geschick kommen nicht zu kurz: Durchführung von Hygienemaßnahmen, Grundlagen der Prophylaxe, Assistenz bei der zahnärztlichen Behandlung, sowie Röntgen und Strahlenschutz, Hilfe bei Unfällen und der Umgang mit Arzneimitteln stehen in den Ausbildungsinhalten. Pro Dente

Unverzichtbar in der Arztpraxis

Medizinische Fachangestellte organisieren den Betriebsablauf in der Arztpraxis. FOTO: GETTY IMAGES
Medizinische Fachangestellte organisieren den Betriebsablauf in der Arztpraxis. 
FOTO: GETTY IMAGES
Sie managen die Praxis, kümmern sich um die Patienten und müssen stets freundlich sein: Medizinische Fachangestellte sind die rechte Hand von Ärztinnen und Ärzten.

Die medizinischen Kenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten der Medizinischen Fachangestellten können lebensrettend sein – zum Beispiel dann, wenn ein Notfall erkannt und schnell reagiert werden muss. Aber nicht nur Extremsituationen machen den Berufsalltag spannend.

Auch die ganz normalen Tätigkeiten sind jeden Tag eine Herausforderung: Sie nehmen Blut ab und untersuchen es im Labor, sie legen Verbände an, verabreichen Spritzen, schreiben Elektrokardiogramme, prüfen die Lungenfunktion, erläutern ärztliche Verschreibungen, erinnern an Früherkennungsmaßnahmen, sie wickeln den Schriftverkehr ab, planen Termine, bestellen Material, organisieren und führen Hausbesuche durch und bereiten die Abrechnung vor.

Breit gefächert sind auch die Einsatzmöglichkeiten: Medizinische Fachangestellte arbeiten heute längst nicht mehr nur in Arztpraxen oder Medizinischen Versorgungszentren. Sie sind ebenso in arbeitsmedizinischen Zentren, Klinikambulanzen, Reha-Einrichtungen und medizinischen Laboratorien, aber auch in der medizinischen Forschung, pharmazeutischen Industrie sowie in Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens tätig.

Auch wenn es formal keine Voraussetzungen für die Ausbildung gibt, sehen Arbeitgeber gerne einen Realschulabschluss mit guten Noten – etwa in Biologie oder Mathematik. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System, d.h. in der Praxis und in der Berufsschule. In der Regel hat die bzw. der Auszubildende zwischen zehn und 13 Wochenstunden Berufsschulunterricht, der sich auf zwei Berufsschultage verteilt. In einigen Bundesländern gibt es überbetriebliche Ausbildungen zur Ergänzung des Lehrplanes. tmn/VmF

Realistische Vorstellung wichtig bei Quereinstieg

Für Quereinsteiger in Kitas und Pflegeheimen ist es wichtig, realistische Vorstellung vom neuen Arbeitsfeld zu haben. So gelingt die Integration in den neuen Job eher, wie eine Studie des Deutschen Jugendinstituts zeigt. Sie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

In Interviews mit Quereinsteigern zeigte sich, dass zum Beispiel die Diskrepanz zwischen der theoretischen Ausbildung und der beruflichen Praxis zum Teil zu Frustration führt. In den Einrichtungen herrscht oft Zeitdruck und Personalmangel, gelerntes Wissen kann da nicht immer umgesetzt werden.

Um solche Frustration im Job zu vermeiden, ist es daher den Einrichtungsleitern zufolge wichtig, dass ein Quereinsteiger bereits praktische Berührungspunkte mit ihrem neuen Berufsfeld hatte – etwa in früheren Jobs oder auch im Privatem. Auch die Motivation für den Quereinstieg spielt eine Rolle. Wer sich von sich aus für einen Wechsel in den Pflegeberuf entscheidet, integriert sich den Experten zufolge oft besser als vermittelte Arbeitskräfte. tmn

Weiterentwicklung der Pflegeberufe

Das Pflegeberufegesetz wird ab 1. Januar 2020 das Alten- und das Krankenpflegegesetz ablösen. Ziel ist, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu modernisieren, attraktiver zu machen und den Berufsbereich aufzuwerten.

Kern des Pflegeberufegesetzes ist die Einführung einer dreijährigen, generalistischen beruflichen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau“/„Pflegefachmann“. Die schulische und praktische Ausbildung dient der Vermittlung von Kompetenzen für die selbstständige und prozessorientierte Pflege von Menschen in allen Versorgungsbereichen. pflegeausbildung.net