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Gut beraten bei Implantaten

Ein Implantologe ist der kompetente Ansprechpartner rund um sein Fachgebiet. FOTO: GETTY IMAGES  

Durch einen Unfall oder etwa durch Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) kann es passieren: Ein Zahn geht verloren. Die meisten wollen sich mit einer Lücke im Gebiss nicht abfinden. Mit einer Krone allein ist es nicht immer getan. Damit der Zahnersatz überhaupt hält, benötigt er erst einmal ein stabiles Fundament auf künstlicher Basis: ein Implantat.

„Bei einem Implantat handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel“, erläutert Prof. Germa´n Go´mez-Roma´n von der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (DGI). Es wird wie eine Schraube in den Kieferknochen gebohrt. Darauf befestigt der Arzt den Zahnersatz.

„Der Patient sollte sich den vorgesehenen Eingriff vom Zahnarzt genau erklären lassen, die Empfehlung hinterfragen und sich auch eine Zweitmeinung einholen“, rät Bettina Sauer von der Stiftung Warentest, die Implantologen getestet hat.

Wer sich auf die Suche nach einem erfahrenen Implantologen macht, für den ist der erste Ansprechpartner bei Implantat-Fragen der behandelnde Zahnarzt wählen. Er ist möglicherweise selber ein Spezialist für Implantologie, ohne dass es dem Patienten bekannt ist, oder arbeitet im Team mit einem erfahrenen Implantologen zusammen.

Wenn nicht, gibt es im Internet zahlreiche Seiten, die sich mit dem Thema befassen und auf denen man eine Liste mit Implantologen findet. Denn bei sämtlichen Themen im Bereich der Implantologie ist es sinnvoll, die Meinung eines Spezialisten einzuholen.

Etwa, wenn der Zahnarzt nicht sicher ist, ob noch genug Knochen vorhanden ist: Ein im Knochenaufbau erfahrener Implantologe beurteilt das Knochenangebot unter Umständen anders.

Ebenfalls wichtig sind Vorgespräche und Voruntersuchungen. Wer Parodontitis hat, läuft Gefahr, dass auch um das Implantat herum Entzündungen entstehen. „Zahnärzte müssen den Mund genau überprüfen und Parodontitis oder Karies vor dem Eingriff behandeln“, erklärt Sauer.

Implantate können 10, aber auch bis zu 20 Jahre und länger halten, erklärt Go´mez-Roma´n. Die Voraussetzung dafür ist aber eine optimale Pflege. Das Gebiss und damit auch das Implantat müssen zweimal täglich gereinigt werden. Sonst drohen Entzündungen, und das Implantat muss entfernt werden. implantate.com/tmn


Professionelle Zahnreinigung

Bei einer professionellen Zahnreinigung sollten Patienten auf die Qualifikation des Behandlers achten. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sollte es dann ein Dentalhygieniker oder ein Zahnmedizinischer Prophylaxe-Assistent sein. Die Reinigung sollte folgende Schritte umfassen: Die Zähne und Zahnfleisch werden analysiert. Patienten bekommen Tipps für die Zahnpflege und Mundhygiene zu Hause. Dann werden Beläge entfernt und die Zähne poliert sowie mit Fluor behandelt. tmn


Aufbissschiene hilft bei Knirschen

Einige Menschen reagieren auf Sorgen, Stress und Anspannung mit Zähneknirschen bzw. Zähnepressen, dem „Bruxismus“, ein Ventil für den Körper zum Stressabbau. „Die Betroffenen knirschen und pressen meist unbewusst“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Dies hinterlässt Folgen an Zähnen, Mundschleimhaut, Kiefermuskulatur und sogar bei der Funktion der Kieferbewegung, Schäden an Zahnersatz und Füllungen und kann zu Kopfschmerzen führen. Zum Schutz der Zähne insbesondere bei Schlafbruxismus kann er eine harte Kunststoffschiene, die sogenannte Aufbissschiene (Knirschschiene), einpassen. Bei Vorliegen einer echten Funktionsstörung der Kiefergelenkbewegung sind weitere Maßnahmen notwendig. prodente.de

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