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Sonderveröffentlichung

Würzburg

Schwangere brauchen Getränke mit Magnesium

Viel Flüssigkeit ist wichtig – gerade für Schwangere. FOTO: CHRISTOPH SCHMIDT, DP

Universitätsklinikum Würzburg
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Schweinfurt
Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dr. med. Stefan Schwind, Stephan Harmuth, Dr. med. Alexandra Böckenhoff
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Schweinfurt
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt
Viel Flüssigkeit ist wichtig – gerade für Schwangere. Sie sollten jeden Tag etwa eineinhalb Liter trinken, rät die Zeitschrift „Baby & Familie“. Alarmzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind zum Beispiel Kopfschmerzen oder Verstopfung.  

Doch es kommt nicht nur auf die Menge an, sondern auch auf den Inhalt. Für Schwangere seien vor allem Mineralien wie Magnesium und Kalzium wichtig. Sie können zum Beispiel Vorwehen vermeiden und dem Baby beim Knochenaufbau helfen. Die Zeitschrift empfiehlt als Getränk daher Mineralwasser mit mindestens einem Gramm gelöster Mineralien pro Liter.  

Probleme mit dem Trinken? Regelmäßiges Training hilft 

Wer während der Schwangerschaft Probleme hat, genug zu trinken, dem hilft regelmäßiges Training. Schwangere können sich zum Beispiel stündlich einen Wecker stellen, der sie ans Trinken erinnert.

Viele werdende Mütter haben mit dem Trinken aber auch kein Problem, im Gegenteil – sondern großen Durst. Das ist erst einmal ganz normal. Bei sehr starkem und ständigem Durst sollten sie aber den Arzt um Rat fragen. Denn das kann ein Anzeichen für Schwangerschaftsdiabetes sein. tmn

Mit dem Baby gesund durchs erste Jahr

Das erste Babyjahr ist für Eltern schön – und stressig. Kann so viel Anstrengung gesund sein?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, sagt Ulrike von Haldenwang vom Deutschen Hebammenverband. „Mit einer schönen Geburt und einem gut vorbereiteten Wochenbett ist es in der Regel so, dass die Freude überwiegt.“ Gleichzeitig passiere es aber, dass Eltern die Anstrengung unterschätzen und sich ernsthafte Probleme einhandeln.

„Es gibt da diese weit verbreitete Vorstellung, dass man quasi in Glück gebadet ist“, sagt von Haldenwang. Jede Mutter und jeder Vater weiß, dass an diesem Klischee viel Wahres dran ist. „Aber diese enorme emotionale Tiefe der Gefühle kann auch belasten“, warnt die Expertin. „Von den praktischen und körperlichen Anstrengungen ganz abgesehen.“

Gerade die ersten Wochen mit Kind seien oft ein Härtetest dafür, wie ein Paar kommuniziert: „Kann man gute Absprachen treffen, kann man gut verhandeln, kann man offen über seine Bedürfnisse sprechen?“, so von Haldenwang.

Schlafmangel nicht für jeden gleich schlimm

Auch über Schlaf sollte man reden: „Es ist natürlich so, dass man im ersten Jahr mit Kind weniger und schlechter schläft, weil man angespannter ist“, sagt von Haldenwang. Manche vertragen das aber besser als andere. „Da sollte man also am besten vorher aushandeln, wie man damit umgeht.“

Übrigens: Längst nicht immer ist die Mutter diejenige, die wenig Schlaf besser aushält. Für sie könne die Geburt des Kindes ein Start in eine lebenslange Karriere mit Schlafstörungen sein, sagt der Schlafforscher Hans-Günter Weeß. „Mütter gewöhnen sich einen sehr hellhörigen und oberflächlichen Schlaf an – und werden den nie wieder los.“ Um das zu verhindern, rät Weeß zur Aufteilung der Nachtschichten. Wichtig sei, dass nicht jeder seine Hälfte übernimmt, sondern dass jeder ab und zu eine ungestörte Nacht hat. Langfristschäden seien so relativ unwahrscheinlich.

Ulrike von Haldenwang rät Eltern, sich nicht zu übernehmen. Das gilt gerade für Mütter im ersten Jahr. „Was oft unterschätzt wird ist, wie viel Kraft Schwangerschaft und Geburt Frauen kosten“, sagt sie. „Geburt ist zwar keine Krankheit. Aber es braucht meistens ein Jahr, bis Mütter wieder auf dem Energielevel von vorher sind.“

Oberste Regel sei: Lieber fünfe gerade sein lassen, als alles perfekt machen zu wollen. Beispiel Ernährung: Eltern sollten sich eingestehen, dass sie nicht jeden Tag frisch kochen können oder müssen, so von Haldenwang. „Auch Tiefkühlpizza oder mal Essen vom Lieferdienst sind okay.“ tmn

Sport in der Schwangerschaft

Dosiertes Ausdauertraining ist für Schwangere zu empfehlen. FOTO: GETTY IMAGES
Dosiertes Ausdauertraining ist für Schwangere zu empfehlen. FOTO: GETTY IMAGES
Prinzipiell ist nichts gegen sportliche Betätigung während der Schwangerschaft einzuwenden. Sport stärkt die Allgemeingesundheit, das Wohlbefinden, senkt den Blutdruck und verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers. Sportliche Frauen haben weniger Schwangerschaftsbeschwerden (Venenstau, Hämorrhoiden), leichtere Geburten und erholen sich rascher im Wochenbett.

Allerdings sollten Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko gemieden werden. Auch solche mit abrupten Bewegungsabläufen wie Squash, Tennis, Volleyball oder Basketball sind nicht geeignet.

Am besten wäre es, wenn der Körper bereits vor der Schwangerschaft mit regelmäßigem Training gestärkt wurde. Aber auch Frauen, die erst in der Schwangerschaft mit Sport beginnen möchten, sollten das tun! In jedem Fall ist aber eine Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin ratsam.

Tipps für den Sport in der Schwangerschaft:

- Treiben Sie regelmäßig Sport, am besten Ausdauertraining, und überlasten Sie sich nicht
- Trainieren Sie nicht weniger als zweimal, nicht häufiger als viermal die Woche
- Ideale Sportarten sind Schwimmen (wenn das Wasser nicht zu kalt ist!), Radfahren (lieber Steigungen als Abfahrten), (Nordic) Walking, Aqua-Fitness, Tanzen (kein Turniersport). Mannschaftssportarten sind wegen der Verletzungsgefahr durch Mitspieler riskant
- Während der Schwangerschaft wird vermehrt der Botenstoff Relaxin ausgeschüttet, dadurch steigert sich die Dehnbarkeit von Sehnen und Bändern. Das führt zu erhöhter Verletzungsgefahr. Schonen Sie daher Ihre Gelenke beim Sport. dgk