Wann ein Steuerberater sinnvoll ist Image 1
Anzeige

Wann ein Steuerberater sinnvoll ist

Bei der Wahl eines Steuerberaters ist der persönliche Eindruck entscheidend: Der Mandant sollte beim ersten Treffen alle wichtigen Fragen klären. FOTO: DSTV  

Ein lediger Angestellter ohne Geldanlagen oder Mieteinnahmen braucht ihn nicht, für viele andere Berufstätigen kann er sich aber lohnen: der Steuerberater. Denn er kennt die Abschreibungsmöglichkeiten, die Laien oft unbekannt, aber bares Geld wert sind.

Für seine Dienste verlangt er ein Honorar – und damit er seine Arbeit erledigen kann, muss ihm der Mandant alle Ausgaben und Einkünfte offen legen. Das setzt großes Vertrauen voraus; entsprechend sorgfältig sollte der Steuerberater gewählt werden.

„Steuerberater“ ist eine geschützte Bezeichnung, nur wer die staatliche Steuerberaterprüfung absolviert und von der Kammer bestellt wurde, darf sich so nennen, sagt die Bundessteuerberaterkammer. Und bevor jemand Steuerberater werden kann, muss er mehrere Jahre lang praktisch gearbeitet haben.

Eine Alternative zum Steuerberater sind Lohnsteuerhilfevereine. Sie bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit, kostenfrei die Steuererklärung erstellen zu lassen. Dafür ist eine jährliche Mitgliedsgebühr zu zahlen – und die Befugnisse der Vereine sind begrenzt. Daher ist es auch nach Ansicht der Lohnsteuerhilfevereine sinnvoll, zum Steuerberater zu gehen. Denn Steuerpflichtige verschenken sonst viel Geld, weil sie die Regelungen nicht kennen.

Hilfeleistungen in Steuersachen werden nach der Vergütungsverordnung für Steuerberater (StBVV) abgerechnet. Der Rahmen der Gebühren richtet sich nach der Höhe der Einkünfte: Wer weniger hat, muss auch weniger zahlen. Auch der Aufwand für die Steuererklärung wird berücksichtigt. Von der StBVV kann der Steuerberater durch Vereinbarung in Textform mit seinen Mandanten abweichen. Vereinbart werden können sowohl eine höhere als auch eine niedrigere Vergütung. Doch entscheidend bei der Auswahl eines Steuerberaters ist der persönliche Eindruck.

Neben der Gehaltsabrechnung und anderen Bescheinigungen über Einkünfte muss der Mandant alle Belege von abzugsfähigen Ausgaben sammeln und an die Kanzlei geben. Mit ihrer Hilfe erstellt der Steuerberater dann die Steuererklärung, und der Mandant muss nur noch unterschreiben. Wird das entsprechende Kästchen in der Steuererklärung angekreuzt, wendet sich die Finanzbehörde bei Nachfragen direkt an die Kanzlei. Kommt der Steuerbescheid, prüft der Berater diesen noch einmal.

Doch auch ein Steuerberater kann Fehler machen. Hat er zum Beispiel Fristen versäumt, haftet er für den Schaden. Deshalb hat jeder, der diesen Beruf ausübt, eine Haftpflichtversicherung. Auch wenn der Mandant der Ansicht ist, sein Steuerberater habe nicht genug Geld für ihn herausgeholt, sollte er das ansprechen. Lässt sich das Problem nicht lösen, hilft nur eins: einen neuen Steuerberater zu suchen. tmn


Kosten für den Winterdienst

Hauseigentümer trifft in der Wintersaison häufig eine Räumpflicht, die auch an die Mieter weitergebenen werden kann. Meist wird jedoch ein Unternehmen mit der Schneebeseitigung beauftragt – und die Kosten für den Winterdienst mindern die Steuerlast. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. In der Einkommensteuererklärung können die Ausgaben als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden. Es dürfen 20 Prozent der Aufwendungen und maximal 4000 Euro pro Jahr bei der Steuer abgezogen werden. Voraussetzung für den Steuerabzug: Der Räumdienst hat eine Rechnung ausgestellt und der Rechnungsbetrag wurde auf das Konto des Dienstleisters überwiesen. Mieter können die Kosten für die Schneebeseitigung der Betriebskostenabrechnung entnehmen. tmn

Weitere Themen