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Kitzingen

Spätfrost ist eine Gefahr für Pflanzen

Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen noch mal warm einpacken. FOTO: KARLJOSEF HILDEBRAND, MAG

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Wenn nachts die Temperaturen auch nach offiziellem Winterende noch mal in den Minusbereich abgleiten, schadet das vielen Pflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Man spricht hier von Spätfrost. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist das ein Frost, der nach Beginn der Vegetationsperiode auftritt. Und genau das macht ihn so gefährlich: Denn die Pflanzen im Garten treiben nun schon von der Frühlingssonne angeregt aus, manches blüht sogar schon. Daher können Spätfröste laut DWD insbesondere im Obst-, Gemüse- und Weinbau schaden.

Für Hobbygärtner heißt das: Frostempfindliche Pflanzen, gerade viele Gemüsesorten, werden am besten erst nach der möglichen Spätfrostphase in den Gartenboden gesetzt. Und kälteempfindliche Topfpflanzen, die den Winter im Haus eingelagert waren, werden nur dann schon ins Freie getragen, wenn es warm genug ist. Oder zumindest zeitweise wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies für die frostige Nacht warm eingepackt.

Die Eisheiligen dienen als Orientierung

Das Ende der Spätfrost-Gefahr in Deutschland markieren traditionell die sogenannten Eisheiligen – Gedenktage zu Ehren einiger Heiliger im Mai, nach denen statistisch betrachtet Minusgrade kaum noch vorkommen. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die „Kalte Sofia“ (15. Mai) dazu gezählt.

Aber es zeigt sich immer wieder auch: Die Gedenktage sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai – in den vergangenen Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können. mag
  

Blumenzwiebeln rechtzeitig düngen

Tulpen sollte man Volldünger geben. FOTO: WAIBEL, MAG
Tulpen sollte man Volldünger geben. FOTO: WAIBEL, MAG
Tulpen halten sich länger im Garten, wenn sie mit Nährstoffen versorgt sind. Daher rät Gärtnerin Svenja Schwedtke, diesen Pflanzen nach ihrem Austreten aus dem Boden Dünger zu geben. Am besten, wenn sie vier Zentimeter aus der Erde ragen. Gut eignet sich ein Volldünger, der nicht viel Stickstoff enthalten darf. „Menschen sind überrascht, dass Blumenzwiebeln gedüngt werden müssen“, so Schwedtke. „Doch die legen Blüten für das kommende Jahr schon früh an und benötigen Nährstoffe für die nächste Saison.“ Aus diesem Grund sollte man die Blätter nicht direkt nach der Blüte schneiden, sondern damit warten, bis diese gelb werden.

So hat die Pflanze Zeit, Nährstoffe einzulagern – damit sie zum Frühlingsbeginn besser austreiben kann. mag