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Sonderveröffentlichung

Schweinfurt

Weltdiabetestag

Diabetiker messen regelmäßig ihren Blutzuckerwert. FOTO: GETTY IMAGES

14. November

Geomed Kreisklinik GmbH
Häusner Sanitätshaus
Der Weltdiabetestag wird seit 1991 als ein Tag der Internationalen Diabetes-Föderation und der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt. Seit 2007 ist er ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Damit ist er neben dem Welt-AIDS-Tag der zweite Tag, der einer Krankheit gewidmet ist. Man hat den 14. November ausgewählt, da an diesem Tag Frederick G. Banting geboren wurde, der gemeinsam mit Charles Herbert Best 1921 das lebenswichtige Insulin entdeckte.

Der Weltdiabetestag steht jedes Jahr unter einem bestimmten Motto. Rund um dieses Motto finden an den verschiedensten Orten der Welt Aktionen und Veranstaltungen statt. In diesem Jahr heißt es, wie schon 2018, „Familie und Diabetes“. Der Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung und Risikoerkennung von Diabetes Typ-2.

Was ist Diabetes?

Der Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Der Körper kann das lebensnotwendige Insulin nicht in ausreichender Menge herstellen und/oder die Körperzellen sprechen nur ungenügend auf das zur Verfügung stehende Insulin an.

Insulin ist ein Hormon, das beim gesunden Menschen in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es ist dafür verantwortlich, dass unsere Körperzellen mit dem Energieträger Glucose (Traubenzucker) versorgt werden. Ein Insulinmangel führt dazu, dass zunehmend weniger Zucker aus der Blutbahn in die Zellen transportiert wird. Die Glucose verbleibt in der Blutbahn und führt mittel- und langfristig zu schweren Folgeschäden an Nieren, Augen und Blutgefäßen.

Typ 1 und 2

Man unterscheidet zwei Typen von Diabetes: Beim Typ-1-Diabetes wird zu wenig oder gar kein Insulin durch die Bauchspeicheldrüse gebildet. Der Krankheitsbeginn liegt meist schon im Kindesalter und die Patienten müssen Insulin spritzen, um die lebensnotwendige Energiequelle Glucose in die Zellen zu transportieren.

Beim Typ-2-Diabetes, der oft verharmlosend als Altersdiabetes bezeichnet wird, stellt die Bauchspeicheldrüse zunächst noch ausreichend Insulin her, die Körperzellen reagieren aber nicht mehr optimal auf das Hormon. Diesen Zustand bezeichnen die Fachleute als Insulinresistenz.

Von einem Diabetes mellitus, spricht man, wenn bei wiederholten Messungen in nüchternem Zustand ein Blutzuckerwert von 110 Milligramm/Deziliter (6,0 mmol/L) oder nach einer Mahlzeit ein Wert von 180 Milligramm/Deziliter (9,2 mmol/L) überschritten wird.

In Deutschland leben rund vier bis sechs Millionen Diabetiker, wobei der Typ- 2-Diabetes mit rund 90 Prozent deutlich überwiegt.

Symptome

Typ-2-Diabetes verursacht zunächst keine oder nur sehr leichte Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Juckreiz oder auch Durst und häufigeres Wasserlassen. Die gestörte Insulinwirkung setzt enorm schädliche Entwicklungen in Gang. So schüttet das Fettgewebe vermehrt freie Fettsäuren aus, die in der Leber zu Fett (Triglyzeriden) umgebaut werden.

Parallel dazu sinkt das gute, gefäßschützende HDL-Cholesterin ab. Durch diesen gestörten Fettstoffwechsel (Dyslipidämie) steigt das Risiko für lebensbedrohende Komplikationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit. Nahezu 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker sterben an den Folgen dieser Gefäßerkrankungen. dgk