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Sonderveröffentlichung

Bad Kissingen

Einweihung THW Bad Kissingen

Erst ein paar Monate ist Philipp Kiesel Ortsbeauftragter. Trotzdem erlebt er einen der größten Momente in der Geschichte des Bad Kissinger THW mit: Seit 1. September richten sich die Aktiven im zwei Millionen Euro teuren Neubau im Maria-Ward-Weg ein.

mit Tag der offenen Tür am 29. September 2019

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Das Technische Hilfswerk (THW) ist als Bundesanstalt zuständig für die technische Hilfe bei Katastrophen, öffentlichen Notständen und größeren Unglücksfällen. Dafür sind die mehr als 80 000 ehrenamtlichen Helfer in 668 Ortsverbänden mit jeder Menge Technik ausgestattet: Pumpen, Kabel, Strom-Aggregate oder Scheinwerfer.

Im Landkreis Bad Kissingen war der Ortsverband bisher in der Waldsiedlung Rottershausen untergebracht. Nun hat der Bund für zwei Millionen Euro eine neue Unterkunft am Bad Kissinger Maria-Ward-Weg gebaut, am Samstag, 28. September, ist Einweihung samt kirchlichem Segen durch Pfarrvikar Michael Schmitt.

Die Einsatz-Fahrzeuge in der neuen Halle.
Die Einsatz-Fahrzeuge in der neuen Halle.
„Rottershausen war vielen Mitgliedern zu weit, jetzt sind wir hier mitten im Landkreis angesiedelt“, freut sich Philipp Kiesel. Der 23-Jährige ist erst mit 18 Jahren dem THW beigetreten, trotzdem wählten ihn die rund 110 Mitglieder im November zum neuen Ortsbeauftragten. Dem Reiterswiesener steht Bernd Kirchner aus Nüdlingen als Stellvertreter zur Seite. „Einfach war's nicht“, blickt er auf die ersten Monate seiner Amtszeit zurück. Vier bis fünf Tage pro Woche sei er aktuell für sein Ehrenamt im Einsatz: Umzug, Ferienprogramm, die „Sandsack-Challenge“ in der Innenstadt und Übungen halten den Ortsbeauftragten auf Trab. Trotzdem: „Bis jetzt habe ich es nicht bereut“, zieht er eine positive Zwischenbilanz.

Zu den rund 110 Mitgliedern im Ortsverband gehören laut Kiesel rund 25 Aktive und 15 Jugendliche. Die Mitglieder seien zwischen sechs und 90 Jahre alt und kommen aus dem gesamten Landkreis – von Platz bis Hammelburg und von Oerlenbach bis Aschach. Und die zentrale Lage habe sich bereits bewährt: Während des Umzugs kamen zwei Jugendliche spontan vorbei und interessierten sich für die Arbeit des THW. Umgekehrt habe es bis jetzt keine „Verluste“ gegeben: Selbst zwei Mitglieder aus dem Nachbarlandkreis Schweinfurt blieben dem THW-Ortsverband treu, weil die Kameradschaft so gut sei.

Die Fahrzeug-Halle hat eine Nutzfläche von 326 Quadratmetern.
Die Fahrzeug-Halle hat eine Nutzfläche von 326 Quadratmetern.
„Die Büro-Möbel sind alle neu, aber den Server haben wir umgezogen“, berichtet Philipp Kiesel. „Wir haben uns auch von einigen alten Dingen getrennt.“ Das sei vor allem älteren Mitgliedern manchmal schwergefallen. „Einige sind ja bereits 1981 von Bad Kissingen nach Rottershausen umgezogen“, sagt Kiesel. Damals hatte der THW-Ortsverband die Lindesmühle räumen müssen. Die Unterkunft in Rottershausen habe ihren „ganz eigenen Charme“ gehabt, aber die beiden neuen Gebäude würden sehr gut ankommen. Unter anderem gibt es zusätzliche Büros, eine Werkstatt, einen Raum für die Jugend und Technik-Räume.

Die Unterkunft öffnet am Sonntag, 29. September, von 11.30 bis 17 Uhr. Geplant sind Führungen, eine Fahrzeug-Ausstellung, Mitmach-Stationen, eine Torwand und eine Hüpfburg. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. R. Ruppert


Das THW ist eine Bundesanstalt

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Weil das THW eine Bundesanstalt in der Zuständigkeit des Bundesinnenministeriums ist, trat die Landesbaudirektion Bayern als Bauherrin auf. Für die Ausführung war das Staatliche Bauamt Schweinfurt zuständig. Baubeginn war im Sommer 2017, die Kosten waren auf 1,77 Millionen Euro veranschlagt, haben sich aber auf zwei Millionen Euro erhöht. Eine Küche hat der Förderverein beigesteuert.