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Sonderveröffentlichung

Schweinfurt

Aus der Historie und der Gegenwart

Zwei Damen, die sichtlich gerne in Frankenwinheim leben: Weinprinzessin Dana Sperling (links) und Juliane Böhm vom Vorstand des SV Frankenwinheim. FOTO: STEFAN POLSTER

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Frankenwinheim wurde 779 in einer Schenkung an das Kloster Fulda erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf lag ab dem Jahr 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es wurde 1806 durch Bayern mediatisiert, 1810 dem Großherzogtum Würzburg überlassen, ehe es 1814 endgültig an Bayern zurück fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Herausragender Mittelpunkt Frankenwinheims ist die katholische St. Johanneskirche. FOTO: POLSTER
Herausragender Mittelpunkt Frankenwinheims ist die katholische St. Johanneskirche. FOTO: POLSTER
Heute ist Frankenwinheim mit rund 1000 Einwohnern die zweitkleinste Gemeinde des Landkreises Schweinfurt und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen. Zum Ort gehören 29 Hektar Rebfläche der Lage Rosenberg. Das weit über den Ort hinaus bekannte Weinfest ist dieses Jahr von 26. bis 29. Juli anberaumt.

Das Ortsbild beherrscht die katholische Pfarrkirche, die den beiden Johannes (Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten) geweiht ist. Die ältesten Teile des Kirchenbaus gehen auf das späte 15. Jahrhundert zurück. Der wohl bekannteste Sohn des Ortes ist der Würzburger Fürstbischof Rudolph von Scherenberg, der 1401 im hiesigen Schlossgut auf die Welt gekommen ist. Ihm zu Ehren wurde vor diesem Haus ein Denkmal errichtet. ast

Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Herbert Fröhlich. FOTO: ELMAR WALTER
Bürgermeister Herbert Fröhlich. FOTO: ELMAR WALTER
Liebe Leserinnen und Leser, das Dorf Frankenwinheim liegt im lieblichen Tal der Weidach. Die zwischen Steigerwald und Main gelegene, altfränkische Weinbaugemeinde mit ihrem Ortsteil Brünnstadt zählt derzeit 982 Einwohner.

Zusammenhalt wird in der zweit kleinsten Gemeinde des Landkreises Schweinfurt großgeschrieben. Das zeigt das rege Vereinsleben, es gibt fast 30 Vereine und Gruppierungen, die das Gemeindeleben mitgestalten. Viele Feste und Veranstaltungen werden erfolgreich gestemmt, allen voran das große, jährliche Frankenwinheimer Weinfest Ende Juli. Auch das Backofenfest in Brünnstadt am zweiten Juli-Sonntag ist ein gern besuchtes Fest.

Die Einbindung der Jugend in das Gemeinschaftsleben, sei es in der Feuerwehr, bei der KLJB, bei den Musikkapellen, im Sportverein oder im Tanzsportclub, freut mich sehr.

Auch die Zusammenarbeit zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde funktioniert hervorragend. Ein Beispiel dafür ist unser Begegnungszentrum St. Johannes. Es wird für kirchliche und politische Veranstaltungen genutzt, so wie für die regelmäßigen Treffen unserer Seniorengemeinschaft. Aber auch Jugendräume sind hier untergebracht.

Mit Freude sehe ich, dass unser Dorf jungen Familien Heimat ist und bleiben soll. Hier spielt sicherlich die gewährleistete Grundversorgung mit Metzger, Bäcker, Gaststätte und Kindergarten in Frankenwinheim eine große Rolle. Außerdem können unsere Schüler im nahegelegenen Gerolzhofen die Grund-, sowie die weiter führenden Schulen besuchen.

Zudem hebt die Nähe zu den Städten Schweinfurt, Würzburg und Bamberg die Attraktivität von Frankenwinheim. Das Radwegenetz in Richtung Volkach zum Mainradweg, aber auch die Verbindung zum Steigerwald als Naherholungsgebiet wird gut angenommen. Die gepflegte Landschaft mit ihren Weinbergen rund um das Dorf lädt zu Spaziergängen ein.

Die anhaltende Nachfrage an Baugrund veranlasste uns, die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Frankenwinheim voranzutreiben. Es besteht voraussichtlich ab Herbst 2019 die Möglichkeit, mit dem Bau erster Eigenheime dort zu beginnen. Im Ortsteil Brünnstadt hat die Gemeinde Baugrundstücke gekauft, die jetzt von Bauwilligen von der Gemeinde erworben werden können.

Eine durchweg berühmte Persönlichkeit hat der Ort ebenfalls hervorgebracht: Fürstbischof Rudolph von Scherenberg wurde 1401 in Frankenwinheim geboren. Ihm zu Ehren ist nicht nur der Scherenbergsaal und eine Straße benannt, sondern auch die Scherenbergmedaille für verdiente Persönlichkeiten. Wer mehr über die Weinbaugemeinde Frankenwinheim wissen möchte, kann unsere Internetseite www.frankenwinheim.de besuchen. Dort ist in Wort und Bild vieles zu finden.

Persönlich schätze ich die Menschen hier, für die Gemeinschaft, Nachbarschaftshilfe und das Aufeinander zugehen eine Selbstverständlichkeit ist. Ich wünsche uns allen, die wir unsere Heimat lieben, weiterhin viel Freude an unserer erhaltenswerten Region. Ihr Herbert Fröhlich

Als Frankenwinheim aufblühte

Dass Frankenwinheim viele schöne Ecken hat, stellten einst die Juroren beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ fest. 1996 wurde die Gemeinde am Rosenberg mit der Goldmedaille beim Landeswettbewerb und mit der silbernen beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet.

Im Vorjahr lieferten die Bewohner von Frankenwinheim und Brünnstadt einen weiteren Beweis. Die beiden Orte präsentierten sich beim „Tag der offenen Gartentür“ des Landkreises Schweinfurt von ihrer schönsten Seite. „Wie ein großer Garten mit unterschiedlichen Facetten“, beschrieb die Main-Post das, was die zahlreichen Besucher beeindruckte.

Mit viel Liebe zum Detail hatten nicht nur 12 Privatleute ihre Gärten geschmückt. Auf den Wegen dazwischen grünte und blühte es zur Freude der zahlreichen Besucher, die sich durch die Rosenberggemeinde schlängelten. Ein buntes Programm rundete das Ganze ab.

Beim Tag der offenen Gartentür im Vorjahr zeigte sich einmal mehr der gute Zusammenhalt der örtlichen Vereine und Gruppierungen. ast

Brünnstadt feiert am Backofen

FOTO: STEFAN POLSTER
FOTO: STEFAN POLSTER
Zu Frankenwinheim gehört der Ortsteil Brünnstadt. Prägend im 220 Einwohner zählenden Dorf ist der Dorfplatz mit der katholischen Filialkirche St. Bonifatius. Nicht weit davon entfernt wacht das 1745 errichtete Standbild des Heiligen Wendelinus über den Platz. Dort lässt sich auch gut feiern. Am historischen Backofen wird seit 1998 das Backofenfest gefeiert, in diesem Jahr am 7. Juli. Zum Backofenfest gehört in jedem Fall der frische Käseplootz. ast