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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Das „kleine Zentrum“ auf der „grünen Wiese“

Der Edeka-Markt ist ein beliebter Anlaufpunkt für Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Viele Kunden begeistert das großzügige Parkplatzangebot im Gewerbegebiet Ost. FOTOS: HORST MEIER

Frischemarkt Meyer
Zu einer echten Erfolgsgeschichte hat sich in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten das Haßfurter Gewerbegebiet Ost entwickelt. Von den Kunden aus Haßgau, Maintal und Steigerwald wird es insbesondere wegen seiner Einkaufsmöglichkeiten geschätzt, mittlerweile haben sich aber neben den großen, das Bild prägenden bekannten Händlern auch etliche kleinere Betriebe angesiedelt.

Mehr als 15 Jahre sind vergangen, seit im Haßfurter Stadtrat die Idee geboren wurde, auf der Fläche nördlich der damaligen B 26, neue Flächen für die Gewerbetreibenden auszuweisen. Unter der Regie von Altbürgermeister Rudi Eck wurden die Planungen für das etwa 15 Hektar große Gelände in Richtung Zeil vorangetrieben.

Der Pionier im Gewerbegebiet Ost: Im Juli 2006 wurde der neue Obi-Baumarkt eröffnet. Darüber freuen sich (von links) das Obi-Maskottchen, Alfred Wagner, der damalige Haßfurter Bürgermeister Rudi Eck, Christian Wagner und und OBI-Vorstand Wolfram Stroese. ARCHIVFOTO: ULRIKE LANGER
Der Pionier im Gewerbegebiet Ost: Im Juli 2006 wurde der neue Obi-Baumarkt eröffnet. Darüber freuen sich (von links) das Obi-Maskottchen, Alfred Wagner, der damalige Haßfurter Bürgermeister Rudi Eck, Christian Wagner und und OBI-Vorstand Wolfram Stroese. ARCHIVFOTO: ULRIKE LANGER
„Das war richtig und wichtig“ blickt Günther Werner, derzeitiger Bürgermeister der Kreisstadt, zurück und lobt die Weitsicht der seinerzeitigen Stadtväter und -mütter, die damals die Einkaufsströme genau unter die Lupe genommen hatten. Der Bereich habe sich „mittlerweile zu einem kleinen Zentrum“ entwickelt. „Wenn wir das nicht hätten, würden viele Leute nach Bamberg oder Schweinfurt zum Einkaufen fahren“, ist das Stadtoberhaupt sicher, dass viel Geld nicht in Haßfurt verbleiben, sondern eben zu den Oberzentren abfließen würde.

Bei der Ausweisung des Gewerbegebiets Ost hatten insbesondere die Händler in der Innenstadt befürchtet, dass die Shoppingmöglichkeiten auf der „grünen Wiese“ ihnen das Wasser, also die Kunden, abgraben würden. Bürgermeister Günther Werner konnte und kann das nachvollziehen, allerdings betonte er gegenüber dieser Redaktion, dass er im Laufe der Zeit mehrere Rückmeldungen erhalten habe, dass das nicht der Fall gewesen sei – beispielsweise aus der Textilbranche. Nennenswerte Einbußen in Sachen Umsatz oder Gewinn hätten die Händler nicht auf die Neuerung zurückgeführt.

OBI Markt Haßfurt

Er selbst schätzt den Bereich als nah gelegene Einkaufsmöglichkeit: „Als Augsfelder hab’ ich natürlich kurze Wege“, als großes Plus führt er die großzügigen Parkmöglichkeiten an und die langen Öffnungszeiten. „Gerade für Arbeitnehmer ist es natürlich ideal, wenn man am Abend oder am Samstagnachmittag einkaufen kann“.

Im Laufe der Zeit haben sich nach dem Obi-Markt, dem Pionier in der Godelstatt, in der Robert-Bosch-Straße, der Adam-Opel-Straße und der Heinrich-Hertz-Straße etliche weitere Firmen angesiedelt. Viel mehr Möglichkeiten gibt es kaum, wie Stadtkämmerer Wolfgang Hömer weiß. „Die Flächen, die im Besitz der Stadt sind, sind im Prinzip verkauft“, sagt er. Der Verkauf des letzten etwa zwei Hektar großen Grundstücks soll in kurzer Zeit über die Bühne gehen, die Verträge, so Hömer, seien unterschriftsreif ausgearbeitet. Übrig von den ursprünglich 150 000 Quadratmetern sind dann noch Grundstücke, die sich in privater Hand befinden.

Auf das breit gefächerte Sortiment des Obi-Marktes in der Godelstatt können die Hand- und Heimwerker bauen. FOTO: HORST MEIER
Auf das breit gefächerte Sortiment des Obi-Marktes in der Godelstatt können die Hand- und Heimwerker bauen. FOTO: HORST MEIER
An eine Erweiterung ist laut Hömer kurzfristig nicht gedacht. „Wir nehmen demnächst die Erweiterung des Gewerbegebiets Schlettach II in Angriff“. Hier befindet sich die Stadt ebenfalls in finalen Gesprächen mit einem lokalen Unternehmen, das sich im Bereich zwischen der Waldi-Schuhfabrik, der Photovoltaikanlage und dem Logistikzentrum Schenk ansiedeln will.

Das bedeutet aber, so der Stadtkämmerer, noch lange nicht das Ende für das Gewerbegebiet Ost. In der Stadtverwaltung wird derzeit der Flächennutzungsplan überarbeitet. In diesem sollen auch Erweiterungsmöglichkeiten für den Bereich zwischen Sterzelbach und ehemaliger B 26 eingearbeitet werden. (jre)

ARCHIVFOTO: PETER SCHMIEDER
ARCHIVFOTO: PETER SCHMIEDER
Vor fast 14 Jahren ging es mit dem Spatenstich los

Im Mai 2005, also vor fast 14 Jahren, wurde offiziell mit der Erschließung des Haßfurter Gewerbegebiets Ost begonnen. Beim offiziellen Spatenstich waren unter anderem der damalige Bürgermeister Rudi Eck, Wolfgang Braun, Stephan Schnös und Wolfgang Hömer von der Stadtverwaltung, Albrecht Kitz und Oliver Scheuplein vom Ingenieurbüro Baur Consult, Elmar Frauenhofer von der Firma Glöckle und Herwig Lorenz vom Straßenbauamt Schweinfurt dabei. 

FOTO: JOCHEN REITWIESNER
FOTO: JOCHEN REITWIESNER
Das jüngste Haßfurter Gewerbegebiet aus der Vogelperspektive

Vor fast 13 Jahren eröffnete mit dem Obi-Bau- und Gartenfachmarkt (rechts im Vordergrund) der erste Gewerbetreibende in der Godelstatt. Seitdem hat sich das Gewerbegebiet Ost mächtig entwickelt, eine Vielzahl neuer und leistungsstarker Betriebe sind in der Robert-Bosch-Straße, der Adam-Opel-Straße und der Heinrich-Hertz-Straße hinzugekommen. Das jüngste „Kind“ in diesem Bereich ist die Verbindungsstraße nach Prappach (links im Vordergrund), die in erster Linie die Kreuzung auf der ehemaligen B 26 entlasten soll. 

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