Gesund beginnt im Mund Image 1
Sonderveröffentlichung

Würzburg

Gesund beginnt im Mund

Um die Zähne gesund zu halten, sind regelmäßige Zahnarztbesuche notwendig. FOTO: DIRK KROPP/PRODENTE E.V.

am 25. September 2019

Fronemann & Spitzl
Dr. Winfried Gärtner und Kollegen Zahnärzte
Dr. Jobst & Kollegen
Der 25. September ist der Tag der Zahngesundheit. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Gesund beginnt im Mund – Ich feier' meine Zähne!“. Im Mittelpunkt steht die Mundgesundheit von Jugendlichen; der Tag möchte diese motivieren, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, indem er sie über zahnmedizinische Zusammenhänge aufklärt.

Um die Mundgesundheit deutscher Teenager steht es erfreulich gut. Entsprechende Studien haben ergeben, dass hierzulande acht von zehn Zwöfljährigen kariesfreie Zähne haben – doppelt so viele wie im Jahr 1997. Damit ist Deutschland bei der Zahngesundheit von Jugendlichen zusammen mit Dänemark internationaler Spitzenreiter. Dieser Erfolg geht auf die breite Nutzung von fluoridhaltigen Zahnpasten, regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt, die Versiegelung der Backenzähne sowie eine flächendeckende Gruppenprophylaxe vor allem in Kitas und Schulen zurück.

Am 25. September ist der Tag der Zahngesundheit. FOTO: TDZ
Am 25. September ist der Tag der Zahngesundheit. FOTO: TDZ
Besonders erfreulich ist, dass die Entwicklung über alle sozialen Schichten hinweg positiv verläuft. Auch Kinder mit einem vergleichsweise niedrigen Sozialstatus haben heute wesentlich gesündere Zähne als noch vor 20 Jahren. „Die Zahnmedizin zeigt beispielhaft, dass Prävention, die früh greift, gesundheitliche Ungleichheiten reduzieren, wenn auch nicht vollständig beseitigen kann“, sagt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Die engmaschige Prophylaxe erfasst auch benachteiligte Kinder und Jugendliche und sollte – auch für die 14- bis 17-Jährigen – von der Gesundheitspolitik weiter gefördert werden.“

„Teenager treffen vermehrt Entscheidungen ohne die Eltern, auch was ihren Lebensstil betrifft“, erklärt Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene. „Das hat Folgen für die Mundgesundheit, denn Zähneputzen, gesunde Ernährung und regelmäßige Besuche in der zahnärztlichen Praxis gehören nicht unbedingt dazu.“ Um Jugendliche vom Sinn der Zahnpflege zu überzeugen, spricht der Tag der Zahngesundheit sie zu diesem und vielen anderen Themen über einen eigenen Instagram-Kanal an. Darüber hinaus hat der Verein für Zahnhygiene altersgerechte Info-Flyer produziert. tdz


Nicht die Bakterien füttern

Trotz täglicher Mundhygiene kann Karies entstehen und am Ende muss der Zahnarzt bohren. Einzige Maßnahmen: Vorbeugen durch Zahnpflege, tägliche Mundhygiene, Prophylaxe und die richtige Ernährung.

Zähne pflegen

Belag bildet eine gute Brutstätte für Bakterien. Deshalb zweimal täglich Zähne putzen.

Weniger Zucker essen

Eine Reduzierung des Zuckergehalts in der Nahrung führt zu deutlich weniger Kariesbefall. Süßstoffe und Süßungsmittel können eine Alternative sein.

Seltener Zucker essen

Wer den Inhalt einer Weingummi-Tüte im Verlauf eines Tages verzehrt, schadet seinen Zähnen mehr als jemand, der alles auf einmal isst. Wird kein neuer Zucker „nachgeliefert“, lässt die Säureproduktion im Mund nach einiger Zeit nach.

Bewusst auf Stärke achten

In Kartoffelchips oder Brot ist viel Stärke, die von den Bakterien zu Säure verarbeitet wird.

Mehr kauen

Rohkost oder Vollkornbrote müssen stärker gekaut werden. Das regt den Speichelfluss an. Der Speichel neutralisiert die Säure im Mund und spült die Zähne.

Auf Fluoride achten

Bevorzugen Sie fluoridhaltige Nahrungsmittel. Das Fluorid aus der Nahrung hemmt die bakterielle Besiedlung der Zahnoberfläche und erhöht die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes. godentis


Auf Kinder spezialisiert

Einige kinderzahnärztliche Teams sind speziell für die Behandlung von Kindern ausgebildet. Ein guter Kinderzahnarzt spricht direkt mit dem jungen Patienten und nicht über seinen Kopf hinweg mit den Eltern. Außerdem erklärt er alles so, dass das Kind es versteht und nimmt sich Zeit für Fragen. Die Ausstattung der Praxis ist auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. godentis