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Sonderveröffentlichung

Bad Kissingen

Netzwerken in entspannter Runde

Auf reges Interesse stieß die Kooperationsveranstaltung der Wirtschaftsjunioren mit Landkreis und Sparkasse Bad Kissingen (von links): Marcus Röder, Jürgen Metz, Sandra Röder, Kreissprecherin Bernadette Köth, Steffen Zink, Stephan Gesslein, Frank Bernhard, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Roland Friedrich und Landrat Thomas Bold. FOTO: LYDIA MOLEA


Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen
KS Raumpflegeservice GmbH
apronto GmbH
Hartmann
Ärztezentrum Hammelburg
Röder Training
Jacqueline Vera Mihm
SoLeb´icH
Ad №9
Silvia Schneider Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung
Halboth
Anita Schmitt
LyPe Translations
Marco Böse
Arand + Höfler
Seit zig Jahren bieten die Wirtschaftsjunioren (WJ) Bad Kissingen einmal jährlich in Kooperation mit dem Landkreis und der Sparkasse einen Vortrag, der jedes Mal auf ein breites öffentliches Interesse stößt. Dieses Jahr war Marcus Röder, Diplom-Betriebswirt (DH) von Röder Training als Sprecher geladen. Im Vorfeld begrüßte Landrat Thomas Bold die Gäste und nahm die Veranstaltung zum Anlass, die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit des Landkreises bzw. der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit den Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen hervorzuheben und die Wirtschaftsjunioren zu ehren.

Er lobte den ehrenamtlichen Einsatz und das Engagement der Wirtschaftsjunioren und verlieh dem Wunsch nach weiterer künftiger Zusammenarbeit mit den WJ Ausdruck. Bold übergab Bernadette Köth, diesjährige Kreissprecherin der WJ Bad Kissingen, eine Würdigungsurkunde, plus einen Gutschein für zehn Personen für Verpflegung mit Übernachtung im Berghaus Rhön. Köth bedankte sich bei Bold für die gelungene Überraschung.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bad Kissingen, Roland Friedrich, begrüßte die Anwesenden und betonte, wie wichtig gute Mitarbeiter seien, schrieb jedoch Vorgesetzten ebenfalls eine große Verantwortung für ein gutes Betriebsklima zu. Bernadette Köth stellte kurz die Wirtschaftsjunioren vor. Sodann erläuterte Marcus Röder den etwa 70 Teilnehmern die Bedeutung von Visionen, sowohl für Unternehmen als auch für den Einzelnen. Unternehmen, die das Potenzial und die individuellen Ausprägungen der einzelnen Mitarbeiter erkennen, sind eher in der Lage, ihre Belegschaft richtig zu motivieren. Röder erklärte, wie das Setzen von Meilensteinen als Motivationsmarker, also die Aufteilung eines größeren Ziels in kleine Schritte, viel erfolgversprechender ist, als eine Aufgabe als ein Ganzes anzugehen. Er unterstrich dies mit dem Beispiel seines eigenen, wiederholten Erfolgs beim Ironman. Röder stellte die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss vor. Die verschiedenen Motivatoren sind bei jedem Menschen in einer eigenen Art und Weise kombiniert und mehr oder weniger stark ausgeprägt. Anhand eines Profilings könne man beispielsweise von einem zertifizierten Profiler die individuellen Motivausprägungen eines Menschen wie einen persönlichen Fingerabdruck feststellen. So lerne man sich selbst und andere besser zu verstehen. Vereinfacht gesagt heißt dies, dass ein Mitarbeiter, der beispielsweise gerne Eigenverantwortung übernimmt, oder ein extrem ordentlicher Mitarbeiter für entsprechende Arbeiten eingesetzt werden sollten, und das nicht gegen seinen Charakter, sondern entsprechend seiner Motivation. Firmen- und Personalchefs müssten sich jedoch davor hüten, in die sogenannten „Self-Hugging-Fallen“ zu tappen, also eigene Motive für die besten und einzig richtigen zu halten und für ein anderes als das eigene Verhalten Unverständnis an den Tag zu legen.

Zum Schluss gab Röder dem Publikum noch eine Regel mit auf dem Weg, und zwar nicht die goldene, die besagt, man solle andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden wolle, sondern die Platinregel: „Behandle andere so, wie sie behandelt werden wollen.“

Nach einer Fragerunde traf man sich im Foyer zu einem kleinen Imbiss und zum Netzwerken. Die Organisatoren waren sich einig, dass die erfolgreiche Veranstaltung im nächsten Jahr fortgeführt werden soll.

Gründer-Networking zur bundesweiten Gründerwoche

Beim Gründer-Networking der Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen tauschten sich Unternehmensgründer und Gründungsinteressierte in entspannter Runde aus. FOTO: LYDIA MOLEA
Beim Gründer-Networking der Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen tauschten sich Unternehmensgründer und Gründungsinteressierte in entspannter Runde aus. FOTO: LYDIA MOLEA
Im Rahmen der deutschlandweiten Gründerwoche vom 12. bis 18. November veranstalteten die Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen ein Gründer-Networking, bei dem sich 15 Neugründer, etablierte Unternehmer und Gründungsinteressierte austauschen konnten. Die Gründer von „Meine Dorfzeile“, Christian Roßmann und Sebastian Tröster, erzählten von ihrem Projekt, vom Brainstorming bis hin zur erfolgreichen Umsetzung. Sie haben eine Online-Plattform ins Leben gerufen auf der Regionalprodukte, vorwiegend aus der Rhön, angeboten werden. Sie kümmern sich auch um den Vertrieb und die Logistik. Nicole Hillenbrand, Eigentümerin des Ladencafe´ s „SoLeb’icH“, in dem auch das Treffen stattfand, beschrieb die Bedenken, die sie hatte, bevor sie sich dazu entschloss, sich mit einem Laden für Bioware selbstständig zu machen und dann mit einem Cafe´ zu expandieren. Es wurde aber auch über weniger erfolgreiche Startups gesprochen und Gründungsinteressierte wurden von den „alten Hasen“ auf die Fallstricke eines solchen Vorhabens hingewiesen. Auch die Wirtschaftsförderin der Stadt Bad Kissingen, Svenja Melchert, war dabei und stellte kurz die Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Kissingen vor. Vor allem die Gründungsinteressierten freuten sich über zahlreiche Tipps, die sie vom Treffen mitnehmen konnten. Molea/Winter