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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Zum Positiven entwickelt

Der Altort von Humprechtshausen im Vordergrund und die Neubausiedlung dahinter. FOTO: ULRICH KIND

Vom Freitag, 8. November bis Montag, 11. November 2019

VfB Humprechtshausen e.V.
Gastwirtschaft Scheuring
Erich Mock
Am Wochenende feiert der Riedbacher Ortsteil Humprechtshausen seine Kirchweih. Sie findet in der Regel immer in der Woche nach Allerheiligen statt.

Am Freitagabend, 8. November, fällt in der Gaststätte Scheuring der Startschuss für die „Humprechtshäuser Kerwa“, denn bei vielen Schnickerli- Freunden aus nah und fern hat sich diese fränkische Spezialität als ein Geheimtipp herumgesprochen. Natürlich stehen weiter auch die üblichen Kirchweihspezialitäten auf der Speisekarte und werden die Gaumen der Kerwa-Gäste am Wochenende in gewohnter Qualität verwöhnen. Am Montag treffen sich nach dem Mittagstisch nachmittags im Saal der Gaststätte Scheuring traditionell die Kartfreunde durchgängig bis zum Kirchweihausklang am späten Abend.

Das Blitzschlagopfer-Gedenkkreuz am Ortsrand von Humprechtshausen. FOTO: ULRICH KIND
Das Blitzschlagopfer-Gedenkkreuz am Ortsrand von Humprechtshausen. FOTO: ULRICH KIND
Auch im Sportheim bereitet sich das Wirtschaftsteam des VfB auf den Gästeansturm vor. Am Freitag, 8. November, startet für die Jugend und Junggebliebenen ab 21.30 Uhr die „5. Bierchweih“ am Sportheim mit DJ Timo. Am Samstagabend, 9. November, ab 18 Uhr startet der Kirchweihfestbetrieb mit bekannten Kirchweihspezialitäten im Sportheim und im Sportheimsaal der traditionelle Kirchweihtanz mit „Günthers Musikexpress“.

Sportlich rollt der Ball beim VfB am Sonntag, 10. November, ab 12 Uhr beim Punktspiel der 2. Mannschaft der Spielgemeinschaft Humprechtshausen/ Kleinsteinach II gegen die des TSV 1866/FT Schonungen II über das Rasenspielfeld. Die 1. Mannschaft des VfB tritt danach gegen die Erste der Spielgemeinschaft TSV 1866/FT Schonungen um 14 Uhr an. Den Kirchweihausklang im Sportheim markiert das Abendessen ab 17 Uhr mit warmer Küche.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich durch die Dorferneuerung das Erscheinungsbild des Riedbacher Ortsteiles zum Positiven entwickelt. FOTO: ULRICH KIND
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich durch die Dorferneuerung das Erscheinungsbild des Riedbacher Ortsteiles zum Positiven entwickelt. FOTO: ULRICH KIND
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich das Erscheinungsbild des Riedbacher Ortsteiles Humprechtshausen zum positiven Entwickelt. Seinen Anfang nahm die Verbesserung des Ortsbildes im Rahmen der Erneuerung der Kanalisation im Jahr 1987 mit gleichzeitigem Ausbau und Neugestaltung der Hauptstraße. Dies war für die Gemeinde Riedbach nur möglich, weil der Ortsteil in das Förderprogramm zur Dorferneuerung aufgenommen wurde. Damit konnten staatliche Fördergelder für öffentliche und private Einzelmaßnahmen beantragt werden. Träger der Dorferneuerung war die Gemeinde Riedbach. Beteiligte waren die Bürger von Humprechtshausen, die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Humprechtshausen, das Architekturbüro Dag Schröder als Ortsplaner und das Amt für Landwirtschaft, das zuständig war für die Förderung privater Einzelmaßnahmen.

Erklärtes Ziel der Dorferneuerung war es, das vertraute Erscheinungsbild und den individuellen Charakter des Dorfes zu erhalten und durch eine sorgfältige und auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmte Planung die Rahmenbedingungen für das Leben im Ortskern zu verbessern. Zuvor erhielten die Bürger einen Fragebogen über ihre Anregungen und Wünsche, der im Oktober 1988 ausgewertet wurde. Die Ergebnisse wurden im Dorferneuerungsplan zusammengefasst, der zugleich Grundlage für die Förderung und Durchführung der vordringlichsten Maßnahmen im Ablaufplan der Dorferneuerung war. Im Zuge dieser Dorferneuerung stand an erster Stelle, neben der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mit Straßenbeleuchtung an wasserwirtschaftliche Maßnahmen, die Erneuerung und dorfgerechte Gestaltung der Riedbach- und Dürrnbachbrücke in der Hauptstraße auf der Wunschliste. Desweiteren wurden die Bürgersteige neu angelegt, der Dorfplatz und das Kirchenumfeld sowie die Seitenstraßen mit Beleuchtung neu gestaltet.

Eine spürbare Entlastung vom Fernverkehr Schweinfurt – Coburg brachte ab 1990 die neugebaute Bundesstraße 303. Das Gemeindehaus Alte Schule wurde von Herbst 1992 bis Frühjahr 1994 umfassend saniert und zum Gemeinde- und Bürgerzentrum umgebaut. Renoviert wurden die Marienkapelle mit Kindergartengebäude sowie die Kirchturmfassade mit Kirchenschiff (1993). Gleichzeitig standen verschiedene ökologische Eingrünungsmaßnahmen im Ortskern und am Dorfrand auf der Agenda. Die Gesamtinvestitionen betrugen mehrere Millionen Euro. Die Kosten wurden getragen von der Gemeinde Riedbach und den Grundstücksbesitzern. Zuschüsse gab es vom Amt für Ländliche Entwicklung Würzburg, sowie für private Baumaßnahmen vom Amt für Landwirtschaft in Hofheim. Mit weiteren Förderprogrammen (Kleine Städte und Gemeinden) konnte noch der Feuerlöschteich und nebenan die Dürrnbachbrücke umfassend erneuert werden. Zuletzt gelang es der Gemeinde Riedbach in das kommunale Investitionsförderprogramm (KIP) mit 80 Prozent Förderquote für den barrierefreien Ausbau des Gemeindehauses Alte Schule aufgenommen zu werden. Dabei wurde der über 40 Jahre alte Toilettenanbau von Grund auf erneuert. (uk)