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Sonderveröffentlichung

Schweinfurt

Risiko einer Erkrankung sinkt bei regelmäßiger Bewegung

Mammographie-Screening und andere Früherkennungsmethoden helfen Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und verbessern die Heilungschancen nachhaltig. FOTO: AOK


EKM®:Energie-Konzentrierte Medizin
Frauenarztpraxis Dr. med. Falk Altmann
Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dr. med. Stefan Schwind, Stephan Harmuth, Dr. med. Alexandra Böckenhoff
Sanitätshaus Otto Traub GmbH
Die Tage werden kürzer und der Herbst zeigt seine ganze Bandbreite: Schöne Spätsommer- und stürmisch-nasskalte Tage. Vielen Menschen fällt es jetzt zunehmend schwerer, sich an der frischen Luft zu bewegen. „Trotzen Sie dem Herbstblues mit Bewegung. Wandern, Radfahren oder auch Indoorsportarten wie Schwimmen und Badminton halten fit und reduzieren das Brustkrebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Hilfe durch Ratgeber

Die gemeinnützige Organisation unterstützt alle „Bewegungswilligen“ bei ihrem Vorhaben mit dem kostenlosen Präventionsratgeber „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – weniger Krebsrisiko.“ und motiviert zu einem bewegungsreichen Leben. Der Ratgeber enthält Tipps und Anleitungen sowie ausführliche Informationen und Trainingspläne für Anfänger und Fortgeschrittene.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken fast 72000Frauen bundesweit neu an diesem Tumor. Anlässlich des Brustkrebsmonats informiert die Deutsche Krebshilfe Frauen daher verstärkt über die vorbeugenden Effekte von körperlicher Aktivität.

Radiologie Schweinfurt

Das Risiko für eine Brustkrebserkrankung sinkt bei regelmäßiger körperlicher Aktivität um 20 bis 30 Prozent. Experten raten deshalb dazu, sich täglich mindestens 30 Minuten moderat zu bewegen und dabei etwas ins Schwitzen zu kommen.

Regelmäßige Bewegung aktiviert den Stoffwechsel. Dies stärkt das Immunsystem und unterstützt Vorgänge, durch die der Körper Schäden am Erbgut selbst reparieren kann. Darüber hinaus hemmen Bewegung und Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtern die Gewichtskontrolle.

„Es lohnt sich, seinen Körper zu fordern – für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko. Zudem pflegen Menschen, die gern und viel körperlich aktiv sind, oft einen gesünderen Lebensstil als Bewegungsmuffel“, betont Gerd Nettekoven.

„Sie ernähren sich zumeist bewusster, rauchen seltener, trinken nur wenig Alkohol und verbringen mehr Zeit an der frischen Luft. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Brustkrebsrisiko.“

Infonetz Krebs

Darüber hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe Informationsmaterialien zum Thema Brustkrebs im Internet unter www.krebshilfe.de und berät über das „Infonetz Krebs“, (08 00) 80708877. Deutsche Krebshilfe

Mammographie Screening

Häufige Fragen zur Diagnose Brustkrebs

Ärzte prüfen den Befund nach dem Mammographie-Screening.FOTO: V. WILD/KOOPERATIONSGEM. MAMMOGRAPHIE
Ärzte prüfen den Befund nach dem Mammographie-Screening.
FOTO: V. WILD/KOOPERATIONSGEM. MAMMOGRAPHIE
Bereits seit 1985 steht der Monat Oktober für die Aufklärung und Vorsorge rund um das Thema Brustkrebs. Ursprünglich ausgerufen von der American Cancer Society, beteiligen sich heute verschiedenste Vereine, Gesellschaften, Mode- und Kosmetikhersteller sowie Prominente auf der ganzen Welt mit diversen Aktionen, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

Obwohl die auch als Mammakarzinom bekannte Krebsart den häufigsten bösartigen Tumor bei Frauen darstellt, sind immer noch viele Mythen über Diagnose und Behandlung im Umlauf. Dr. med. Kirsten Schulze, Fachärztin für Radiologie und Chirurgie, klärt die wichtigsten Fragen im Überblick. Im Normalfall entstehen im Frühstadium keine Schmerzen. Daher ist es umso wichtiger, auf entsprechende Symptome zu achten:

Woran lässt sich Krebs erkennen?
- Knoten oder Verhärtungen in der Brust (am äußeren Rand) oder in den Achselhöhlen,
- trübe oder blutige Absonderungen der Brustwarze,
- Veränderungen von Form oder Größe einer oder beider Brüste,
- Farbveränderungen und erhöhte Empfindlichkeit der Brusthaut, des Warzenvorhofes oder der Brustwarze,
- unterschiedliche Bewegungsabläufe der Brüste beim Anheben der Arme,
- nicht abklingende Hautrötungen oder -schuppung,
- einseitiges, brennendes Schmerzen oder Ziehen.

