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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Das Gotteshaus ist dem Heiligen Laurentius geweiht

Das Gotteshaus in Oberschleichach (im Bild der Seitenaltar) ist dem Heiligen Laurentius geweiht. FOTO: SABINE WEINBEER

vom 10.-12. August 2019

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WFT-Concept GmbH
Um den 10. August wird traditionell Kirchweih gefeiert, es handelt sich aber eigentlich um das Pratrozinium der Pfarrkirche St. Laurentius. Geweiht wurde die ursprüngliche Kirche in Oberschleichach während der Pfingstnovene im Jahre 1600. Wie aus alten Unterlagen hervorgeht, wurde jedoch schon immer Laurenzi als Kirchweih gefeiert.

Auf dem rechten Seitenaltar der kleinen Pfarrkirche steht der Märtyrer in der typischen Darstellung mit dem Rost, auf dem er zu Tode gefoltert wurde.

Die Gastronomie in Oberschleichach bietet auch zum Laurenzi-Sonntag natürlich besondere Spezialitäten an, die zu einer Kirchweih gehören. Da darf der Bocksbraten auf keinen Fall fehlen.

Laurentius ist ein Heiliger, dessen Katholiken, Protestanten und orthodoxe Christen gleichermaßen am 10. August gedenken. Laurentius war zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Valerian einer der sieben Diakone der Stadt Rom und damit für die Finanzen und die Sozialarbeit der Kirche von Rom zuständig. Als der Bischof festgenommen und enthauptet wurde, erteilte Sixtus seinem Diakon den Auftrag, den Kirchenschatz unter den Leidenden und Armen zu verteilen. Diese Schätze reklamierte Kaiser Valerian für sich. Laurentius wurde mehrfach gegeißelt, um die Herausgabe zu erzwingen. Der jedoch verteilte die Güter und präsentierte dann die beschenkten und christlich gewordenen Armen dem Kaiser als „die wahren Schätze der Kirche“. Nachdem verschiedene Foltermethoden Laurentius nicht zum heidnischen Opferdienst zwingen konnten, befahl Valerian den unerschütterlichen Diakon auf einem Rost über offenem Feuer langsam zu Tode zu martern.

Die Legende erzählt, Laurentius habe seinen Henker geneckt, indem er ihn aufforderte, ihn auf dem Feuer zu wenden, der Braten sei auf einer Seite schon gar. Sein Henkermeister Hippolytus wurde durch die Standhaftigkeit von Laurentius bekehrt und begrub ihn.

Laurentius ist einer der meist verehrten Heiligen der Kirche. In Rom erhielt er fast die Bedeutung von Petrus und Paulus. Über seinem Grab wurde 330 von Konstantin die Kirche S. Lorenzo tuori le mura in Rom errichtet. Weitere 30 Kirchen in Rom sind nach ihm benannt.

Der Heilige Laurentius wird dargestellt mit dem Rost, Geld oder Brot.