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Kirchweih in Unfinden

 

Die Bonifatiuskirche in Unfinden FOTOS: GEROLD SNATER

Der große Dorfplatz in Unfinden wird im Volksmund als „Plan“ bezeichnet. Daraus ist abzuleiten, dass hier auch zur Kirchweih „Der Plan“, ein althergebrachter, in rhythmischer Weise schreitender Reigentanz, an dem nur unbescholtene junge Leute teilnehmen durften, aufgeführt wurde.

Die Kirchweih fand zur Ganerbenzeit in einem „Gemein-Hauß“ statt. Fremde Spielleute mussten für ihre Zulassung drei Gulden, Hiesige einen Gulden Miete zahlen. Später wurden die Kirchweihtänze (4 Nächte!) im Rathaus veranstaltet. Das Rathaus wurde zu diesem Zweck an die Wirte vermietet.

Ursprünglich wurde die Kirchweih, ebenso wie die zugehörige Nachfeier, zur Pfingstzeit abgehalten. Auf Grund eines „obrigkeiten Einspruchs“ – zu Pfingsten war später das Tanzen verboten – wurde am 2. Mai 1845 beschlossen, „..zu Ehren Sr. K. Hoheit die Kirchweih nunmehr immer am Sonntag nach Maximilian zu feiern, welches meist der erste, bisweilen auch der zweite Sonntag im Oktober ist.“ (sn)
  

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