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Sonderveröffentlichung

Main-Spessart

Offen für den Genuss

Von September bis April wird in der Fränkischen Gastronomie fangfrischer Karpfen serviert. FOTO: GERHARD KRÄMER


Für Liebhaber guter Küche und eines edlen Tropfens ist Franken schon immer ein lohnendes Ziel. Ein Land bunter Vielfalt, reich an Kunstschätzen, bevorzugt vom Klima, mit gastlichen Menschen und einer Fülle von Erträgen aus Garten, Feld, Wald und Weinbergen. Ein Paradies für Leute, die dem Genuss offen gegenüberstehen.

Die fränkische Traditionsküche und die moderne, leichte Regionalküche ergänzen sich hervorragend. Frische und abwechslungsreiche Zutaten tragen dazu bei, dass sich zusätzlich zu den überlieferten Spezialitäten ein reicher Schatz charakteristischer fränkischer Rezepte, aber auf eine neue, leichte Art, entwickelt hat.

So wird heutzutage auch bei traditionellen Gerichten öfter mal am Fett gespart und der Salat knackfrisch vom Markt geholt, andererseits greifen die etablierten Gourmetköche gerne auch mal auf Omas Rezepte zurück, die dann mit Fantasie variiert werden. Das Geheimnis der fränkischen Küche besteht eigentlich oft nur aus ganz wenigen „Zutaten“: fantasievolle Rezepte, hervorragende Lebensmittel aus der Region, die Kreativität und Intuition der Köche und Wirte und − noch immer − vergleichsweise günstige Preise.
   

Bratwurst in unterschiedlichen Größen

Zu den bekanntesten Spezialitäten zählen die Bratwürste, die es − je nach Landstrich − in unterschiedlichsten Größen und verfeinert mit teils streng geheimen Würzmischungen überall im Lande gibt. Am bekanntesten sind die kleinen Nürnberger, die gerade mal 25 Gramm wiegen dürfen und so groß sind wie ein kleiner Finger. Ganz anders die „Fränkische Bratwurst“, die auf dem Land zuhause ist: Je länger und dicker, umso beliebter bei den Einheimischen.

Eine der bekanntesten fränkischen Spezialitäten der eher deftigen Art ist das „Schäufele”, ein knusprig gebratenes, saftiges Schulterstück vom Schwein, serviert mit rohen Kartoffelklößen und einer würzigen Natursoße. Beliebt ist auch der typisch fränkische Sonntagsbraten, ein Sauerbraten in herzhafter Lebkuchensoße oder ein Schweinebraten mit rohen Klößen.

Eine besondere Rolle auf Frankens Speisekarten spielen Fische, insbesondere Karpfen. In den Monaten mit „r“ − also von September bis April − wird der Karpfen fangfrisch serviert. Eine echt fränkische Köstlichkeit sind auch Waller und Schleien oder die bachfrischen Forellen aus der Fränkischen Schweiz oder der Rhön. Seit einigen Jahren sind zur Freude der Feinschmecker auch die Flusskrebse wieder in Franken heimisch, die in der gehobenen Gastronomie immer öfter auf der Speisekarte stehen. FR