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Sonderveröffentlichung

Main-Spessart

Grünschnitt häckseln und weiternutzen

Grünschnitt von Bäumen, Hecken und Sträuchern lässt sich mit dem Häcksler selbst zerkleinern und anschließend im eigenen Garten etwa als Mulchschicht nutzen. FOTO: DJD/STIHL


Humus Werk Main-Spessart GmbH & Co. KG
Mähler Forst- und Gartentechnik
Die Blumenwerkstatt Rippel
In den Herbstwochen laufen Heckenschere und Motorsäge im Dauerbetrieb. Schließlich ist dies der beste Zeitpunkt, um rechtzeitig vor der Frostperiode Bäume, Sträucher, Hecken und Co. zurückzuschneiden. Die Resultate dieser Anstrengungen sind nicht zu übersehen: Große Berge an Grünschnitt, die der Hobbygärtner anschließend zum nächsten Wertstoffhof zu transportieren hat. Dabei lässt sich das Naturmaterial durchaus im eigenen Garten weiterverwenden. Fein gehäckselt, wird daraus Mulch, mit dem sich beispielsweise Beete winterfest machen lassen.  

Gefragt als Mulchschicht oder für den Kompost

Voraussetzung dafür ist ein eigener Motorhäcksler, mit dem sich der Grünschnitt schnell und effektiv zerkleinern lässt. Wichtig für die eigene Sicherheit: Freizeitgärtner sollten das Gerät stets mit Schutzhandschuhen und -brille ausgerüstet bedienen. Die zerkleinerten Pflanzenreste seien buchstäblich ein Schatz für den eigenen Garten, sagt Stihl Experte Jens Gärtner: „Den Kauf von Rindenmulch beispielsweise kann man sich vielfach sparen. Das Häckselgut eignet sich sehr gut zum herbstlichen Mulchen von Beeten und dient gleichzeitig als Nährstoffquelle für den Boden.“ Kombigeräte unter den Elektrohäckslern können sowohl weiche Pflanzenreste als auch starkes Astmaterial zerkleinern. Übrigens ist das kleingeschnittene Pflanzenmaterial nicht nur zum Mulchen geeignet. Wer selbst kompostiert, kann es auch dort zum Auflockern des Kompostmaterials verwenden.

Böden kräftesparend auflockern mit Motorhacke

Auflockern lautet auch das Motto für alle, die im eigenen Garten oder zum Beispiel in einer Kleingartenanlage selbst Gemüse anbauen. Im Herbst, wenn die Ernte vorbei ist, steht das Umgraben an. Dadurch wird der Boden aufgelockert und bereits auf die nächste Wachstumssaison vorbereitet. Vor allem bei schweren, eher lehmigen Gartenböden empfiehlt sich dieser Arbeitsschritt. Wer dabei Muskeln und Gelenke schonen will, kann sich diese Arbeit mit einer Motorhacke deutlich erleichtern. Hackmesser brechen selbst feste Erde einfach auf, der Hobbygärtner muss die Motorhacke dabei lediglich führen. djd

Obstbäume im Herbst pflanzen

Solange im Herbst und Winter der Boden nicht gefroren ist, kann man noch viele Obst- Sträucher und -bäume in den Garten setzen. Das gilt insbesondere für die sogenannten wurzelnackten Gehölze.

Diese Pflanzen bieten Händler in der Regel nur von Oktober bis März an. Im Gegensatz zu Topfpflanzen haben sie keine Erde um die Wurzeln. Sie sind meist preiswerter, da die Baumschulen weniger Aufwand und Kosten damit hatten. Ohne Probleme kann man vor allem frostunempfindliche Obstbäume wie Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschge, Mirabelle und Kirsche im Herbst pflanzen, so das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft. Aprikosen- und Pfirsichgehölze sollte man besser erst ab dem Frühjahr setzen.

Das Pflanzloch muss rund 50 bis 60 Zentimeter tief sein und einen Durchmesser von einem Meter haben, erklären die Experten. Ist der Boden verdichtet, besser etwas mehr ausheben und später das Loch mit Komposterde auffüllen. Das hilft den neu wachsenden Wurzeln sich zu auszubreiten.

Das Loch am besten nur so hoch befüllen, dass die Veredelungsstelle noch mindestens 10 Zentimeter über der Bodenoberfläche liegt. Diese Stelle erkennt man an einem verdickten Wulst am Stammende. Wenn man diese Stelle im Boden eingräbt, wachsen dort Wurzeln und die Kronenveredelung überwächst die Stammunterlage – dadurch ist die Wirkung der Veredelung weg.

Neben den Obstbaum kann man einen stützenden Pfahl einschlagen – er sollte bis zur Krone reichen, aber nicht weiter. Am besten steht er eine Hand breit vom Stamm entfernt – dabei sollte man ihn zur Hauptwindrichtung des Standortes ausrichten. mag

Einlagerung von Kübelpflanzen hinauszögern

Tropenpflanzen sollten vor dem ersten leichten Frost eingelagert werden.  FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Tropenpflanzen sollten vor dem ersten leichten Frost eingelagert werden. 
 FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Gartenpflanzen im Kübel geht es im Haus nicht besonders gut. Die langen Wintermonate im warmen, trockenen und dunklen Lager sind für ihre Gesundheit eher ungünstig. Daher appelliert die Bayerische Gartenakademie: Es sei sinnvoll, sie im Herbst möglichst lange im Freien zu lassen.

Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Die meisten Kübelpflanzen haben eine tropische oder mediterrane Heimat – sie sollten also natürlicherweise keinen Frost erleben müssen.

Die Gartenakademie rät daher, für Tropenpflanzen den Zeitpunkt vor dem ersten leichten Frost zur Einlagerung einzuplanen. Sonst drohen Schäden. Zu diesen Pflanzen gehören etwa Engelstrompete, Wandelröschen und Fuchsie.

Mediterrane Pflanzen wie Feige, Olive, Lorbeer und Rosmarin sollten ins Haus geholt werden, wenn dauerhaft unter minus fünf Grad drohen. Grundsätzlich gilt: Junge Pflanzen sind empfindlicher als ältere. mag