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Physiotherapeuten sorgen für mehr Beweglichkeit

Ein Physiotherapeut „mobilisiert“ eine Patientin: Mit geschickten Griffen sorgt er dafür, dass sich ihre Verspannungen lösen. FOTO: ANDREA WARNECKE

Ständig fremde Füße, Knie oder Hüften anfassen – keine Frage: Wer zu anderen gerne Abstand hält, ist im Beruf des Physiotherapeuten verkehrt. Doch wer gerne mit Menschen kommuniziert und das Gegenteil eines Bürojobs sucht, kann seinen Traumjob finden.

Ein normaler Arbeitstag geht bei einem Physiotherapeuten so: Um 8 Uhr kommt der erste Patient – etwa mit Knieproblemen. «Tut irgendetwas weh? Gab es Reaktionen nach der letzten Behandlung?», gehören zu den ersten Fragen. Wird das verneint, beginnt der Therapeut mit der Mobilisation. Er sorgt mit seinen Griffen dafür, dass zum Beispiel ein Gelenk beweglicher wird. Danach zeigt er dem Patienten Übungen, die er zu Hause machen kann. Um 8.25 Uhr kommt dann der Nächste – vielleicht mit starken Rückenschmerzen. Bis zur Mittagspause geht es nahtlos so weiter.

Auch wenn viele Patienten über 60 Jahre alt sind: Im Prinzip haben Physiotherapeuten es mit Menschen jeden Alters zu tun. Sie helfen Menschen, denen bestimmte Bewegungen oder Bewegungsabläufe schwerfallen, diese zu erlernen oder sie zu verbessern. Das können Kinder und Jugendliche sein, die mit einem Hohlkreuz kämpfen. Sie unterstützen Erwachsene, die an Knien oder Hüften Verschleißerscheinungen und Schmerzen haben. Sie behandeln Senioren, die nach einem Schlaganfall bestimmte Bewegungen neu lernen müssen.

Wer sich für den Beruf entscheidet, hat eine Anstellung ziemlich sicher, so der Deutsche Verband für Physiotherapie. Der Branche fehlt es an Fachkräften, gleichzeitig steigt aufgrund des demografischen Wandels der Bedarf.

Um Physiotherapeut zu werden, gibt es zwei Wege. Die eine Möglichkeit ist, an einer Berufsfachschule eine Ausbildung zu machen. Sie schließt mit einem Staatsexamen ab. Voraussetzung hierfür ist mindestens ein Realschulabschluss. Die andere Option ist ein sechs oder sieben Semester langes Physiotherapie-Studium an einer privaten Hochschule. Studenten erwerben ebenfalls das Staatsexamen – darüber hinaus aber auch einen Bachelorabschluss. Bewerber brauchen mindestens die Fachhochschulreife.

In beiden Ausbildungen stehen Themen wie Anatomie, Physiologie, motorisches Training oder Haltungsschulung auf dem Stundenplan. Wer sich für den Beruf entscheidet, hat sich idealerweise in der Schule für Biologie interessiert. Man sollte auch genau beobachten können, denn Physiotherapeuten müssen erst einmal feststellen, an welchen Stellen des Bewegungsablaufs es hakt. mag

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