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Haßberge

Girokonto und Steuer-ID – Was zum Berufsstart alles benötigt wird

Zwar kann man weiterhin ein Sparschwein füttern, doch ein Girokonto ist für Azubis unabdingbar. FOTO: MONIQUE WÜSTENHAGEN

Von der Schulbank in den Beruf – ein wichtiger Schritt für jeden. Vor dem Start in die Ausbildung gilt es einiges zu entscheiden und zu organisieren. Darum müssen sich die Jugendlichen jetzt kümmern:

- Girokonto: Wer noch kein eigenes Girokonto hat, muss nun eines eröffnen. Vergleichen lohnt sich. Das Konto sollte generell gebührenfrei sein, am besten auch über die Ausbildung hinaus. Um allein ein Girokonto eröffnen zu können, ist Volljährigkeit Voraussetzung. Ansonsten müssen die Eltern mit unterschreiben.
- Krankenversicherung: Die Familienversicherung gilt für Azubis nicht mehr, sie müssen eine eigene gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Auch hier sollte man sich informieren, denn es gibt Unterschiede sowohl beim Beitrag als auch bei den Leistungen.

So bieten einige Krankenkassen Bonusmodelle, die auch für Auszubildende interessant sein können oder haben Zusatzleistungen für junge Menschen im Programm.

Achtung: Die Anmeldung bei der Krankenkasse der Wahl muss spätestens zwei Wochen nach Beginn der Lehre erfolgt sein.

- Sozialversicherungsnummer: Zum Start der betrieblichen Ausbildung wird ein Sozialversicherungsausweis mit Sozialversicherungsnummer benötigt. Den erhalten Azubis automatisch per Post vom Rentenversicherungsträger, wenn es sich um die erste Ausbildung und damit um den ersten sozialversicherungspflichtigen Job handelt. Er muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Eigentlich ist der SV-Ausweis seit einigen Jahren kein Ausweis im ursprünglichen Sinne mehr, dennoch begleitet uns das Schreiben vom Start in den Beruf bis zur Rente. Am besten wird es, ebenso wie die folgenden Jahresmeldungen, in den Jobunterlagen abgeheftet.

Ganz wichtig: Sind die persönlichen Daten korrekt vermerkt? Nur wenn alle Angaben stimmen, werden die Beiträge für die spätere Rente von Anfang an richtig verbucht. Entdecken sie einen Fehler, sollten Berufsanfänger dies melden und eine Berichtigung beantragen.

- Steuer-ID: Auch die Steuer-ID muss dem Ausbildungsbetrieb mitgeteilt werden. ID steht dabei für Identifikationsnummer. Elf Ziffern – unveränderlich und dauerhaft. Diese persönliche Nummer wurde vor einigen Jahren jedem Deutschen per Post zugeschickt. Sollte das entsprechende Schreiben nicht mehr auffindbar sein, kann man sich die ID vom Bundeszentralamt für Steuern unter www.bzst.de erneut zustellen lassen.

- Ärztliche Untersuchung: Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nur ausgebildet werden, wenn sie innerhalb der letzten 14 Monate vor Ausbildungsbeginn ärztlich untersucht worden sind und dem Arbeitgeber hierüber eine Bescheinigung aushändigen. Dadurch soll verhindert werden, dass sie mit Arbeiten beschäftigt werden, die ihre Gesundheit oder Entwicklung gefährden. Die sogenannte Erstuntersuchung ist kostenlos, der Arzt frei wählbar. Den dafür erforderlichen Untersuchungsberechtigungsschein gibt es bei der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule oder dem Gewerbeaufsichtsamt.

Alles erledigt? Dann steht dem Start in eine spannende und erfolgreiche Ausbildung nichts mehr im Weg. tt