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Grundschule und Kita nach Umbau unter einem Dach

 

Im „Haus des Kindes“ sind eine Kita und zwei Grundschulklassen untergebracht. FOTO: EICHLER

Das neue „Haus des Kindes“ in Oberwerrn ist eine Geschichte, die mit zwei Trockenbauwänden und einem Fluchtbalkon begann und schließlich mit einem Komplettumbau und der Generalsanierung des Gebäudes endete. Daran erinnerte Architekt Matthias Schmitt anlässlich der Einweihungsfeier nach erfolgreichem Abschluss dieser Maßnahme der Gemeinde Niederwerrn. Im Erdgeschoss ist nun die Kindertagesstätte mit zwei Gruppen untergebracht, im Obergeschoss zwei Grundschulklassen.

Anfang 2018 war die Idee entstanden, das in den Jahren 1930/31 errichtete, später mehrmals erweiterte und 1992/1993 generalsanierte Schulgebäude als zweigruppige Kindertagesstätte auszubauen. Der Hauptgrund dafür: Aufgrund geänderter Bestimmungen beim Brandschutz waren die bisherigen Klassenzimmer auf beiden Etagen in dieser Form nicht mehr nutzbar. Für eine Kita musste zudem ein Fluchtbalkon in die Planung einbezogen werden.

Schulklassen bleiben am Ort

Mehrere und unterschiedlich umfangreiche Umbauvarianten standen zunächst im Raum, zudem bestand auch seitens der Eltern der Wunsch, weiterhin zwei Grundschulklassen in Oberwerrn zu erhalten.

Die Verantwortlichen entschieden sich schließlich für eine Nutzung als Kindertagesstätte und als Grundschule. Dies geschah unter Auflösung der bis 2019 vorhandenen Wohnungen, außerdem musste das Treppenhaus verlegt werden.

Nur acht Monate Bauzeit

Nachdem alle erforderlichen Genehmigungen, Fördermittelzusagen und Angebote eingeholt waren, begann der Umbau am 7. Januar 2020. Während der laufenden Bauarbeiten ergab sich allerdings weiterer Sanierungsbedarf. So mussten zum Beispiel einige Decken- und Dachbalken ertüchtigt werden. Ebenso zeigte sich, dass der Innenputz in seiner Substanz schlechter als bei den Voruntersuchungen vermutet war und somit fast komplett ersetzt werden musste. Die Neugestaltung der Außenanlagen wurde ebenfalls erst nachträglich mit in die Maßnahme aufgenommen.

Die zum Baubeginn angedachte kurze Bauzeit von 34 Wochen wurde trotz einiger Unwägbarkeiten und der plötzlichen Corona-Pandemie um lediglich zwei Wochen überschritten. Zwölf Firmen waren an der Planung beteiligt, zusätzlich 22 Firmen und der Bauhof an der Ausführung.

Rund 2,8 Millionen Euro wurden investiert, einschließlich der demnächst fertiggestellten Außenanlagen. Vom Bezirk gab es für den Kita-Bereich 436 000 Euro Zuschuss. Der Freistaat will noch 100 000 Euro für das Gebäude beisteuern, „womit wir nicht gerechnet haben“, stellte Bürgermeisterin Bettina Bärmann bei der Einweihung erfreut fest. spf
  

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