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Sonderveröffentlichung

Haßberge

Ein buntes Programm für die Gäste in Rügheim

Blick auf Rügheim, einen Stadtteil von Hofheim. FOTO: MARTIN SCHWEIGER

Von Freitag, 11. Oktober bis Montag, 14. Oktober 2019

Rügheimer Kirchweih
Landhotel Rügheim
hochrein beton GmbH
Tierärztliche Klinik Dr. Eller
Schuhtruhe
Restaurant Zum Kreuzer
Sie & wir bauen GmbH
Landmetzgerei Holzheid
Helmut Eller
Dr. Jürgen Welsch & Peter Troll
Hümmer Elektrotechnik GmbH & Co. KG
Auenland Beef
Brennholzhandel Eller
Naturheilpraxis Alexandra Troll
Schüttbau Meisterkonzerte
Harald Leurer
An allen Tagen freien Eintritt versprechen die Organisatoren der Rügheimer Kirchweih, die vom 11. bis 14. Oktober stattfindet und den Besuchern wieder ein buntes Programm bietet.

Anstich des ersten Fasses durch Bürgermeister Wolfgang Borst. FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Anstich des ersten Fasses durch Bürgermeister Wolfgang Borst. FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Los geht's am Freitag, 11. Oktober, mit dem Aufstellen des Kirchweihbaums um 17:30. Ab 18 Uhr folgt das traditionelle Knöchlesessen mit Kraut. Wer die Schweinshaxen nicht mag, bekommt auch Bratwurst mit Kraut, Laugenstangen, Pizza und Flammkuchen. Ab 18:30 Uhr erfolgt der Bieranstich. Für musikalische Stimmung sorgen die Urlesbacher Musikanten. Ab 22 Uhr beginnt der Barbetrieb, und ab 23 Uhr heizt DJ Beatshakaz mit flotten Rythmen ein.

Am Samstag, 12. Oktober, startet der Festzeltbetrieb mit Kirchweihschmankerln um 18 Uhr. Von Samstag bis Montag warten auf die hungrigen Gäste Sauerbraten und Rouladen vom Auenlandrind, Rehragout mit Kloß und Blaukraut, Schnitzelvariationen mit Pommes, Currywurst mit Pommes, ein vegetarisches Gericht, Pizza, Flammkuchen, sowie Laugenstangen und Matjesbrötchen. Ab 20 Uhr beginnt am Samstag der Barbetrieb mit Livemusik der Gruppe „Heimspiel“.

Aufstellen des Kirchweihbaumes FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Aufstellen des Kirchweihbaumes FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Am Sonntag, 13. Oktober, wird ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen im Festzelt angeboten. Ab 16 Uhr spielt die Blasmusikkapelle Mechenried.

Der Kirchweihausklang am Montag, 14. Oktober, beginnt ab 17 Uhr im Festzelt. Ab 19 Uhr spielen die „Isabellas“ und die Bar ist geöffnet. Herzliche Einladung ergeht auch zu den Gottesdiensten: am Kirchweihsonntag, 13. Oktober, beginnt der Gottesdienst um 10 Uhr. Anschließend geht's zum Frühschoppen mit Weißwurst-Frühstück ins Martin-Luther-Haus. Am Montag, 14. Oktober, findet um 10 Uhr ebenfalls ein Gottesdienst statt. (msch)


Die Kirche in Rügheim

Die Rügheimer Kirche FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Die Rügheimer Kirche FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Chroniken berichten, dass der Rügheimer Pfarrsprengel bereits 1407 über 20 Orte umfasst habe, unter anderem bis in den Altlandkreis Ebern hinein. Damit gilt die Rügheimer Kirche als eine der ältesten im Haßgau. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Rügheim eine sogenannte Missionspfarrei gewesen sei, also bereits in der Zeit entstand, in der Missionarsschüler des Bonifatius hier Fuß fassten, nämlich etwa Mitte bis Ende des 8. Jahrhunderts.

Die Pfarrkirche, an deren Statt vorher eine Kapelle stand, ist wahrscheinlich zwischen den Jahren 1556 und 1561, unter der Regierung des Fürstbischofs Georg Fuchs von Rügheim, dessen Wappen am Hauptportal der Kirche als auch am Schwibbogen ihres Tors angebracht ist, erbaut worden. (msch)


Eine Keimzelle des evangelischen Glaubens

Der Marktplatz von Rügheim befindet sich im Zentrum des Ortes. FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Der Marktplatz von Rügheim befindet sich im Zentrum des Ortes. FOTO: MARTIN SCHWEIGER
Vor fünf Jahren konnte Rügheim sein 1200-jähriges Jubiläum feiern. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der heutige Stadtteil von Hofheim in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda aus dem Jahr 814 nach Christus. Die Ursprünge des Orts werden jedoch schon im 6. und 7. Jahrhundert vermutet.

Seit dem 12. Jahrhundert war in Rügheim die Urpfarrei, Missions- und Mutterkirche für die im Umland liegenden Ortschaften. Während der Reformation war Rügheim eine Keimzelle des evangelischen Glaubens. Ironischerweise predigte der ehemalige Abt des Augustinerklosters in Königsberg als erster hier „evangelisch“, was selbst Bischof Georg IV nicht verhindern konnte. Schon im Jahr 1527 wurden in der Rügheimer Kirche die ersten evangelischen Gottesdienste gehalten. Im Jahr 1809 wurde Rügheim Dekanatssitz.

Da die Fuchs von Rügheim evangelisch blieben, die Schaumberger aber katholisch, entschloss sich Veit von Schaumberg zum Bau eines eigenen Verwaltungssitzes, und so entstand ein weiteres bedeutendes Gebäude in Rügheim, der „Schüttbau“, der 1548 erstmals erwähnt wurde. Während das Schloss, in dem seit 1720 der Ritterkanton Baunach seinen Sitz hatte, im Zuge der Säkularisation an Bayern fiel (der Vater des Heimatdichters Friedrich Rückert hat 1806/1807 als Territorialkommissar die Abwicklung überwacht) und langsam baufällig wurde, zudem unter der Einquartierung französischer Truppen gelitten hatte und schließlich 1816 verkauft wurde, blieb der Schüttbau erhalten und wurde nach der Eingemeindung Rügheims nach Hofheim restauriert.

Das Schloss Rügheim wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert gegründet. Heute lässt sich nur noch erahnen, dass das Schloss selbst eine prächtige herrschaftliche Anlage war. Es stand gegenüber dem Marktplatz entlang der Hauptstraße. Klaus Gimmler (Mainpost) schreibt in seinem Artikel über die Entdeckung eines archäologisch bedeutenden Baufunds: „1695 wird das ` Hauß Rickheim` (gemeint ist das Schloss) als vierstöckig beschrieben. Daraus geht hervor, dass das Schloss von einem drei Meter breiten Wassergraben umgeben war.“ (msch)