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Kirchweih in Trossenfurt und Tretzendorf

 

Das Rathaus der Gemeinde Oberaurach. FOTO: SABINE WEINBEER

Das nordöstliche Gebiet des Steigerwaldes wurde bis zur Mitte des achten Jahrhunderts von Slawen bewohnt. Mit Unterstützung dieser slawischen Siedler entstand vermutlich im achten oder neunten Jahrhundert die Rodung Trossenfurt (früher auch Trosenfurt).

Die Bodenverhältnisse erlaubten nur mittelmäßigen Getreide- und Hopfenbau, während die Mehrheit der Bewohner früher vom Holzhandel lebte.

Am kommenden Sonntag feiert die Kirchengemeinde Trossenfurt-Tretzendorf die Kirchweih ihres Gotteshauses St. Jakobus. FOTO: SABINE WEINBEER
Am kommenden Sonntag feiert die Kirchengemeinde Trossenfurt-Tretzendorf die Kirchweih ihres Gotteshauses St. Jakobus. FOTO: SABINE WEINBEER

Bauboom der Gründerzeit

Aus einem 1865 von Conrad Vetter gegründeten kleinen Steinmetzbetrieb entwickelte sich, begünstigt durch den Bauboom der Gründerzeit, rasch ein großes Unternehmen (Deutsche Steinwerke AG), das heute noch in Eltmann existiert. Conrad Vetter eröffnete um Trossenfurt und Tretzendorf herum bedeutende Steinbrüche aus Sandstein. Seit dem 1. Mai 1978 gehört Trossenfurt zur neugebildeten Gemeinde Oberaurach.

Zwiebelhaube mit Laterne

Da die Reformation auf Trossenfurt keine Auswirkungen hatte, blieb das Dorf bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts rein katholisch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem Zuzug einiger evangelisch-lutherischer Glaubensangehöriger, die von der Pfarrei Trabelsdorf betreut werden.

Die katholische Kirche St. Jacobus der Ältere ist ein aus Sandstein gefertigter Saalbau mit Satteldach, Chorturm mit halbrunder Apsis und Zwiebelhaube mit Laterne. Erbaut wurde sie in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der Chor im 15. Das Langhaus wurde von 1730 bis 1750 verändert und 1922 und 1975 erweitert. (esa/Wikipedia)

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