Allerdings bietet keines dieser Symptome eine hundertprozentige Erkenntnis. „Knoten können beispielsweise auch durch eine Zyste oder eine Entzündung entstehen. Eindeutige Erkenntnisse erbringt einzig eine ärztliche Untersuchung“, erklärt Dr. Schulze.

Insbesondere bei Brustkrebs gelten regelmäßige Kontrolluntersuchungen als wichtigste Vorsorgemaßnahme. Ab dem 20. Lebensjahr tastet beispielsweise der Frauenarzt einmal pro Jahr die Brüste und Achselhöhlen ab.

Zusätzlich empfiehlt es sich, einmal monatlich eine Selbstuntersuchung gefährdeter Bereiche vorzunehmen – dies gilt auch für Männer. Ihr Erkrankungsrisiko ist zwar deutlich geringer als bei Frauen, aber dennoch vorhanden.

Als besonders gefährdet gelten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. „Krankenkassen zahlen alle zwei Jahre eine Mammografie, also eine Röntgenaufnahme der Brust. Bei Auffälligkeiten erfolgt daraufhin zunächst eine Zusatzuntersuchung zum Beispiel in Form einer Sonographie beziehungsweise Ultraschalluntersuchung. Bleibt der Verdacht auf eine bösartige Veränderung bestehen, sollte eine Gewebeprobe entnommen werden, um diese im Labor zu überprüfen und anschließend eine Diagnose stellen zu können“, informiert die Fachärztin. radprax

Empfohlene Therapien

Zur Behandlung von Mammakarzinomen stehen heutzutage eine Operation, Medikamente oder Strahlentherapie zur Verfügung. In welcher Reihenfolge die Maßnahmen zur Anwendung kommen, bestimmt die individuelle Patientensituation.

Verfahren zur Rekonstruktion

Kommt es zur Entfernung von Brustgewebe, bieten sich verschiedenste Rekonstruktionsverfahren – von der Büstenhalterprothese über Silikonimplantate bis hin zum Wiederaufbau mithilfe von körpereigenem Gewebe – an. Um das Risiko einer Metastasenbildung zu vermindern, erfolgen anschließend, je nach individueller Situation, weitere Bestrahlungen und der Einsatz von Medikamenten.

„Dank ausgeweiteter Früherkennungsmaßnahmen und verbesserter Therapien gelten heutzutage 90 von 100 Frauen fünf Jahre nach der Diagnose als geheilt“, betont Dr. Kirsten Schulze, Fachärztin für Radiologie und Chirurgie, abschließend. radprax

Diagnose trifft täglich 156 Frauen in Deutschland

Im September ist Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, an die Öffentlichkeit getreten und hat über ihre Brustkrebsdiagnose informiert.

Damit hat sie als prominente Betroffene einen Fokus auf ein Thema gelenkt, das Tausende Menschen in Deutschland betrifft – die Erkrankten genauso wie deren Angehörige.

156 Frauen erhalten durchschnittlich pro Tag die schockierende Diagnose Brustkrebs. Sie alle brauchen ein starkes Netz, das sie auffängt. Die Diagnose Brustkrebs stellt eine emotionale Belastung für die ganze Familie und auch den Freundeskreis dar. In dieser Situation brauchen die Betroffenen starke Partner an ihrer Seite. Neben Ärzten kann auch die Selbsthilfe eine wichtige Unterstützung bieten. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH), Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfeorganisation, bietet Hilfe an nach dem Motto „Auffangen, informieren, begleiten“.

Konkrete Unterstützung

„In unseren Gruppen vor Ort und in unserem moderierten Internetforum fangen wir die Frauen auf, denen die Diagnose Brustkrebs den Boden unter den Füßen wegzieht“, erläutert Dr. Sylvia Brathuhn, FSH-Bundesvorsitzende.

„Wir bieten den Neuerkrankten auch ganz konkrete Unterstützung an, indem wir sie zum Beispiel auf Arztbesuche vorbereiten und über Therapien, den Umgang mit Nebenwirkungen und die Nutzung von Hilfsangeboten informieren.“ Außerdem gibt es Tipps, welche Fragen den behandelnden Ärzten gestellt werden sollten oder was von den Krankenkassen und Behörden erwartet werden kann.

In der Online-Infothek finden sich viele wichtige Informationen zum Thema Krebs, Patientenrechte und Leistungsansprüche.

Die Entscheidung von Manuela Schwesig, offen mit ihrer Erkrankung umzugehen, wird von der FSH sehr begrüßt: „Nach wie vor ist es wichtig, die Diagnose Brustkrebs zu enttabuisieren“, betont Dr. Brathuhn.

„Erst durch den offeneren Umgang mit dieser Erkrankung konnte in den vergangenen Jahren viel für die Betroffenen erreicht und so deren Lebensqualität deutlich verbessert werden.“ Frauenselbsthilfe e.V.