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Parodontitis kommt oft schleichend

Professionelle Zahnreinigung beugt Zahnfleischproblemen vor. FOTO: FRANK RUMPENHORST

Beim Zähneputzen blutet es etwas, manchmal reagiert das Zahnfleisch auf Druck ein wenig empfindlich: Viele Menschen sehen darin noch keinen Grund zur Sorge. Zahn-Experten warnen aber: Es könnte sich um Anzeichen einer Parodontitis handeln. Meist beginnt sie langsam und schmerzlos, oftmals sind die Symptome über viele Jahre hinweg mild und stören kaum.

Leichtes Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen sind die ersten und oft einzigen Anzeichen dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates, warnt die Initiative ProDente. Verantwortlich hierfür sind Bakterien im Zahnbelag, der auf und zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand anhaftet. Die sogenannten Plaques werden mit der Zeit hart, Zahnstein entsteht und immer mehr Bakterien können sich ansiedeln.

Werden die Beläge nicht entfernt, reagiert die Immunabwehr des Körpers und das Zahnfleisch beginnt, sich zu entzünden. Unbehandelt kann die Entzündung mit der Zeit auf den Zahnhalteapparat übergehen, die Zähne verlieren zunehmend an Halt und können sogar ausfallen.

Aber auch an anderen Stellen im Körper kann eine Parodontitis Entzündungen und Erkrankungen auslösen – unter anderem steigt das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Auch die Einstellung des Blutzuckers bei Menschen mit Diabetes wird beeinflusst – sie haben darüber hinaus eine höheres Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man Warnzeichen ernst nehmen: Blute das Zahnfleisch häufiger, sei das ein Zeichen einer Zahnfleischentzündung, der sogenannten Gingivitis, erklärt ProDente.

Gingivitis ist eine Vorstufe der Parodontitis. Auch wenn keine Schmerzen auftreten, sollte man das Zahnfleischbluten untersuchen lassen – damit sich daraus keine Parodontitis entwickelt. tmn

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