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Sonderveröffentlichung

Würzburg

Wissenswertes zum Ausbildungsstart


ALDI Süd Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG
Klinik König-Ludwig-Haus
Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirk Unterfranken Bezirkskrankenhaus Lohr a. Main

Wie viele Stunden dürfen Auszubildende arbeiten?

Wer eine Ausbildung beginnt, sollte die wichtigsten Regeln zur Arbeitszeit kennen. Diese unterscheiden sich – abhängig davon, ob Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt sind. FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Wer eine Ausbildung beginnt, sollte die wichtigsten Regeln zur Arbeitszeit kennen. Diese unterscheiden sich – abhängig davon, ob Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt sind. FOTO: CHRISTIN KLOSE, MAG
Wer eine Ausbildung beginnt, macht oft zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Arbeitswelt. Da ist es gut, die wichtigsten Regeln zu kennen: Zum Beispiel zur Arbeitszeit. Wie viele Stunden dürfen Auszubildende maximal arbeiten? Wie sind hier die Regeln? Das unterscheidet sich – je nachdem, ob der Auszubildende volljährig oder noch unter 18 Jahre alt ist, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin.

Für Volljährige gelte wie für alle anderen Arbeitnehmer das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Sie dürfen also acht Stunden täglich und an sechs Tagen in der Woche arbeiten – das sind 48 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeit kann auf zehn Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich verlängert werden. Dann muss allerdings sichergestellt sein, dass Auszubildende innerhalb von sechs Monaten im Schnitt nicht mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten.

Für Jugendliche gelten dagegen andere Regeln. Bei Minderjährigen greift das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), wie Bredereck erläutert. Demnach darf der Arbeitgeber Jugendliche nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigen, erklärt der Fachanwalt.

Außerdem regelt das Gesetz, dass Jugendliche nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr beschäftigt werden dürfen. „Für bestimmte Branchen kann es aber Ausnahmeregelungen geben“, so Bredereck. Das trifft etwa für die Gastronomie zu. Auch die Arbeit an Wochenenden sowie an Feiertagen ist nur dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber dafür Ausgleichstage sicherstellt. mag

Umzug für die Lehre


Wie digital ist mein Job?

Die Digitalisierung macht viele Jobs überflüssig – behaupten zumindest manche Forscher und Studien. Doch angehende Lehrlinge müssen deshalb keine Angst haben, dass ihr Ausbildungsberuf in 20 Jahren nicht mehr existiert. „Dass Berufe wegfallen, sehen wir eher nicht“, sagte Torben Padur vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kürzlich.

Was aber nicht heißt, dass sich Jobs nicht komplett neu erfinden: Die Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik kommen heute zum Beispiel nicht mehr nur, wenn im Bad etwas überläuft oder nicht funktioniert. Stattdessen kümmern sie sich auch um die Installation von Smart-Home-Technik für ein vernetztes Zuhause.

In der Praxis sind solche neuen Technologien meist Zusatzqualifikationen: Betriebe, die damit schon arbeiten, können ihre Azubis bereits darin ausbilden. Darauf sollten angehende Auszubildende ruhig achten, rät Torben Padur. Als Azubi könne man durchaus schauen, „wie der Betrieb aufgestellt ist, welche Qualifikationen der vermittelt“. tmn