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Sonderveröffentlichung

Schweinfurt

Für die perfekte Überraschung: Geschenke schöner verpacken

Landkarten aus alten Büchern ergeben ein schönes – und ungewöhnliches – Geschenkpapier. FOTO: ROBERT GÜNTHER, TMN

   

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Kein Weihnachten ohne Geschenke. Und keine Geschenke ohne Verpackung. Der Grund dafür ist ganz einfach: „Eine Verpackung steigert die Vorfreude des Beschenkten und erhöht den Überraschungseffekt beim Auspacken. Sie gibt einem Geschenk eine persönliche Note und verleiht ihm das gewisse Etwas“, erklärt Gisela Jelinek, Geschenke-Expertin und Mitarbeiterin im Bereich Visual Merchandising im Kaufhaus Oberpollinger nähe des Münchner Karlsplatzes.

Für Weihnachten 2018 gibt es einen Farbtrend: Silber oder Weiß sind nach Ansicht des Verbandes Deutscher Papierfabriken aktuell modern. Als Kontrast dazu bietet sich neben Schwarz Petrol, Rauchblau und Dunkelgrün an – auch als Aufdruck. Auf Papier werde oftmals aufgegriffen, was auch bei den Dekorationen beliebte Formen sind. Aktuell: elegant wirkende Diamanten, Kränze, Kugeln und Sterne. Erhalten bleiben aber auch die Farbklassiker Rot, Grün und Gold.

Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt jedoch, auf glitzerndes Papier zu verzichten. „Der Herstellungsaufwand für Glitzerpapier ist enorm hoch“, erläutert Philipp Sommer, stellvertretender Leiter für den Bereich Kreislaufwirtschaft. „Es enthält oft Aluminium, das so dünn ist, dass es sich nicht mehr sauber trennen und recyceln lässt.“

Die Stärke des Geschenkpapiers ist entscheidend dafür, dass die Geschenke später auch formschön sind.               FOTO: KLOSE, TMN
Die Stärke des Geschenkpapiers ist entscheidend dafür, dass die Geschenke später auch formschön sind.               FOTO: KLOSE, TMN
Das gilt auch für Papier, das mit Folie überzogen ist: „Beschichtetes Geschenkpapier kann praktisch nicht recycelt werden: Das Papier und die Folie verschmelzen beim Recyclingprozess“, erklärt Sommer. „Das Material landet daher am Ende meist in der Müllverbrennungsanlage.“ Sein Tipp: „Um Abfall zu vermeiden, verwendet man am besten Papier, das im Haushalt vorhanden ist.“

Wem Zeitungsseiten nicht festlich genug sind oder wer kein Geschenkpapier mehr aus den Vorjahren zur Hand hat, kann zum Verpacken auch große Kalenderblätter oder alte Stadtpläne verwenden. Bei neuem Papier greift man am besten zu Bögen, die mit dem Label Der Blaue Engel gekennzeichnet sind. „Das Umweltzeichen zeigt an, dass 100 Prozent Recyclingpapier verwendet wird und keine gefährlichen Chemikalien enthalten sind“, so Sommer.

Das Verpacken – das ist für manchen so eine Sache. Statt schick und schön wirken Pakete mitunter eher schief, krumm und tragen Falten. Jelineks Tipp dazu: Die Stärke des Papiers ist entscheidend dafür, dass die Geschenke formschön werden. „Das Papier für Kartonagen sollte am besten etwas stabiler sein. Um saubere, glatte Kanten und Umrisse zu erzielen, eignet sich festes Material. Zu dünnes Papier reißt schnell oder verknittert.“

Ist der Karton des einzupackenden Produktes nicht quadratisch oder rechteckig, empfiehlt die Verpackungsexpertin, dieses besser in passende Kartonagen, Stoff sowie Papier- oder Stofftaschen zu stecken. Ist der Produktkarton nicht stabil oder es gibt keinen und die Präsente sind weich wie zum Beispiel bei Socken oder Tücher, dann rät Jelinek, diese in Seidenpapier einzuschlagen. Darüber erst kommt dann stabiles Geschenkpapier. Das verhindert, dass der Beschenkte, das noch verpackte Präsent schon erfühlt - „so ist auch der Überraschungseffekt größer“, ist Jelinek überzeugt.

Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe greift gerne eine japanische Tradition auf. Dort werden Geschenke in einem Furoshiki eingepackt, einem Multifunktionstuch, das sich auch als Tasche verwenden lässt. „Das Geschenktuch kann man immer wieder verwenden und hebt sich optisch von anderen Geschenken ab.“ Weiterer Vorteil: Das Tuch lässt sich verknoten und kommt damit ohne Klebeband aus.

Als Dekoration des Geschenks bieten sich neben selbstgebastelten Anhängern oder Federn saisonal passend natürlich Weihnachtskugeln, Strohsterne und Lebkuchenherzen an. „Die Dekoration ist ja sozusagen die Handschrift des Verschenkenden“, erklärt Jelinek. „Besonders schön ist, wenn man die Deko am Geschenk danach für die eigene Weihnachtsdekoration weiterverwenden kann.“ Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt, hierfür möglichst auf natürliche Materialien zurückzugreifen und beispielsweise statt Anhängern aus Plastik lieber Tannenzapfen oder Zweige zu verwenden. tmn

Bratapfel mit Marzipankern

Kaum zu glauben, dass sich das Jahr nun bald dem Ende neigt. Was könnte da schöner sein als so ein richtig netter Kaffeeklatsch mit einer Freundin oder der Familie? In meiner romantischen Vorstellung zieht der Duft von Bratäpfeln durchs Haus. Was mich aber am meisten stört, ist die schrumpelige Haut des Apfels. Zum Glück habe ich einen Weg gefunden, um das zu vermeiden.

Zutaten für vier Personen:
4 Äpfel, 50 Gramm Marzipan, 1 EL Puderzucker, 50 Gramm flüssige Butter, 2 Esslöffel Semmelmehl, 2 Esslöffel Zucker, Zimt, 2 Esslöffel gehackte Walnusskerne, 4 halbe Walnusskerne

Zubereitung:
1. Die Äpfel schälen und mit einem Ausstecher das Gehäuse entfernen.
2. Das Marzipan mit dem Puderzucker verkneten, zu vier Rollen formen und die Äpfel damit füllen.
3. Nun den Zucker, Zimt und Semmelmehl gut vermischen, den Apfel mit der flüssigen Butter bestreichen und in dem Gemisch wälzen, bis die ganze Oberfläche gut damit bedeckt ist.
4. Die restliche Butter mit dem übrigen Zucker-Zimt-Semmelmehl-Gemisch und den gehackten Nüssen vermengen und als kleine Deckel auf die Äpfel geben.
5. Die vier Äpfel in eine Auflaufform setzen und 30 Minuten bei 200 Grad Ober-und Unterhitze im Ofen braten. Danach zur Verzierung jeweils einen halben Walnusskern auf den Apfel setzen und das Ganze mit einer Kugel Vanilleeis servieren. tmn