Elektromobilität: Was bei Wallboxen und Ladekabeln zu beachten ist Image 1
Anzeige

Elektromobilität: Was bei Wallboxen und Ladekabeln zu beachten ist

Fotos: Gettyimages

Die Elektromobilität ist nicht mehr länger ein Trend der Zukunft – sie ist im Hier und Jetzt angekommen. Seit spätestens Mitte 2020 hat die Verbreitung von E-Autos in Deutschland einen kräftigen Schub nach vorn gemacht. Es folgten neue Rekorde bei den monatlichen Neuzulassungen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 waren es rund 350.000. Heute fahren weit über eine Million elektrisch betriebene Auto und Plug-In-Hybride auf den Straßen der Republik. Und jedes dieser Fahrzeuge trägt zu einer Reduzierung von gefährlichen Treibhausgasemissionen und somit zu einer klimafreundlichen Mobilität bei.

„Wer mit der Anschaffung eines Elektroautos liebäugelt, sollte gleich die passende Ladeinfrastruktur im Blick behalten“, raten Obermeister Jürgen Weth und Ausbildungsleiter Roland Klöffel von der Innung für Elektro- und Informationstechnik Schweinfurt. Zwar gibt es immer mehr öffentliche Ladesäulen, weil der Ausbau erheblich vorangetrieben wird. Gleichwohl ist eine eigene Ladestation zuhause von großem Vorteil.

Der Einbau einer sogenannten „Wallbox“ wurde zuletzt massiv vom Staat gefördert. Auch wenn zum Jahresende die Fördertöpfe leer sind, geht die Elektroinnung von einem raschen Auffüllen wie in den Vorjahren aus, spätestens nach Bildung der neuen rot-grün-gelben Bundesregierung. Weth und Klöffel berichten von einem „Riesen-Run“ der Kunden auf die Mitgliedsbetriebe mit Aufträgen zur Installation von Wallboxen. Mancher hätten sich eine solche Ladestelle in der Garage einbauen lassen, obwohl er noch nicht einmal ein E-Auto besitzt, weil die Förderkonditionen derart interessant seien, so der Ausbildungsleiter.

Nicht nur für die fachgerechte Installation sind die Mitgliedsbetriebe der Elektroinnung genau die richtigen Ansprechpartner. Sie beraten zugleich kompetent rund um dieses Thema und zu verschiedenen Aspekten. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Wallbox über eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach anzuschließen.

Elektromobilität: Was bei Wallboxen und Ladekabeln zu beachten ist Image 2

So kann das Elektroauto mit eigens produziertem, grünem Strom „betankt“ werden. Interessenten erhalten auch Informationen dazu, welche technischen Möglichkeiten es für jene gibt, die in einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus wohnen. Nicht nur die Ladeinfrastruktur ist hier wichtig, sondern auch ein intelligentes Lademanagement vor allem in den Abendstunden, wenn meist alle nach der Rückkehr von der Arbeit gleichzeitig ihre E-Autos laden wollen. Auch bei Anträgen mit der Stromversorgung helfen die Elektroinnungsbetriebe gerne weiter, und sie schauen vor Ort, ob die Leitung zuhause überhaupt stark genug für eine Ladesäule ist.

Ein Rat ist dem Innungsobermeister noch sehr wichtig: Die mitgelieferten „Notladekabel“, die immer wieder von Autoverkäufern für das Laden von E-Fahrzeugen zuhause als „Ladekabel“ bezeichnet werden, seien nicht für das Dauerladen an einer normalen Steckdose geeignet, warnt Jürgen Weth. Bei der benötigten Spitzenleistung von 3,5 Kilowatt gehe die Schuko-Steckdose recht schnell kaputt. „Es ist wirklich nur ein Notladekabel für Ausnahmefälle, das sollte man schon wissen.“ spf

Weitere Themen