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WüLivery: clever, bequem und umweltfreundlich

Die Radboten bringen die Ware bis an die Haustür. FOTO: WÜMS

Seit Beginn der Adventszeit gibt es in Würzburg ein neues Angebot für Geschäftskunden: WüLivery. Kunden im Stadtgebiet haben unter dem Motto „Sie shoppen, wir liefern“ bei vielen Händlern die Möglichkeit, sich die Waren kostengünstig nach Hause liefern zu lassen – und zwar noch am selben Tag. Schon am ersten Advents-Wochenende nutzten über 50 Kunden diesen Liefer-Service, am zweiten waren es 150.

Inzwischen nehmen 67 Unternehmen an WüLivery teil – Tendenz steigend. Die Spanne reicht quer durch alle Sortimente: von Blumen und Büchern über Elektronik und Textil bis zu Tee und Wein ist alles dabei. Und jeder ist vertreten: der Einzelkämpfer und der Großfilialist.

Initiator ist Wolfgang Weier, Chef des Stadtmarketings „Würzburg macht Spaß“. Seine Idee: den lokalen stationären Handel unterstützen und Bequemlichkeit nicht verdammen, sondern fördern.

„Eigentlich war das Konzept anfangs auch an Touristen gerichtet, die nach dem Stadtbummel mit Einkauf ins Theater wollen und nicht überall ihre Tüten rumschleppen möchten. Aber da gibt es im Moment aus bekannten Gründen keine.“

Die Vorteile für den Kunden liegen laut Weier auf der Hand: Durch die große Sortiments-Breite kann man das Angebot praktisch flächendeckend nutzen. Und durch die Zusammenarbeit mit dem Radkurier-Service „Radboten“ ist die ganze Geschichte umweltfreundlich, weil emissionsfrei, und nachhaltig. „Und günstiger als die Paket-Post.“

An den Adventssamstagen gibt’s die Lieferung gratis, unter der Woche kostet der Service dank Subventionierung durch die Stadt Würzburg im Stadtgebiet nur 2 Euro statt der angedachten 4,50 Euro. Die Belieferung auch der stadtrandnahen Gemeinden wird für die Zukunft ins Auge gefasst.

Appell an die Geschäftswelt

Vor dem Hintergrund eines weiteren harten Lockdowns mit der Schließung des Einzelhandels ab Mittwoch richtet Weier einen eindringlichen Appell an die noch nicht bei WüLivery vertretene Würzburger Geschäftswelt: „Macht mit bei uns, es ist nur zu eurem Vorteil.“ Denn WüLivery funktioniert auch telefonisch.

Entwickelt haben Weier und sein Team das Konzept vor drei Jahren, aber der damalige Kooperationspartner sprang unvermutet ab. Weier ließ sich von Rückschlägen nicht entmutigen, und irgendwie half ihm die Corona-Pandemie auch ein bisschen, den Zug ins Rollen zu bringen. „Wir lassen das Ganze jetzt erst mal 18 Monate laufen, um auf jeden Fall zwei Mal das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen, dann ziehen wir ein Fazit.“

Preiswert ist das Ganze, weil Partner „Radboten“ keine zusätzlichen Investitionen tätigen muss. „Für die ist das ein unkompliziertes Zusatzgeschäft“, sagt Weier. „Die Livery-Sendungen werden einfach mit den normalen Zustellungen zusammengelegt.“

Weier kann sich Livery auch in anderen Städten vorstellen. „Das Allerwichtigste ist ein etablierter und funktionierender Radkurier-Service.“ Dazu Partner im Handel, die bereit sind, neue Wege zu gehen. Und natürlich Kunden, die sich von einer kreativen Geschäftsidee begeistern lassen. esa

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