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Noch ohne Lehrstelle? Vier Tipps für Last-Minute-Bewerber

Viele Lehrlinge starten bald in die Ausbildung. Wer bis jetzt keine Lehrstelle gefunden hat, muss nicht aufgeben, denn es gibt noch offene Stellen und Möglichkeiten. FOTO: GETTY IMAGES


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Wer noch keine Lehrstelle gefunden hat, sollte dranbleiben. Zu spät ist es für Last-Minute-Bewerber noch nicht: Es ist sogar möglich, auch noch im November oder Dezember eine Ausbildung zu beginnen, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). Vier Tipps für Bewerber:

- Nachfragen: Wer eine Lehrstelle sucht, sollte auf die Arbeitsagenturen, Handels- und Handwerkskammern zugehen. Im August und im September veranstalten diese in vielen Städten auch Ausbildungsbörsen. Dort sind Firmen vertreten, die noch Bewerber suchen. Es lohne auch, sich in sozialen Netzwerken, bei Bekannten oder persönlich bei Betrieben zu erkundigen.

- Hinterfragen: Es ist ganz wichtig, dass man nicht auf seinem Wunschberuf beharrt, rät die BA. Vielleicht kommt ein anderer Beruf infrage? Es gibt knapp 330 Ausbildungsberufe, die zum Teil ähnliche Fähigkeiten und Talente fordern. Beispielsweise könnte sich eine Kauffrau im Einzelhandel auch als Industriekauffrau bewerben – oder ein Kfz-Mechatroniker als Fluggerätemechaniker.

- Suche ausweiten: Vielleicht klappt die Bewerbung in einer anderen Stadt. Dafür können Jugendliche finanzielle Unterstützung erhalten. Dazu beantragen sie eine Ausbildungsbeihilfe. Sie wird gewährt, wenn tägliches Pendeln zwischen der Ausbildungsstätte und Wohnung der Eltern unzumutbar ist.

- Letzte Chance: Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann über eine sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) den Weg in eine Lehre suchen. Das ist ein betriebliches Langzeitpraktikum von 6 bis 12 Monaten, das später auf die Ausbildung angerechnet werden kann. Die werden ausschließlich über die Arbeitsagentur mit dem Betrieb vereinbart. Liegt es zum Beispiel am Zeugnis, dass der Bewerber keine Lehrstelle findet, kann sich sein Berater für ihn bei einem Unternehmen einsetzen. Die BA übernimmt dann einen Teil der Ausbildungsvergütung. Danach entscheidet der Arbeitgeber: Hat sich der Bewerber bewährt, darf er bleiben. mag

Erfolg ist auch Einstellungssache

Der andere Lehrling wird vom Chef öfter gelobt, und die Arbeit geht ihm leichter von der Hand: Anderen scheint mitunter alles zu gelingen. In so einer Situation hilft es, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen, berichtet die Zeitschrift „Position“. Ein Stück weit sei Erfolg Einstellungssache. Mancher konzentriert sich so auf seine Misserfolge, dass er nicht sieht, was gut läuft und was die eigenen Talente sind. mag

Bei Lob nicht zu bescheiden sein

Viele Auszubildende reagieren bei einem Lob durch ihren Vorgesetzten zu bescheiden. Schnell würden junge Menschen in einer solchen Situation Sätze wie „Das ist doch selbstverständlich“ sagen. Viel besser sei es dagegen, das Lob mit einem einfachen „Vielen Dank“ anzunehmen, so ein Rat des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Denn so betonten Lehrlinge den Wert ihrer Arbeit, anstatt ihn klein zu reden. mag