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Digitale Orientierung

Viele Veranstaltungen zur Berufsorientierung finden während der Pandemie digital statt. FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG  

Wer auf der Suche nach dem Traumausbildungsplatz ist, kann während der Corona-Pandemie andere Wege nutzen als sonst vielleicht üblich. Das Portal „Planet-Beruf“ der Bundesagentur für Arbeit stellt einige Möglichkeiten vor.

Beim „Azubi-Speed-Dating“ kommen (derzeit nur online) Ausbildungsbetriebe und Schülerinnen sowie Schüler zusammen. In 10 bis 15 Minuten können sich die künftigen Azubis mit Ausbilderinnen und Ausbildern unterhalten und Fragen stellen. Manchmal bekommt man direkt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Infos zu aktuellen Terminen und zur Terminbuchung finden sich online bei den zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHK), den Handwerkskammern oder der örtlichen Arbeitsagentur.

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Auch Ausbildungsmessen finden während der Pandemie im Internet statt. Ähnlich wie in einem Videospiel können Interessierte zum Beispiel durch eine virtuelle Messehalle laufen und sich an den Ständen zu verschiedenen Arbeitgebern informieren. Manchmal lassen sich bereits vor der Messe feste Gesprächstermine mit Betrieben vereinbaren. Interessierte können sich über eine Chat-Funktion direkt mit den Ausbildungsverantwortlichen in einem Betrieb unterhalten, so dass sich beide Seiten ein Bild voneinander machen können. Die kostenlose App „Azubi-Welt“ der Bundesagentur für Arbeit bietet Videos, Bilder und Steckbriefen zu Ausbildungsberufen. mag

Legasthenie: Nachteilsausgleich nutzen

Wer eine Lese-Rechtschreib- oder eine Rechenstörung hat, sollte im Abitur, im Studium oder in der Ausbildung Nachteilsausgleiche und Hilfestellungen nutzen. Das erklärt Annette Höinghaus vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) auf dem Portal „abi.de“ der Bundesagentur für Arbeit. So könne, wer Dyskalkulie (Rechenstörung) hat, im Abitur einen Rechner benutzen.

Bei Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) kann statt der schriftlichen eine mündliche Prüfung absolviert oder ein PC mit Korrekturhilfe genutzt werden. Der Nachteilsausgleich sollte die Beeinträchtigung bestmöglichst ausbalancieren. Beratungsstellen des Studentenwerks oder der Prüfungsausschuss der zuständigen Handwerks- bzw. Industrie- und Handelskammer können hilfreiche Anlaufstellen sein. Abiturienten sollten sich früh um eine medizinische Diagnose kümmern, damit sie ihren Anspruch auf Nachteilsausgleich durchsetzen können. mag

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