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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Mit Stressfragen souverän umgehen

Im Vorstellungsgespräch müssen Bewerber auch mit ungewöhnlichen Fragen rechnen – dann ist Schlagfertigkeit gefragt. FOTO: MONIQUE WÜSTENHAGEN, MAG


Coca-Cola
Schreinerinnung Haßberge
Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe der Caritas- Schulen gGmbH
Mit Stressfragen versuchen Personaler herauszufinden, wie sich Bewerber in Situationen verhalten, auf die sie sich nicht direkt vorbereiten konnten. „Warum haben Sie eigentlich so viele Praktika gemacht“, kann so eine Frage etwa lauten. Bei der Antwort sind vor allem Schlagfertigkeit und Selbstsicherheit gefragt, erklärt Karrierecoach Christina Thiel in der Zeitschrift „Abi“.

Mit ungewöhnlichen Fragen rechnen

Das heißt dann: Nicht in Rechtfertigungen verfallen, sondern selbstbewusst erklären, warum viel Praxiserfahrung vorteilhaft ist. Inhaltlich kann man sich der Expertin zufolge zwar nicht auf solche Fragen vorbereiten, da es nicht um Wissen oder Fachkompetenz geht. Als Bewerber sollte man aber immer damit rechnen, dass sie gestellt werden. Entsprechend sei man besser gewappnet.

Eigene Nachfragen vorbereiten

Zu einem souveränen Auftritt im Vorstellungsgespräch gehört der Trainerin zudem, auf Aufforderung hin auch selbst Fragen zu stellen. Thiel rät, einen Merkzettel mitzubringen, der einem in diesen Situationen als Gedächtnisstütze dienen kann. Bewerber dürfen sich im Gespräch auch Notizen machen. Das wirke aufmerksam und zeige Interesse. Zudem können Bewerber festhalten, welche Fragen von ihrer Seite noch offen sind. mag

BRK-Kreisverband Haßberge

Belanglos bis extrem: Hobbys im Lebenslauf

Eine Teamsportart wie Fußball im Lebenslauf zu erwähnen, erzeugt immer einen guten Eindruck. FOTO: ROBERT GÜNTHER, MAG
Eine Teamsportart wie Fußball im Lebenslauf zu erwähnen, erzeugt immer einen guten Eindruck. FOTO: ROBERT GÜNTHER, MAG
Im Lebenslauf können manche Angaben für eine Bewerbung hilfreich sein, andere sind mit Vorsicht zu genießen. Hobbys sind erstmal kein Muss. An erster Stelle steht für Personaler die fachliche Eignung, die sich aus beruflicher Erfahrung und dem Bildungsweg ergibt.

Wer jedoch auch seine Interessen angibt, kann dazu beitragen, bei Personalfachkräften ein rundes Bild zu erzeugen. „Da der Bewerber in die Unternehmenskultur passen muss, wird natürlich auch auf die Persönlichkeit geachtet“, sagt Yasmin Kurzhals, Präsidiumsmitglied im Bundesverband der Personalmanager und Personalchefin beim Kreditanbieter Auxmoney.

Was bedeutet das für Bewerber? Jochen Mai, Autor und Chefredakteur von „Karrierebibel.de“ empfiehlt, bei der Entscheidung die Relevanz zu prüfen: „Welche soziale Kompetenz vermittelt das Hobby, und inwieweit ist diese Kompetenz von Bedeutung für die anvisierte Stelle?“ Eine Teamsportart oder ein ehrenamtliches Engagement erzeuge beispielsweise immer einen guten Eindruck.

Mit Extremsportarten sollten Bewerber eher vorsichtig sein. „Gefährliche Hobbys treiben Personalern schon mal Angstschweiß auf die Stirn: Fällt der Bewerber dann häufiger mal mit gegipsten Armen aus? Oder neigt er auch im Job zu risikoreichem Vorgehen?“, erklärt Mai.

