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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Die Kirchweih in Unfinden

Das Brauhaus in Unfinden FOTO: GEROLD SNATER

Vom Freitag, 11. Oktober bis Montag 14. Oktober 2019

Grebner GmbH
Kirchweih in Unfinden
Manfred Schüll Zimmerei & Treppen Bau
Der große Dorfplatz in Unfinden wird im Volksmund als „Plan“ bezeichnet. Daraus ist abzuleiten, dass hier auch zur Kirchweih „Der Plan“, ein althergebrachter, in rhythmischer Weise schreitender Reigentanz, an dem nur unbescholtene junge Leute teilnehmen durften, aufgeführt wurde.

Die Kirchweih fand zur Ganerbenzeit in einem „Gemein-Hauß“ statt. Fremde Spielleute mussten für ihre Zulassung drei Gulden, Hiesige einen Gulden Miete zahlen. Später wurden die Kirchweihtänze (4 Nächte!) im Rathaus veranstaltet. Das Rathaus wurde zu diesem Zweck an die Wirte vermietet.

Ursprünglich wurde die Kirchweih, ebenso wie die zugehörige Nachfeier, zur Pfingstzeit abgehalten. Auf Grund eines „obrigkeiten Einspruchs“ – zu Pfingsten war später das Tanzen verboten – wurde am 2. Mai 1845 beschlossen, „..zu Ehren Sr. K. Hoheit die Kirchweih nunmehr immer am Sonntag nach Maximilian zu feiern, welches meist der erste, bisweilen der zweite Sonntag im Oktober ist“. (sn)

Quelle: Helmut Hey auf Basis der Chronik von Dorfchronist Adolf Lohmann