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Professionelle Weiterbildung

Ein geeignetes Weiterbildungsangebot kann man etwa auch daran erkennen, dass es mit einem anerkannten Abschluss endet. FOTO: CHRISTIN KLOSE, TMN

Wer sich weiterbilden möchte, hat eine Vielfalt von Optionen: Reicht ein Online-Kurs oder soll es gleich ein Fernstudium sein? Brauche ich einen Ansprechpartner oder sogar einen persönlichen Coach? Am Bildungsmarkt gibt es zahlreiche Angebote. Beginnen kann die Suche zum Beispiel bei den diversen Verzeichnissen und Vergleichsportalen im Internet. Sowohl die Agentur für Arbeit als auch private Portale listen Weiterbildungsoptionen und hilfreiche Informationen auf ihren Webseiten.

Zu Anfang muss also Klarheit geschaffen werden: «Wie sieht meine derzeitige Lage aus? Wie flexibel bin ich? Was möchte ich und was brauche ich in meiner Situation?»

Mit den eigenen Qualitätskriterien ließe sich die Suche dann besser bewältigen. Die Erfahrungen anderer auf Meinungsportalen könnten nämlich sehr subjektiv sein und voneinander abweichen, mahnt Fabio Astuni vom Kölner Portal Fernstudiumcheck. Es gebe jedoch auch institutionelle Zertifizierungen von Weiterbildungsmaßnahmen, an denen man sich orientieren könne. Manche Lehrgänge seien beispielsweise vom Tüv zertifiziert.

Hauptsächlich ist jedoch die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht, die ZFU, für die Zulassung von Fernlehrgängen verantwortlich. Neben Prüfsiegeln gibt die ZFU ebenfalls Informationen für Interessierte heraus. Auf Anfrage kann beim ZFU Infomaterial über jeden zugelassenen Fernlehrgang eingeholt werden.

Das ZFU-Siegel selbst jedoch ist ausdrücklich keine staatliche Anerkennung eines Berufsabschlusses, sondern dient lediglich dem Verbraucherschutz. Es garantiert also erstmal nur ein Mindestmaß an Qualität. Neben den ZFU-zertifizierten und oftmals sehr teuren und umfangreichen Fernlehrgängen gibt es eine Fülle von Online-Kursen, die entweder aus dem internationalen Raum kommen oder einfach eine speziellere Fähigkeit betreffen.

Auch diese nicht-staatlich zertifizierten Kurse können in Frage kommen und sind oft finanziell zugänglicher. Astuni empfiehlt hier, darauf zu achten, dass Kurse mindestens einen Monat laufen und mit einem Zertifikat oder – besser noch – einem Bachelor oder anderem Abschluss enden. tmn


Praktikum klappt auch per Fernbetreuung gut

Praktikum während der Pandemie – kann das klappen? Offenbar schon, wie aus dem aktuellen „Future Talents Report“ hervorgeht, einer jährlichen Studie der Unternehmensberatung Clevis. Trotz veränderter Bedingungen sind viele mit ihren Erfahrungen zufrieden.

Vorausgesetzt sie konnten einen Praktikumsplatz ergattern: Viele Unternehmen hätten Praktika absagen müssen, heißt es in dem Report. Das zeigt sich auch in der Studie: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Studienverfasser 30 Prozent weniger Teilnehmende.

Laut Studie stieg der Anteil der von zu Hause arbeitenden Praktikanten seit dem letzten Report (Erhebungszeitraum April bis Oktober 2019) von 27 auf 63 Prozent. Den höchsten Homeoffice-Anteil gab es dabei in der Chemie-, IT und E-Technik-Branche mit mehr als 80 Prozent. Den geringste Anteil zeigt sich in der Öffentlichen Verwaltung (18 Prozent) und im Baugewerbe (30 Prozent).

Auch wenn Praktikantinnen und Praktikanten ihre Berufserfahrung vorwiegend fern vom Unternehmensstandort sammelten, bewerten viele ihr Arbeitsverhältnis, die Betreuung und Feedbackkultur als positiv. 84 Prozent aller Befragten waren mit ihrem Praktikum zufrieden, 82 Prozent würden es weiterempfehlen. Für den „Future Talents Report“ hat Clevis von Juli bis Dezember 2020 in Kooperation mit dem Arbeitgeberportal Kununu knapp 3200 Praktikanten befragt. 58 Prozent absolvierten ein Pflichtpraktikum, 42 Prozent ein freiwilliges Praktikum. Die Praktika dauerten im Schnitt fünf Monate. 53 Prozent befanden sich zum Zeitpunkt der Studie noch im Praktikum. tmn

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