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Sonderveröffentlichung

Kitzingen

Kirchweih in Albertshofen

Ein schönes Gruppenbild gaben die Wasentanz-Paare im vergangenen Jahr ab. Heuer wird der Traditionstanz in 130. Auflage aufgeführt. FOTO: FOTO KOCH

vom 8. – 12. November 2019

W&A Hartmann Bauunternehmung
Haustechnik Schäffner GmbH
Gasthaus zum Anker
Metzgerei Uhl Martin Uhl
Will Gemüsegroßhandel
Seccostation Schnieder
Gartenbauzentrale Main-Donau eG
Winzerstube Heilmann
Mehrmals Grund zum Feiern haben heuer die Albertshöfer bei ihrer Traditionskirchweih, die sie als „schönste Kerm im Meegrund“ titulieren. Die Martini-Kerm erstreckt sich vom 8. bis zum 12. November und steht unter den Vorzeichen 30 Jahre Brauchtumsverein als Ausrichter der Kerm, 130. Wasenziehen und 70. Ausgabe der Kerwazeitung.

Die Höpper-Kerm startet am Freitag, 8. November, mit dem Kirchweihessen in den örtlichen Gasthäusern. Die Kirchweihburschen besuchen an dem Abend die Gasthäuser und stellen jeweils zwei Kirchweihbäume auf und geben ihre Kirchweihlieder zum Besten.

Am Samstag erledigen die Kirchweihburschen die letzten Arbeiten an den Festwagen und abends steigt ab 21 Uhr in der Gartenlandhalle der Beatabend mit der Coverband „Snow“.

Nach dem Festessen am Sonntag in den Wirtschaften setzt sich der Umzug am 13.30 Uhr an der Umgehungsstraße beim Betrieb Gemüse Will in Bewegung. Die Albertshöfer bauen nicht nur sehenswerte und mit Gemüse verzierte Wagen, sondern stellen immer wieder alte Berufe und Traditionshandwerk vor. „Wir sind unseren Gärtnerbetrieben und der Gartenbauzentrale mit Albert und Gundel sehr dankbar, dass sie uns jedes Jahr das Gemüse kostenlos überlassen“, sagt der Oberbursch Patrick Uhl.

Er hofft mit seinen Kirchweihburschen und Unterstützen darauf, dass möglichst viele auswärtige Zuschauer zum Umzug kommen um die Anstrengungen der Albertshöfer und ihrem Vorreiter Martin Kraft zu honorieren. Der Umzug hat sein Ziel am evangelischen Gemeindehaus und dort graben die Geometer mit Pauken und Trompeten die Kirchweihfässer aus und die Schaulustigen bekommen die Kirchweihpredigt von Christoph Bayer zu hören.

Rundtanzabend

Abends geht es wieder in die Gartenlandhalle, dort spielen ab 20 Uhr Hanns Heiligenthal und seine Fränkischen Straßenmusikanten zum Rundtanzabend auf.

Der Kirchweihgottesdienst. Ist für den Montag um 9.30 Uhr anberaumt und um 13.30 Uhr startet das Schubkarrenrennen im „Gassla“ an der Kirchstraße. Nach dem Wasentraining für die Wasenpaare spielen die Großlangheimer Musikanten ab 20 Uhr in der Gartenlandhalle zu einem spaßigen Festabend auf.

      
Mit bunten Bändern verziert bestreiten die Männer den Wasentanz und ihre Wasenbräute haben Rosmarinzweige in den Händen. Die Tradition des Wasenziehens gibt es heuer in 130. Auflage. FOTO: HARTMUT HESS
Mit bunten Bändern verziert bestreiten die Männer den Wasentanz und ihre Wasenbräute haben Rosmarinzweige in den Händen. Die Tradition des Wasenziehens gibt es heuer in 130. Auflage. FOTO: HARTMUT HESS
130. Wasenziehen

Den finalen Höhepunkt der Höpper-Kerm bildet das Wasenziehen am Dienstag, der in Albertshofen als Nationalfeiertag gilt. Die unverheirateten Paare ziehen auf die Lohwiese an der Gartenlandhalle und tanzen ab etwa 13.30 Uhr eine große Polonaise und führen damit eine Tradition, die ihren Ursprung im Jahr 1882 hatte. Der 130. Auflage des Wasentanzes schließt sich das Göikerschlagen an, wo es aber keine echte Haue gibt.

Vielmehr werden den Teilnehmern die Augen verbunden und sie bekommen eine Holzstange in die Hand, die sie dann nach dem Kommando von einer anderen Person fallen lassen um mit der Stange möglichst tönerne Töpfe zu zerdeppern.

Die Gaudi organisieren die Göikerer (schon verheiratete Wasenburschen) mit ihrem Ober-Göikerer Dirk Reidelbach. Den Erlös der Gaudi spenden die Göikerer immer wieder im Ort für karitative Zwecke oder auch an die Kitzinger Lebenshilfe.

Alles hat einmal ein Ende, so auch die Höpper-Kerm am Dienstag gegen Mitternacht. Zuvor spielt ab 19 Uhr die Band „Let` s Dance“ zum Kehraus auf.

Wer dann noch nicht genug von der Martini-Kerm hatte, der kann ja die Kerwazeitung (die ab Sonntag verkauft wird) noch mal hernehmen, in der die Kirchweihburschen alles und jeden aufs Korn nehmen. hhe