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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Zwei Kirchen prägen das Ortsbild von Aidhausen

Ortsansicht von Aidhausen FOTO: GUDRUN KLOPF

Vom Freitag, 8. bis einschliesslich Dienstag, 12. November 2019

Metzgerei Alfred Kaiser
TSV Aidhausen 1914 e. V.
Peter Hofmann Osteopath/Physiotherapeut/Heilpraktiker
Kfz Schneider Aidhausen
Die Gemeinde Aidhausen
Giebfried Fliesen
EIRING Klaus & Andreas
Grünewald
Radio Albert
Am kommenden Wochenende ist Aidhausen an der Reihe, seine Kirchweih zu feiern. Zwischen Feldern, Wiesen und Wald ist Aidhausen der größte von den sechs Ortsteilen der Gemeinde Aidhausen. Diese wurde 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Aidhausen, Friesenhausen mit Rottenstein, Happertshausen, Kerbfeld und Nassach gebildet.

Ob mit dem 803 erstmals in einer Urkunde erwähnten "Etehusen" tatsächlich das heutige Aidhausen gemeint war, ist laut dem Kunst- und Kulturführer des Landkreises Haßberge fraglich. Als gesichert gilt, dass Aidhausen seit 1354 dem Hochstift Würzburg gehörte. Im 16. Jahrhundert hatten in dem Ganerbendorf neben dem Hochstift Würzburg unter anderem auch die Truchseß von Wetzhausen und die Herren von Dalberg zu Friesenhausen ihre Güter mit eigenen Schultheißen.

Das Ortsbild von Aidhausen ist geprägt von der Pfarrkirche St. Peter und Paul und der evangelischen Kirche St. Martin. Aus der 1423 urkundlich erstmals erwähnten Peterskapelle ließ Fürstbischof Friedrich von Wirsberg in den Jahren 1565 bis 1567 die Kirche St. Peter und Paul errichten. Von der ersten Kapelle stammt noch das Untergeschoss des Turmes und der kleine frühgotische Fensterbogen an Ostseite des Chores. Eine Figur des Hl. Sebastian, die Tilman Riemenschneiders Schule zugeschrieben wird, und ein alter Grabstein im Sakristeihöfchen stammen aus der Zeit vor 1556. Mit den reich verzierten Rokokostuckaturen an der Decke und der Deckenbemalung, die das Martyrium der beiden Kirchenpatrone und Apostelfürsten Petrus und Paulus zeigt, beherbergt die Kirche sehenswerte Schätze. Dazu gehört auch der im Rahmen der Renovierung der Altkirche Anfang der 1980er Jahre hinzugekommene Altar des Fürstbischöflichen Hofbildhauers Johann Peter Wagner aus Obertheres aus dem Jahr 1796. Von 1978 bis 1980 wurde die katholische Kirche erweitert. Am 29. Juni 1980, am Fest Peter und Paul, weihte der damalige Diözesanbischof Paul Werner Scheele das neue Gotteshaus.

Das evangelische Gotteshaus wurde am 6. Dezember 1885 eingeweiht. Erbaut wurde der neugotische Saalbau mit dreigeschossigem Fassendenturm mit Spitzhelm von Heinrich Wildanger aus Aidhausen und Jakob Herbst aus Friesenhausen. Benannt wurde die Kirche nach der ehemaligen zweiten katholischen Kirche, die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in Aidhausen bestanden hatte.

Um 9 Uhr rufen die Glocken die Gläubigen in die Kirche St. Martin zum Kirchweihgottesdienst.

Eine halbe Stunde früher, nämlich um 8.30 Uhr beginnt in der katholischen Kirche St. Peter und Paul die Messfeier zur Kirchweih.

Eine Bereicherung des Dorflebens ist seit 2011 das "Aidhäuser Dorflädle" mit der Mehrgenerationenwerkstatt im ersten Stock. Der Raum wird rege genutzt, sei es für Ausstellungen oder musikalische Veranstaltungen. Großen Zulauf hat das jeden Donnerstag angebotene Mittagessen. Es wird gekartet, gestrickt und geturnt und vor allen Dingen wird erzählt und miteinandergeredet.

Auch die Kirchweih bietet beste Gelegenheiten, um alte Bekannte zu treffen, beim leckeren Kirchweihessen des TSV Aidhausen und des Gesangvereins "Sängerlust" die Gemeinschaft zu pflegen, das Tanzbein zu schwingen oder die örtliche Mannschaft beim Fußball anzufeuern. (gkl)


Kirchweihparty

Die Motorradfreunde laden ein zur Kirchweihparty in der Festhalle Aidhausen am Freitag, 8. November. Mit den "Raben-Rockern" und der "DR. WEAK BAND" sorgen gleich zwei Live-Bands für gute Unterhaltung. Einlass ist ab 20:00 Uhr, Beginn um 20:30 Uhr.