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Sonderveröffentlichung

Würzburg

Rund um die Füße leuchtet das Meer

Meeresleuchten in einer Sommernacht. FOTO: KURVEREIN NEUHARLINGERSIEL E.V. / BOEHNKE TUI

Bayerns 1. SchäferwagenDorf.
Buss und Bohlen OHG
Um das Phänomen des geheimnisvollen Meeresleuchtens zu beobachten, muss man nicht um die halbe Welt reisen. Auch an der Nordseeküste faszinieren die natürlichen Lichter im Meer, die lange als Seemannsgarn belächelt wurden.

Heute weiß man, dass das Leuchten von winzigen, im Meer schwebenden Einzellern erzeugt wird, besonders in lauen, windstillen Sommernächten. Äußere Reize, wie Wellenschlag, oder auch barfüßiges Lustwandeln im seichten Wasser regen die kleinen Meeresleuchttierchen zum Leuchten an. Jede Bewegung scheint dann kurz, wie in Mondlicht getaucht, in grünlich-silbernem Licht.

Im niedersächsischen Neuharlingersiel können sich Besucher am 14. und 29. August bei einer Führung am nächtlichen Strand von dem spektakulären Meeresleuchten der Nordsee verzaubern lassen. Begleitet wird die Gruppe von einem Biologen, der dann erklärt, was Lebewesen warum leuchten lässt. jpb

www.neuharlingersiel.de

Romantik- & Landhotel Sanct Peter

Gartensommer in Niederösterreich

Die feine Süße der Marille, der Duft über dem Rosenbeet, die erfrischende Kühle im Schatten des Nussbaums: Die kleinen Freuden sind es, die den Sommer im Garten so kostbar machen. Erleben kann man sie in den zahlreichen niederösterreichischen Gärten, die ihre Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet haben. Bis in den August reicht dort der Veranstaltungsreigen an den bezauberndsten Oasen. Da wird gepicknickt, gespielt, gefeiert, geschlemmt und gefaulenzt, mitten in der Schönheit der üppigen Gartenanlagen. Zusätzlich servieren Wirtshauskultur-Wirte Speisen im lauschigen Gastgarten. Unter www.niederoesterreich.at kann man eine Broschüre mit allen Gärten downloaden. tt

Urig und unverfälscht: Urlaub im Salzburger Lungau

Auf Brettern können Urlauber den Moorlehrpfad rund um den Prebersee begehen. FOTO: BERND F. MEIER, TMN
Auf Brettern können Urlauber den Moorlehrpfad rund um den Prebersee begehen. FOTO: BERND F. MEIER, TMN
„Wie wär’s, wenn wir Frühstücksweckerl und Mandelblume mit Zimt und Zucker backen?“ fragt Christina Bauer. Die blonde Bäuerin bietet im Dörfchen Hintergöriach im Salzburger Lungau Backkurse an, zu denen sich Teilnehmer aus halb Österreich einfinden.

Der Liebe wegen zog sie zu Jungbauer Johannes auf den Bramlhof, zu 15 Milchkühen, 25 Stück Jungvieh und 30 Schafen. Beim Backen verwendet die 31-Jährige den seit über 300 Jahren in der Gegend bekannten Tauernroggen, der hier im Lungau selbst im alpinen Klima gedeiht.

Das sonnenreiche Hochplateau bildet den südlichsten Zipfel des Bundeslandes Salzburg. Erst in den 1970er Jahren wurde die Landschaft zwischen den Niederen Tauern und den Nockbergen mit dem Bau der Tauernautobahn Salzburg-Villach von mehr und mehr Urlaubern entdeckt.

Seit dem Sommer 2012 trägt der Lungau die Auszeichnung Unesco-Biosphärenpark. Land, Leute und Leben stehen beispielhaft für unverfälschte Natur und ausgeprägte Traditionen. So gibt es beispielsweise – bis auf wenige Ausnahmen – keine Ansammlung von Hotelklötzen im neo-alpinen Baustil.

Beim Löckerwirt können die Gäste zum Frühstück feine Zirbennadeln im Quark (Topfen) kosten. Die Zirbe wachse hier in Höhen zwischen 1600 und 2000 Metern an der Waldgrenze, erzählt die Löckerwirtin aus St. Margarethen. Das Dorf liegt am Rand von einem der größten Zirbenwälder in Europa.

Hoch hinauf zu den Zirben führt Hans Lüftenegger so manches Mal seine Hotelgäste ins hintere Thomatal, der allerletzten Ecke im Salzburger Land. An der Karneralm beginnt der steile Aufstieg zum Gipfelkreuz des Kleinen Königstuhl in 2254 Metern Höhe.

Der Lungau mit 15 Orten rund 100 Kilometer südöstlich von Salzburg hat etwa 20 500 Einwohner und ist die kleinste Region im Bundesland Salzburg. Hauptort ist Tamsweg. tmn