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Direktvermarkter + Hofläden - Qualität und Frische aus der Region

Direktvermarktung fördert kürzere Versorgungsketten, ein saisonales Sortenangebot und den direkten Kontakt zu den Lebensmittel-Produzenten. FOTO: GETTY IMAGES

Viele Menschen in Europa wissen nicht mehr, woher ihre Nahrungsmittel stammen: Die Versorgungsketten sind lang und unübersichtlich, die Erzeugnisse werden häufig auf dem Weltmarkt gehandelt und im Supermarkt verkauft. Das führt dazu, dass Verbraucher die Herkunft nicht mehr nachvollziehen können. Diese globale, industrielle Nahrungsmittelproduktion hat zur Entstehung eines Monopols im Agrarsektor und in der Ernährungswirtschaft geführt. Eine kleine Anzahl von Unternehmen kontrolliert das Angebot an Saatgut und Agro-Chemikalien, die Verarbeitung, die Logistik und sogar die Nahrungsmittelproduktion.

Zunehmend geht die Beziehung zwischen Verbrauchern und Landwirten verloren. Das gilt insbesondere für all jene, die in der Stadt leben, wo hauptsächlich Supermärkte und Discounter Lebensmittel bereitstellen. Die Nahrung liegt verpackt im Regal, Hinweise auf ihre Herkunft fehlen meist. Abbildungen auf Verpackungen sind irreführend, wenn z.B. ein Huhn aus Massentierhaltung von einem idyllischen Bauernhof verziert wird. 

Als Reaktion auf die industrialisierte Landwirtschaft und die Bereitstellung der Nahrungsmittel durch Konzerne entwickeln sich neue Organisationsformen der Nahrungsmittelversorgung wie Wochenmarkt, Hofladen oder Gemüsekiste. Diese Formen der Direktvermarktung fördern kürzere Versorgungsketten, ein saisonales Sortenangebot, die Kultivierung alter Sorten und den direkten Kontakt zu den Menschen, die die Lebensmittel produzieren.

Weltweit werden 70 Prozent der Nahrungsmittel von bäuerlichen Betrieben produziert. Sie schaffen Arbeitsplätze im ländlichen Raum und leisten einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssouveränität. Die Landwirte bekommen mit Direktvermarktung (also dem direkten Verkauf der Erzeugnisse an die Konsumenten) fairere Preise für ihre Produkte. Im Durchschnitt vermarktet einer von sechs bäuerlichen Betrieben mehr als die Hälfte seiner Erzeugnisse direkt.

Regionale Lebensmittel sind eine Alternative zu den zunehmend globalisierten und von Konzernen kontrollierten Versorgungsketten. Der Erfolg von Bauernmärkten und regionaler Vermarktung überall in Europa zeigt, dass dies möglich ist.

Informationen zu regionalen Produkten in der Nähe unter: www.oekolandbau.de/service/adressen/einkaufsfuehrer/

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