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Wehren gegen Werbetricks


So oft wurden Verbraucher noch nie ungefragt angerufen. Mehr als 63 000 Beschwerden gab es bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr - ein neuer Höchstwert. «Das ist ein Dauerärgerthema, das nicht ausstirbt», sagt Carola Elbrecht vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Eigentlich sind Werbeanrufe bei Verbrauchern nur erlaubt, wenn der Angerufene vorher seine Einwilligung dazu gegeben hat, weiß Rechtsanwalt Harald Rotter, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Allgemeinanwalt des Deutschen Anwaltvereins (DAV). «Die wenigsten erlauben das wissentlich. Häufig greifen Unternehmen die Daten aber bei kostenlosen Gewinnspielen ab und holen sich dabei die Bestätigung, dass sie die Daten zu Werbezwecken weitergeben dürfen.» Im Streitfall kann eine solche Einwilligung schon reichen, wenn der Werber sie nachweisen kann. Doch nicht immer haben die Unternehmen tatsächlich eine Erlaubnis erhalten. Wer nicht mehr möchte, dass das Telefon ständig klingelt, kann sich wehren. Zusammen mit einem Anwalt können Verbraucher mittels Abmahnung gegen das Unternehmen vorgehen.

Manche Anwälte verlangen dafür nur ein niedriges Pauschalhonorar. Oft genüge es aber, vom Unternehmen einen Nachweis zu verlangen, dass eine Einwilligung zur Telefonwerbung vorlag, so Rotter. mag

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Steuerfreier Corona-Bonus bis 31. März 2022 verlängert

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können maximal 1500 Euro als steuerfreien Corona-Bonus von ihrem Arbeitgeber erhalten.

Die gute Nachricht: Das gilt jetzt bis zum 31. März 2022, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). Bisher war die Regelung zum Corona-Bonus bis 30. Juni 2021 befristet.

Es bleibt aber bei der Höchstgrenze von 1500 Euro. Das heißt: Wer im Jahr 2020 bereits 1500 Euro als Corona-Bonus von seinem Arbeitgeber erhalten hat, kann 2021 oder 2022 nicht nochmals eine steuerfreie Auszahlung bekommen.

Hat ein Unternehmen seinen Beschäftigten 2020 einen Corona-Bonus von 1000 Euro gezahlt, kann jetzt bis zum 31. März 2022 nochmals ein Bonus von 500 Euro gewährt werden, so der Lohnsteuerhilfeverein weiter. Wurde 2020 kein Corona-Bonus gewährt, darf bis 31. März 2022 der Höchstbetrag ausgeschöpft werden.

Wird der Bonus als Sachzuwendung geleistet, sollte der Arbeitnehmer den Zeitpunkt des Empfangs schriftlich bestätigen. Wichtig zu wissen: Wer zwei oder mehr Dienstverhältnisse bei jeweils einem anderen Arbeitgeber hat, darf den Corona-Bonus von bis zu 1500 Euro für jedes Dienstverhältnis erhalten, auch innerhalb eines Kalenderjahres. mag

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