Ob es sinnvoll ist, kreative oder handwerkliche Interessen anzugeben, hängt vom Beruf ab. Mai macht auf die Unterscheidung von Soft und Hard Skills aufmerksam: „Kenntnisse im Nähen stellen im Modebereich eindeutig einen Hard Skill dar, der nicht bei Hobbys, sondern im Lebenslauf weiter oben unter besonderen Kenntnissen aufzuführen ist.“

Fränkische

Auch die intensive Nutzung von Plattformen wie Instagram könne unter Umständen bei Bewerbungen im PR-Bereich unter besonderen Kenntnissen angeführt werden. Lesen, Freunde treffen, Musik hören seien dagegen „zu sehr Standard und zu wenig aussagekräftig“, sagt Yasmin Kurzhals.

Netflix, Kino oder PC-Spiele als Angaben werden tendenziell eher als passiv oder eigenbrötlerisch wahrgenommen. Das Beherrschen eines Instruments oder intensive Auseinandersetzung mit einer spezifischen Literatur- oder Filmrichtung kann hingegen wieder ein Pluspunkt sein und je nach Berufsbild relevante Persönlichkeitsmerkmale suggerieren.

Auch ein oder zwei ausgewählte, konkrete Erfolge im Hobby dürfen erwähnt werden, sind sich Kurzhals und Mai einig. So kann zum Beispiel eine gute Marathonplatzierung auf eine zielorientierte Herangehensweise und Durchhaltevermögen hindeuten.

Der Job muss im Mittelpunkt stehen – nicht das Hobby

Ein Fauxpas, der Jobanwärtern im Interview laut den Bewerbungsprofis häufig unterläuft, ist übermäßige Inbrunst, wenn das Gespräch sich den persönlichen Interessen zuwendet. Mai rät daher, von den Hobbys nicht enthusiastischer zu sprechen als von dem Job. Außerdem sollte bei der Angabe von Interessen und Hobbys nicht geflunkert oder zu dick aufgetischt werden. Kochen als Hobby anzugeben und dann im Interview über das Familienrezept für die beste Bolognese hinaus nichts vorweisen zu können, kann einem schnell vor die Füße fallen.

Bleibt man aber bei der Wahrheit, führt sich bei der Entscheidung die jeweilige Relevanz des Hobbys vor Augen und bringt gegebenenfalls Mut zur Lücke auf, kann die Zusatzinfo im Lebenslauf womöglich dafür entscheidend sein, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. mag

Entdeckungsreise für grüne Berufe

Der Schutz des Klimas ist in aller Munde. Und vor allem die junge Generation hat ihn sich auf die Fahne geschrieben. Doch bisher entscheiden sich nur wenige Jugendliche für „grüne“ Berufe. Um das zu ändern, hat das Netzwerk Grüne Arbeitswelt bundesweit Materialien zur Berufsorientierung gesammelt. In der Videoreihe „Grüne Zukunft jetzt entdecken“ gehen Jugendliche auf Entdeckungsreise durch die grüne Arbeitswelt. Sie zeigen, dass man mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen und Interessen beruflich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann – vom Vertrieb recycelter Mode über nachhaltigen Handel mit Lebensmitteln bis zum Mitwirken in der Umweltbildung, oder der Green IT. tt

www.gruene-arbeitswelt.de

Neue Ausbildung für das Bankfach

Immer häufiger kommunizieren Bankfachleute mit Kundinnen und Kunden per E-Mail oder Telefon – statt direkt in einer Filiale. Die Branche will den Nachwuchs darauf vorbereiten: Ab 1. August bekommen Bankfachleute eine neue Ausbildungsordnung. Künftig stehen die Kundenbeziehung, digitale Kompetenzen sowie ganzheitliche Beratungskompetenzen im Fokus. Zudem spielen durch die Digitalisierung veränderte Arbeitsprozesse und Themen wie Datenschutz sowie -sicherheit eine wichtigere Rolle. mag